
Karl Platt

Karl Platt

Karl Platt

Karl Platt

Karl Platt

Karl Platt

Team Bulls
Eine gebrochene Sattelstütze und die Aktion IFMA
Karl Platt am 20.09.2007 - 09:03 Uhr
In den vergangenen zwei Wochen habe ich eine Menge erlebt. Zunächst stand die Weltmeisterschaft in Fort William (GBR) auf dem Programm und dann das Weltcup-Finale in Maribor (SLO). Meine Beine waren gut, wäre da nicht eine gebrochene Sattelstütze und die Aktion IFMA gewesen ...
Hin und Her zerrt an den Nerven
Der Start ins WM-Rennen lief gar nicht so schlecht, allerdings brach mir dann in der ersten Runde die Sattelstütze. Ich musste anhalten, um sie zu wechseln, hatte aber dummerweise kein Werkzeug dabei. So musste ich dann eine Runde hinter mich bringen - das war brutal. Dann habe ich den Sattel schief eingestellt, danach zu tief. Und das ausgerechnet in Fort William, wo die Position des Sattels sehr wichtig ist. Ich habe 20 Leute überholt, musste wieder stehen bleiben, um den Sattel zu richten, habe die 20 Leute wieder überholt und so weiter. Dabei hatte ich mir extra vor dem Rennen viel Zeit genommen, damit der Sattel perfekt passt. Die Beine waren zwar nicht schlecht, aber das ständige Hin und Her zerrt an den Nerven. Du findest keinen Rhythmus und irgendwann kannst du dich nicht mehr motivieren. Am Ende bin ich dann auf den 54. Platz ins Ziel gefahren. Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt.
Dienstags hin, donnerstags zurück
Eine Woche nach der WM ging es dann in Maribor um die letzten Weltcup-Punkte der Saison. Im Vorfeld war mir schon klar, dass das Finale für mich nicht gut laufen kann - denn da war die Aktion IFMA. Bereits am Dienstag sind Stefan Sahm und ich nach Maribor gereist und haben die Strecke besichtigt und vor Ort trainiert. Donnerstags mussten wir dann aber schon wieder zurück, weil am Freitag ein Termin unseres Sponsors ZEG/Bulls auf der Messe IFMA in Köln anstand, zudem auch eine Feier am Abend zählte. Diese Aufgaben gehören halt auch dazu.
Ziel beim Weltcup-Finale erreicht
Zurück ging es dann über Frankfurt und Graz. Vom Frankfurter Flughafen sind wir nach Graz geflogen und von dort mit dem Auto nach Maribor gefahren. Wir waren circa drei bis vier Stunden vor dem Start an der Strecke. Dort haben wir uns dann noch ein wenig ausgeruht, bevor es los ging. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Mir ging es beim Weltcup-Finale vor allem darum, noch ein paar Punkte zu sammeln - sowohl für die Olympia-Qualifikation als auch für eine bessere Startplatzierung im nächsten Jahr. Das hat mit Platz 30 geklappt. In der Gesamtwertung konnte ich mich so noch einmal um vier Plätze verbessern und bin am Ende 35. geworden.
Deutsche Marathonmeisterschaft in St. Ingbert
Am kommenden Wochenende steht nun die Deutsche Marathonmeisterschaft auf dem Programm. Dienstag war ich mit Stefan schon einmal in St. Ingbert. Wir haben wieder die Strecke beäugt und sind sie abgefahren. Der Kurs ist schön und hat viele Singletrails. Insgesamt eine schnelle Strecke, die nicht gerade einfach ist. Zudem kommen viele knackige Anstiege, die mehr wie Rampen sind als wie lange Berge. Meine Beine sind eigentlich noch ok. Es kommt noch darauf an, wie sie sich erholen. Dienstag ging es die erste Stunde etwas schwerer, danach habe ich mich aber frei gefahren.
Gutes Gefühl, aber große Konkurrenz
Es ist schwer zu sagen, was bei der DM geht. Gewinnen will ich ja immer, aber dafür müsste ich mich einmal 100% auf die Titelkämpfe vorbereiten und das ein oder andere Rennen im Vorfeld auslassen. Insgesamt habe ich aber ein gutes Gefühl, auch wenn die Konkurrenz groß ist. Moritz Milatz ist gut drauf, Lado Fumic will auch starten. Hannes Genze, der als Titelverteidiger am Start steht, sollte die Strecke entgegen kommen.
Rennen wird taktisch geprägt sein
Ich denke, es wird ein taktisches Rennen. Es sei denn einer ist der absolute Überflieger, was ich nicht glaube. Wenn viele auf dem gleichen Niveau sind, können Stefan und ich vielleicht taktisch etwas bewegen. Am Anfang wird es wohl erst einmal ein Ausscheidungsfahren, aber insgesamt sind die Anstiege nicht so, dass man alleine weg kommt. Dann hängen die anderen im Windschatten. Also mal sehen, wie sich die Kurbel dreht...
Euer
Karl
Zurück