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Karl Platt

Herrenstart

Karl Platt

Platt vor Fumic

Karl Platt

Mein bestes Weltcup-Ergebnis

Karl Platt am 27.04.2007 - 08:29 Uhr

In Houffalize ging es also endlich los: Auf dem belgischen Ardennen-Kurs stand der erste Weltcup der Saison auf dem Programm. Die Strecke dort ist lang und war am Renntag knüppelhart.

Was für ein Gemetzel!
Ich stand in der dritten oder vierten Startreihe (Platz 32). In der Startphase ging es lange berghoch. Ich hatte einen guten Start und sah eine Lücke, durch die ich durchpassen würde. Also setzte ich mich erst einmal an die Spitze des Feldes und habe das Feld angeführt. Dann sind auf einmal Michi Weiss und Julien Absalon an mir vorbei geprescht. An vierter/fünfter Position fuhr ich dann ins Gelände. Das Tempo wurde immer schneller. Ich habe nur gedacht: Was für ein Gemetzel! Als 19. bin ich dann aus der Startloop gekommen.

Zunächst nur 95 Prozent gefahren
Auch im ersten Rennabschnitt habe ich mich dann immer um die Position 18 bis 20 gehalten. Allerdings bin ich nie 100 Prozent gefahren, da ich wusste, wie schwer es noch wird, bei einer Rennzeit von mehr als zwei Stunden. Anhand meiner Rundenzeiten habe ich nachher gesehen, dass ich immer mit ungefähr 95% gefahren bin. Unser Bundestrainer Frank Brückner und Erhard Goller haben mich unterwegs immer über die Abstände informiert. Ich hielt mich bei 20 Sekunden Rückstand auf eine fünf- bis sechsköpfige Gruppe.

In der letzten Runde Hahn richtig aufgedreht
Dann kam Lado (Anm. d. Red.: Fumic) von hinten angefahren. Der hat im Flachen richtig durchgezogen und Tempo gemacht. Am Berg hat er dann aber immer etwas herausgenommen. In der vorletzten Runde kam dann auch Torsten Marx auf, da habe ich dann zur Attacke geblasen und den Hahn voll aufgedreht. Ich hatte noch richtig Power und bin in der letzten Runde die viertschnellste und meine schnellste Zeit gefahren.

In vorderen Regionen zurecht finden
Die ersten Drei waren weg, aber ab Paulissen war alles wie an einer Perlenschnur gezogen. Die Abstände waren gering - vielleicht hätte ich etwas früher Gas geben sollen, aber es gibt nachher kein Hätte, Wenn und Aber. Es hat mir nur eine Minute auf den achten Platz gefehlt. Ich bin in diesen Regionen bei einem Weltcup noch nie gewesen, da muss man sich auch erstmal zurecht finden. Ich wollte mein bestes Weltcup-Resultat fahren. Das ist mir mit Platz 13 gelungen. Darüber war ich ziemlich glücklich. Top Ten wäre ein Traum gewesen, aber je näher man vorne dran ist, desto selbstbewusster wird man auch. Für den BDR haben wir ein super Mannschaftsergebnis herausgefahren: Torsten Marx 15., mein Teamkollege Stefan Sahm auf 17, Moritz Milatz hatte Pech, ansonsten wäre er auch weiter vorne gelandet.

Die Familie muss auch mal vorgehen
An diesem Wochenende steht der zweite Lauf der Bundesliga auf meinem Programm. Ich habe mich lange gefragt, ob ich zum Gardasee zum Bike-Festival oder nach Sundern fahren soll, zumal meine einzige Schwester am Samstag heiratet. Als ich dann in Münsingen beim Bundesliga-Auftakt Zweiter wurde, habe ich mich für Sundern entschieden. Die Familie sollte auch mal vorgehen! Am Gardasee bin ich schon so oft gefahren. Stefan fährt dort und ist mit unserem Bulls-Team da. So können wir uns ein bisschen aufteilen.

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Konkurrenz auch in Sundern groß
Allerdings fahre ich nicht nach Sundern, um die Beine hochzunehmen. Wenn ich schon dahin fahre, will ich auch vorne dabei sein und oben auf dem Podest landen. Auch wenn das Teilnehmerfeld nicht so stark ist wie in Münsingen ist die Konkurrenz groß. Moritz Milatz und Torsten Marx sind gut drauf und man muss auch die Holländer Rudi van Houts, seine Dolphin-Teamkollegen und Bas Peters auf der Rechnung haben. Diese Woche habe ich viel trainiert, um meine Form zu stabilisieren. Mal sehen, wie es läuft...

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Euer

Karl


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