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Moritz Milatz - MULTIVAN-MERIDA

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Worldcup Champéry

Moritz Milatz - MULTIVAN-MERIDA

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World Cup Champéry - unerwarteter Einbruch

PR - Moritz Milatz am 11.06.2007 - 13:58 Uhr

Sportliche Prognosen und Wünsche sind halt letztlich doch nur das viel beschworene Orakel in der Suppe des gewünschten Erfolgs. So wieder zu erfahren, im schweizerischen Champéry beim dritten World Cup der laufenden Saison. Obwohl sich der amtierende Deutsche Meister Moritz Milatz am Freitag noch richtig gut in Form wähnte, bescherte ihm das Rennen am Samstag, eine der schwärzesten Stunden in seiner bisherigen Karriere. Mental arg mitgenommen, brauchte es einige Zeit, bis sich der junge Freiburger wieder fassen konnte.

"Ich fühlte mich bereits am Morgen schlecht"...
... so Moritz direkt nach seinem Ausstieg aus dem noch laufenden Rennen. "Ich fand zu keinem Zeitpunkt meinen Rhythmus, irgend etwas hat mir heute komplett den 'Stecker' gezogen!" Aber nach der Reihe: Der Start erfolgte pünktlich um 14:00 Uhr bei schwülwarmen, sommerlichen Temperaturen auf circa 1.100 Metern. Das Rennen, in traumhafter Alpenkulisse gelegen, begann wie erwartet gleich am oberen Belastungsniveau. Moritz 20. Startplatz zahlte sich insofern aus, dass er im ersten steilen Schotteranstieg, den engen Positionskämpfen im Hauptfeld entgehen konnte. Angeführt vom Lapierre-Fahrer Cedric Ravanel erschien die Meute erstmalig als staubgeschwängerter, bunter Lindwurm am höchsten Punkt der Strecke, um kurz danach in einen langen, technisch anspruchsvollen Downhill, abzufahren.

Nur noch nach oben gequält
Schnell jedoch zeichneten sich da schon die Probleme bei Moritz an diesem Tag ab. Während er die Abfahrten noch technisch passabel meisterte, schien er in den steilen Anstiegen förmlich zu stehen. Die Fahrer um Moritz herum flogen förmlich an ihm vorbei, so schien es jedenfalls den Außenstehenden und schnell war allen klar, dass da etwas nicht stimmen konnte. Dies war nicht die von Moritz erhoffte Fahrt nach Offenburg, um sich nahe bei der Spitze etablieren zu können, sondern ein körperliches Fiasko, was nur auf den Schlussstrich wartete. Mit gequältem Gesichtsausdruck stemmte Moritz sich gegen die immer klarer zutage tretende Tatsache, dass er heute einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und stieg zur Mitte des Rennens klugerweise aus.

Analyse bringt keine Erklärung für Formschwäche
Die noch im MERIDA-Home betriebene Fehleranalyse mit Heimtrainer Rolf Luxenburger, brachte dann auch erstmal keine Begründung für den körperlichen Schwächeanfall von Moritz an diesem Tage. Die vorangegangene Vorbereitung in Italien, sowie auch der körperliche Allgemeinzustand des Athleten gaben keinen Anlass zur Beanstandung, sodass Moritz sich in dieser Woche weiteren Belastungstests unterziehen wird, um dann die weitere Vorbereitung auf Kanada zu planen. Denn schon am Sonntagabend geht der 'Flieger' nach Übersee, wo die World-Cup Rennen vier und fünf in Wochenfrist über die Bühne gehen, und die Annahme eines nur einmaligen Ausrutschers von Champéry, als Hoffnung mitfliegt.


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