Specials Eventspecials 2007 Weltcup Athletenberichte

Dirty Champ!

Der Tag an dem der Regen kam...

Konzentriertes Arbeiten in der MERIDA-Box...

Nach der ersten Runde...

Unfahrbar...

Schlammschlacht...

Siegreich beim Sprint...

Schön war's...

Schmutzschutz...

World Cup Offenburg - Moritz Milatz fährt von 70 auf 14

PR - Moritz Milatz am 28.05.2007 - 11:56 Uhr

Die deutsche Ausgabe des Mountainbike World-Cup von Offenburg, wurde nach ergiebigen Regenfällen zur regelrechten Schlammschlacht. Zwar bestens vorbereitet und organisiert, gerieten die Veranstalter dennoch zum Spielball der launischen Natur. Und doch wird dieses Rennen bestens in Moritz Erinnerung bleiben. Nach einer sehr guter Leistung am letzten Wochenende in Albstadt konnte sich Moritz in Offenburg nochmals steigern und sicherte sich mit einer brillanten Vorstellung, einen hervorragenden 14. Platz. Damit verbesserte sich der amtierende Deutsche XC-Meister von Platz 40 auf 20 in der World-Cup Gesamtwertung.

Startposition 40 war der befürchtete Nachteil
Wie Moritz bereits im Vorfeld befürchtet hatte, war Startplatz 40 bei der selektiven Strecke - mit dem doch recht kurzen Startloop - ein Nachteil. Die vor ihm gestarteten Fahrer 'legten' sich bereits in der ersten, schmierigen Abfahrt in's Gelände, so dass sich der ganze Pulk staute. Resultat dessen war, dass Moritz ärgerlicherweise nicht mal als Vierzigster in die erste reguläre Runde bog, sondern nochmals weitere 30 Plätze eingebüßt hatte. "...Es gab einfach keine Möglichkeit zu überholen, überall blieb ich wegen gestürzter oder langsamerer Fahrer hängen...", so Moritz. Von da an aber gab Moritz - der bekennender Fan solch widriger Bedingungen ist - mächtig Druck auf die Pedale.

Fahrer- und Materialverschleiß fordern hohen Tribut
'Good Job' konnte man den MERIDA-Mechanikern attestieren, was Moritz Bike anging. Endlich mal keine 'Platten' und - wie bei diesen Bedingungen sonst oft üblich, keine Schaltprobleme. Moritz Carbonrenner lieferte eine top Performance und der Antrieb lief wie ein Uhrwerk. Anders bei vielen Mitkonkurrenten, die sich reihenweise mit abgerissenen Schaltwerken oder kaum noch drehenden Laufrädern aus dem matschigen Contest verabschiedeten. Damit war dieser äußerst schwierige World Cup von sowohl exzellent fahrerischem Können, wie auch einem hoch professionellem Support abhängig. Bei diesem Wettbewerb musste beides stimmen, wollte man vorne mit dabei sein.

Elsässer Julien Absalon wieder das Maß der Dinge
Zwar führte im Startloop noch der Belgier Roel Paulissen die Meute an, aber schon nach der ersten Runde erschien mit leichtem Vorsprung der französische Super-Biker Absalon. Auf einem technisch anspruchsvollen Kurs wie er in Offenburg geboten wird - zudem mit diesen rutschigen Bedingungen - da erst, zahlen sich die erarbeiteten, technischen Fähigkeiten eines versierten Mountainbikers aus; hier trennt sich dann endgültig die Spreu vom Weizen! Schlafwandlerisch sicher durchschlängelte der Franzose die Singletrails von Offenburg und surfte wie auf Schienen gelenkt, die nahezu unfahrbaren Downhill-Passagen hinab. Ein Genuss ihm dabei zuzusehen! Auch Moritz konnte in dieser Disziplin mächtig punkten und bekam johlenden Sonderapplaus, wenn er die brutal, steilen Streckenabschnitte fuhr, anstatt wie viele, herunterzutragen.

Startposition für nächsten World Cup verbessert
In der World Cup Gesamtwertung konnte sich Moritz durch diesen fulminanten Auftritt gleich 20 Plätz verbessern, so dass er beim nächsten World Cup im schweizerischen Champéry dann von Position 20 in's Rennen gehen kann. Erstmal hat Moritz seiner Heimat derweil den Rücken gedreht, um die nächsten zwei Wochen in Italien zu trainieren. Von dort aus geht es dann direkt nach Champéry, dem 3. World Cup der Saison, bevor es dann in die Übersee-Rennen nach Mount. St. Anne und St. Félicien nach Kanada geht.

Ergebnisse Männer - XCO Offenburg

1. ABSALON, Julien - ORBEA 2:18:54.02
2. RAVANEL, Cedric - LAPIERRE 2:21:36.51
3. FLUCKIGER, Lukas - Athleticum Bike Team 2:22:06.66
4. PERAUD, Jean-Christophe - ORBEA 2:22:31.32
5. LEUCHS, Kashi - CANNONDALE-VREDESTEIN 2:22:39.97
6. SAUSER, Christoph - Specialized 2:23:09.12
7. FRISCHKNECHT, Thomas - SWISSPOWER Team 2:23:12.81
8. HERMIDA, Jose Antonio - MULTIVAN MERIDA 2:23:39.52
9. MEIRHAEGHE, Filip - VERSLUYS 2:24:09.26
10. TROFIMOV, Yury - Nationalteam Russland 2:25:56.70
11. BRENTJENS, Bart - DOLPHIN BIKE TEAM 2:26:05.04
12. KULHAVY, Jaroslav 2:26:41.69
13. PAULISSEN, Roel - CANNONDALE-VREDESTEIN 2:27:11.87
14. MILATZ, Moritz - MULTIVAN MERIDA 2:27:16.39
15. WEBER, Balz - BIKEPARK.CH TUI 2:27:16.40
16. SPESNY, Milan - MERIDA BIKING TEAM 2:27:30.28
17. MARX, Till - SWISSPOWER Team 2:27:41.35
18. NAEF, Ralph - MULTIVAN MERIDA 2:28:14.22
19. JONGEWAARD, Chris - DOLPHIN BIKE TEAM 2:28:22.41
20. MARX, Torsten - TEAM ALB-GOLD 2:28:48.08


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