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Thomas Frischknecht

Thomas Frischknecht

Impressionen
Zurück in den Top Ten
Thomas Frischknecht am 30.05.2007 - 11:09 Uhr
Zum ersten Mal gab es ein Weltcup-Rennen in Offenburg (GER) und es war wesentlich besser als die meisten anderen Weltcup-Rennen, die ich bisher gesehen habe. Besonders der Kurs war spektakulär und es hat Spaß gemacht, dort zu fahren - weit über dem Durschnitt europäischer Rennstrecken.
"Verhältnisse, die ich mag"
Leider - für Veranstalter und Zuschauer, nicht für mich - gab es ein schweres Gewitter in Offenburg kurz vor dem Start des Rennens. Zum Glück waren aber trotzdem viele Zuschauer an der Strecke - und die bekamen einiges geboten. Es gab viele Stürze und die Positionen wechselten aufgrund der Crashes und Reparaturen ständig. Nur ein Fahrer schien das ganze Rennen ohne Probleme zu meistern - Julien Absalon. Mein Start war okay! In der ersten Hälfte des Rennens war ich mit Christof Sauser direkt in den Top Ten unterwegs, während meine Swisspower-Teamkollegen Florian Vogel und Nino Schurter die Plätze zwei und drei hinter Absalon belegten. Es war wahnsinnig rutschig auf dem Kurs. Verhältnisse, die ich mag und in denen ich für gewöhnlich gute Rennen abliefere.
Schaltungsprobleme gegen Ende des Rennens
Endlich schien es, als wäre das Glück zur Abwechslung mal auf meiner Seite. Nicht jedoch auf Florians und Ninos. Innerhalb von 500 Metern riss beiden die Kette. Pech für Nino, es wäre sein erstes Weltcup-Podium gewesen. Besonderes Pech auch für Florian - er war von ganz hinten (null Punkte aus Houffalize) gestartet und hatte sich bis ganz nach vorne durchgekämpft. Nun steht er immer noch bei null Weltcup-Punkten. Nach dem Regen kam die Sonne wieder hervor und der rutschige Kurs wurde klumpig und matschig. Viele Fahrer hatten mit mechanischen Problemen zu kämpfen, auch ich. Gerade als ich dabei war, mich auf den fünften Platz vorzuarbeiten, bekam ich ernsthafte Schaltunsprobleme. In den letzten beiden Runden hatte ich nur noch einen Gang auf dem großen Blatt zur Verfügung, das heißt ich musste alles in 44-23 fahren. Durch meine Reifen hatte ich glücklicherweise genügend Traktion bergauf mit dem großen Gang.
"Meirhaeghe pushte mich nach vorne"
Ich konnte Filip Meirhaeghes Atem in meinem Nacken spüren und fuhr um mein Leben, um ihn hinter mir zu halten (die alte Geschichte - der alte Kampf). Er pushte mich so stark auf der letzten Runde, dass ich auf dem letzten Kilometer sogar zu Sauser aufschließen konnte und mit ihm zusammen auf dem siebten Platz ankam. Letzes Wochenende war ich Siebter in einem nationalen Wettkampf - nun wieder der siebte Platz, aber bei 25 teilnehmenden Nationen. Dies ist mein bestes Weltcup-Resultat in den letzten beiden Jahren. Endlich konnte ich mir selbst beweisen, dass ich an einen guten Tag immer noch da oben stehen kann. Ich liege nun auf dem neunten Platz im Gesamtweltcup und freue mich auf das nächste Weltcup-Rennen in Champery, in meinem Heimatland.
Ride on
Frischi
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