Der Weltcup-Auftakt im belgischen Houffalize ist aus Sicht des Teams Ghost International gelungen! In einem der spannendsten Weltcup-Rennen innerhalb der letzten zwei Jahre, erreichte Sabine Spitz bei den Frauen einen hervorragenden vierten Platz.
China dominiert die weibliche Konkurrenz
Der erste Sieg für China in der Geschichte der Mountainbike-Weltcups geht an Ren Chengyuan. Die U23-Weltmeisterin aus dem vergangenen Jahr lieferte sich beim Zielsprint des Rennens einen packenden Zweikampf mit Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjå aus Norwegen. Am Ende behielt die Chinesin die Oberhand.
Sabine Spitz mit Problemen beim Start
Ganze 131 Starterinnen gingen beim Weltcup-Auftakt in Houffalize an den Start! Sabine Spitz, die mit der Startnummer drei ins Rennen ging, hatte beim Massenstart leichte Probleme mit dem ersten steilen Anstieg der Startrunde. Während sie sich als Achte durch diese erste Startrunde kämpfte, zog die Spanierin Margarita Fullana bereits auf und davon. Fullana konnte auf den ersten drei von insgesamt vier gefahrenen Runden konstant den Vorsprung von 25 Sekunden auf Gunn-Rita Dahle Flesjå und die Chinesin Ren Chengyuan halten. Die Spanierin machte in den Anstiegen einen sehr starken Eindruck. Alle glaubten bereits an ihren Sieg. Doch in der letzten Runde überholte die Chinesin Chengyuan plötzlich Dahle-Flesjå und arbeitete sich an Fullana heran, die beim letzten, sehr steilen Anstieg der sieben Kilometer langen Runde schließlich völlig einbrach. Derweil kämpfte, mit zweieinhalb Minuten Rückstand, Sabine Spitz um Platz vier. Eine weitere Chinesin, Wang Jingijng, klebte an ihrem Hinterrad und versuchte ihr diesen Rang streitig zu machen.
Fullana bricht ein
Vorne ging es jetzt ums Ganze! Dahle-Flesjå mobilisierte alle Reserven, machte noch einmal mächtig Druck, zog an Fullana vorbei und schloss bis zu der Chinesin auf. Doch im Zielsprint musste die bis dato fast unschlagbare Norwegerin der erst 21-jährigen Chinesin Chengyuan den Vortritt lassen. Die Spanierin Fullana kam mit 15 Sekunden Rückstand als Drittplatzierte ins Ziel. Sabine Spitz wurde Vierte und konnte Jingijing, die Probleme mit den Abfahrten hatte mit über 30 Sekunden abhängen.
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Anna Enocsson kämpft sich von Platz 56 auf Platz 22
Anna Enocsson, die ebenfalls ihre Probleme mit dem Start hatte, begann nach der ersten Runde eine fulminante Aufholjagd. Im Laufe des Rennens gelang es ihr, von Platz 56 auf Rang 22 vorzufahren, was Teamchef Jörg Scheiderbauer nach ihrer schweren Verletzung als sehr solide Leistung einschätzt.
Nächster Weltcup in Offenburg vom 25.-27. Mai 2007
Die nächste Station des Nissan UCI Mountain Bike World Cup ist in fünf Wochen Offenburg/Rammersweier. Auf dem technischen sehr schweren Kurs werden die Chinesinnen voraussichtlich Probleme bekommen. Im Vergleich mit Houffalize ist die Strecke in Offenburg mit ihren vielen Drops eine ganze Nummer anspruchsvoller. Sabine Spitz geht in Offenburg mit der Startnummer vier ins Rennen und hat damit eine hervorragende Ausgangsposition! Sie sieht in Rammersweier bessere Möglichkeiten für sich als in Belgien, da ihr die Strecke mit ihren technischen Schwierigkeiten gut liegt. Anna Enocsson startet mit der Startnummer 22 aus der dritten Startreihe.