
Irina Kalentieva

Irina Kalentieva

Wolfram Kurschat
Kalentieva-Festspiele in Kanada
Team Topeak-ERGON am 02.07.2007 - 16:30 Uhr
Irina Kalentieva fährt die Saison ihres Lebens. Nun hat die Russin auch den zweiten Weltcup innerhalb einer Woche in Kanada gewonnen. Nach dem Sieg in Mt. Sainte-Anne am vergangenen Wochenende stand die Topeak-Ergon-Racerin in St. Felicien wieder ganz oben auf dem Treppchen. "Ich fühle mich so stark zurzeit und kann fast bei jedem Rennen mein ganzes Können ausspielen. Ich glaube, dass jetzt einfach
meine Zeit gekommen ist", erklärt die Vize-Weltmeisterin ihren sportlichen Höhenflug, die erstmals mit dem Leadertrikot unterwegs war. Immerhin feierte Kalentieva ihren dritten Weltcup-Erfolg der Saison und den insgesamt vierten ihrer Karriere.
Im Regen stark
Diesmal verlief es nicht ganz so spannend wie vor einer Woche, dafür zeigte Kalentieva eine absolut souveräne Darbietung. Mit einer Minute Vorsprung vor Lokalmatadorin Marie-Helene Premont rauschte die Bergspezialistin über Ziellinie. Erneut war die Fahrtechnik der Schlüssel zum Erfolg. Denn: In der dritten Runde nach dem einsetzenden Regen setzte sich Kalentieva ab und spulte ihr Pensum
runter. "Es war ähnlich wie in Offenburg. Als es anfing zu regnen, habe ich mehr Druck gemacht und meine Stärken ausgenutzt", so die sechsfache Landesmeisterin.
Weltcup-Führung ausgebaut
Bereits in Mt. Sainte-Anne demonstrierte Kalentieva ihr Selbstvertrauen. "Beim zweiten Weltcup in Kanada will ich die Führung nicht nur verteidigen, sondern auch noch versuchen auszubauen, um dann erstmals auch die Gesamtwertung zu gewinnen." Das waren ihre deutlichen Worte. Und genau so ist es auch gekommen. In der Weltcup-Gesamtwertung hat "Ira" jetzt 1014 Zähler auf dem Konto und die Führung auf 174 Punkte ausgebaut vor Premont. Damit hat die 29-Jährige allerbeste Chancen, bei der letzten Weltcup-Konkurrenz in Maribor (SLO) im September die Gesamtwertung für sich zu entscheiden.
Top Ten-Ergebnis für Kurschat
Die Ankündigung, in die Top-Ten zu fahren, machte Wolfram Kurschat in Kanada wahr. In St. Felicien spannte er sich und seine Fans allerdings lange auf die Folter. Erst gegen Ende des Rennens startete der 32-Jährige voll durch und machte einen Platz nach dem anderen gut. In der Endabrechnung landete der Neustädter auf dem sensationellen achten Rang. "Ich habe immer gesagt, wenn ich weiter vorne starte, dann kann ich auch weiter vorne mitfahren. Jetzt habe ich es auch bewiesen", sagte Kurschat nach dem Rennen, der sich in der Gesamtwertung als bester Deutscher auf
Position 16. vorgearbeitet hat. Dass Kurschat gerade gegen Ende eines Wettkampfes noch Reserven hat, zeigte er
schon öfters. "Dann kann ich mich noch mal so richtig pushen und Energie freisetzten", erläuterte der ehemalige Deutsche Meister, der diesmal quasi auf der Zielgeraden unter die ersten Zehn fuhr. "Mir ist es eigentlich egal, wann ich dahin fahre. Wichtig ist nur, dass ich dahin fahre", bemerkte Kurschat locker.
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