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Torsten Marx

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Torsten Marx

Interview mit Torsten Marx

bike2b-Redaktion am 24.04.2007 - 12:50 Uhr

Torsten Marx ist beim Weltcup-Auftakt in Houffalize (BEL) auf einen hervorragenden 15. Platz gefahren. Nach dem Rennen sprach bike2b mit dem selbstbewussten Alb-Gold-Profi über seine Leistung, den Weltcup und seine eigenen Ansprüche.

bike2b.com: Herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung in Belgien. Beim Weltcup-Auftakt in Houffalize bist du auf den 15. Rang gefahren. Dabei ging deine Taktik anscheinend perfekt auf. Wie verlief das Rennen für Dich?
Torsten Marx: Ich hatte aus den letzten zwei Wettkämpfen den Schluss gezogen, nicht zu schnell zu beginnen und nicht um jeden Preis Plätze gut zumachen. Das hatte mich sehr viel Kraft gekostet, die mir in der Endphase fehlte.

bike2b: Siehst du das Rennen als positiven Ausreißer oder ändern sich mit dem Resultat deine persönlichen Ansprüche?
Torsten: Die Ansprüche und Ziele an sich selber sind immer sehr hoch, man will immer vorn mitmischen. Ich denke, langsam zahlt sich das harte Training über die letzten Jahre aus. Es deutete sich bereits in der letzten Saison an, dass ich Fortschritte machte. Jetzt versuche ich daran anzuknüpfen. Ein positiver Ausreißer ist es sicher nicht, im Ausdauersport gibt es etwas Derartiges nicht. Entweder man hat die Form oder nicht. In Houffalize hat alles gestimmt, meine Verfassung, die Betreuung, das Material und Fahrfehler konnte ich auch vermeiden.

bike2b: Du bist zweitbester Deutscher, wobei die BDR-Fahrer insgesamt ein gutes Resultat ablieferten auch wenn keiner in den Top Ten landete. Was glaubst du, fehlt den Deutschen, um ganz vorne dabei zu sein?
Torsten: Das Niveau steigt jedes Jahr und die Zeitabstände werden immer geringer. Hätte ich nicht von weit hinten starten müssen, hätte ich gute Chancen gehabt, am Ende unter den besten Zehn zu landen. Für eine vordere Platzierung muss alles stimmen. Es gibt mittlerweile viele Deutsche, die vorn reinfahren können und das werden sie. Es war ja erst der erste Weltcup in diesem Jahr.

bike2b: Wie schätzt du die derzeitigen Kräfteverhältnisse in der Weltspitze ein? Vor dem Weltcup wurde Absalon als "Überfahrer" bezeichnet. Davon war in Belgien aber nichts zu sehen.
Torsten: An diesem Ergebnis ist doch schön zu sehen, dass auch ein Überfahrer zu schlagen ist. Trotzdem ist seine Leistung überragend. Er war ja immerhin "nur" noch Zweiter. Jeder hatte im Vorfeld einen anderen Formaufbau. Kann doch sein, dass Hermida leistungsmäßig zu Absalon aufgeschlossen hat. Aber vielleicht hatte Absalon nicht seinen besten Tag. Darüber können nur Absalon und Hermida Auskunft geben.

bike2b: Als nächstes steht der Weltcup in Deutschland in Offenburg an? Wie wichtig ist dieses Event für den deutschen Mountainbike-Sport aus deiner Sicht?
Torsten: Der MTB-Sport in Deutschland wird vor allem für die ausländischen Fahrer interessanter. Das zeigen die Bundesliga-Rennen. Tausende von Zuschauern säumen mittlerweile den Streckenrand. Logische Konsequenz in der Entwicklung ist dann ein Weltcup. Mit St. Wendel und Willingen hatten wir bereits Weltcup-Austragungsorte. Wenn der Sport noch bekannter werden soll, brauchen wir die Weltcups. Und organisatorisch macht uns Deutsche sowieso niemand was vor.

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bike2b: Es sind zwar noch ein paar Wochen bis zum zweiten Weltcup, aber was erhoffst du dir selbst für das Rennen vor heimischer Weltcup-Kulisse?
Torsten: Die Strecke in Offenburg liegt mir. Letztes Jahr im Bundesliga-Rennen war ich schon Siebter. Die Ausgangsposition ist erheblich besser, 15. Startplatz. Eine Prognose kann ich noch nicht abgeben, dazwischen liegen noch zu viele Wochen. Doch wesentlich verschlechtern möchte ich mich nicht, der Blick wird nach vorn gehen.

bike2b: Zurück ins Jetzt: Am nächsten Wochenende steht in Sundern-Hagen wieder die Bundesliga auf dem Programm. Mit welchen Zielen fährst du ins Sauerland?
Torsten: Auf alle Fälle möchte ich es besser machen als in Münsingen. Ich denke, mit der Verfassung vom letzten Wochenende muss es unter die besten Fünf reichen.

bike2b: Nun hat die Saison gerade erst richtig begonnen. Welche Ziele hast du dir in diesem Jahr gesteckt? Welche Rennen sind deine Highlights?
Torsten: Das große Ziel ist natürlich die Nominierung zur EM und WM. Darauf ist die Planung ausgerichtet. Dafür muss ich auch vielleicht eine Weltcup-Veranstaltung auslassen. Die großen Schwerpunkte sind Bundesliga, Weltcup und natürlich die DM.

bike2b: Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!
Torsten: Danke auch!


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