
Karl Platt

Short Race

Short Race

Karl Platt

Podium Herren
Platz zwei - "Mehr war nicht drin!"
Karl Platt am 17.04.2007 - 08:30 Uhr
Am vergangenen Wochenende ging es los mit der Bundesliga. In Münsingen ging es auf der neuen Strecke bei super Wetter richtig zur Sache.
Sieg beim Short Race am Samstag
Am Samstagabend stand zunächst das Short Race auf dem Programm. Bei diesem Spektakel mussten wir im Bikepark sieben Runden à 1,4 km bewältigen. Ich hielt mich erst ein wenig zurück. In der letzten Runde habe ich dann im kurzen Anstieg Gas gegeben und allen mein Hinterrad gezeigt. Da wusste ich schon, dass ich bombastisch drauf bin.
Am Anfang alle überzockt
Die Strecke in Münsingen ist durch den Umbau wirklich geil, aber auch einfach nur schnell. Beim Rennen wurde von Beginn an losgerast. Da haben mir noch die Körner gefehlt. Ich bin etwas verhaltener angetreten und habe dann am Hinterrad von Stefan
(Anm. d. Red.: Sahm) einen guten Rhythmus gefunden. Die anderen kamen auch nicht wirklich weit weg. Die haben fast alle überzockt und kamen nach und nach wieder - nur Ralph Näf nicht. Das Rennen war richtig spannend, denn wir fuhren zwischenzeitlich in einer zehn- bis zwölfköpfigen Gruppe.
Gegen keinen "Schlechten" verloren
Ich fühlte mich gut und habe dann mal versucht, die Gruppe zu sprengen, ließ mich aber wieder zurückfallen. In der vorletzten Runde bin ich dann angetreten und konnte den Rückstand auf Näf auf 20 Sekunden verkürzen. Ich wollte schon die Arme zum Jubeln hochreißen - es stand aber noch keiner im Ziel und dann habe ich es gehört: "Letzte Runde für Karl Platt!" Ich dachte nur: "Nein, das gibt es doch gar nicht!" Die haben vorher falsch gebimmelt, sodass ich in der 'echten' letzten Runde keine Flasche und kein Powergel mehr hatte. Ich habe wirklich alles gegeben und konnte durch meine Attacke den zweiten Platz einfahren. Ich habe ja gegen keinen "Schlechten" verloren. Mehr war einfach nicht drin. Das Ergebnis zeigt aber, dass ich im Vorfeld richtig gut gearbeitet habe.
Houffalize kann kommen
Am nächsten Wochenende steht der erste Weltcup auf dem Programm. Die Favoriten da sind Julien Absalon, Ralph Näf und José Hermida. Vor allem Absalon fährt, was man so hört, in einer anderen Welt. Für mich gibt es da nur Vollgas. Ein Traum wäre, einmal in die Top Ten zu fahren, das hab ich bei einem Weltcup noch nie geschafft. In meiner derzeitigen Form könnte es aber möglich sein. Platz 15 bis 20 wäre aber auch schön, dann wäre ich auch nicht enttäuscht.
Also drückt mir die Daumen!
Euer
Karl
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