Specials Eventspecials 2007 Bundesliga Heubach

Impressionen

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Karl Platt

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Kein Glück in Heubach

Karl Platt am 08.05.2007 - 09:16 Uhr

In Heubach stand vergangenen Sonntag der dritte Lauf der Mountainbike-Bundesliga in meinem Rennkalender. Als Führender der Gesamtwertung ging ich mit Startnummer eins ins Rennen, und das bei einem Rennen der "Hors Classe", bei dem fast alles vertreten war, was Rang und Namen hat.

"Auf den Zug musst du aufspringen!"
Ich reiste mit einem guten Gefühl auf die Schwäbische Alb. Und auch am Anfang des Rennens fühlte ich mich gut. Nach dem Start hielt ich mich in den ersten beiden Runden zunächst in Schlagdistanz zur Spitze auf. Ich fuhr in einer Gruppe zwischen den Rängen drei und zehn. In der dritten Runde fiel ich dann etwas zurück. Als Ralph Näf in der sechsten der acht Runden von hinten auf mich auffuhr, sagte ich mir: "Das ist der Zug, auf den du aufspringen musst!" Gesagt, getan. Ralph und ich fanden schnell einen guten Rhythmus. Besonders in den Abfahrten hatten wir richtig Spaß - vor allem der neue Downhill ist bombastisch!

Es hat nur knack gemacht
Ich habe gedacht, jetzt läuft es. Wir haben den ein oder anderen überholt und uns nach vorne gearbeitet. Es ging vorwärts! Dann ist im Downhill aber die Kette ins Laufrad gezogen worden, es hat einmal kurz geknackt und einen Schlag gegeben. Dabei hat es mir das Schaltwerk und das ganze Laufrad zerlegt. Ich bin dann in die "Technical Zone" gelaufen. Dort habe ich erst einmal den Helm ab- und mich hingesetzt.

Weiter auf Stefans Bike
Dann kam Stefan (Anm. d. Red.: Sahm), bei dem nichts mehr ging. Da hat es bei mir Klick gemacht. Ich dachte mir, es ist doch erlaubt, Material im Team auszutauschen. Also haben wir schnell die Sattelstütze umgebaut und den Transponder gewechselt. Ab ging es auf Stefans Rad weiter. Kaum war ich wieder unterwegs wurde mir zugerufen: "Auf geht es Karl, 45." Ich dachte nur: "Sch..., so weit hinten!" In den verbliebenen zwei Runden habe ich mich dann noch auf Rang 26 verbessert. Ich bin allerdings nicht mehr 100% gefahren, denn das Rad war halt nicht komplett auf mich abgestimmt. Dabei geht dann die Motivation natürlich verloren.

Verlust der Bundesliga-Führung
Dass ich die Gesamtführung verloren habe, ärgert mich schon. Schließlich bin ich Rennfahrer! Allerdings ist Wolfram Kurschat zu stark gefahren. Ich hätte ja schon Vierter werden müssen, um Platz eins zu verteidigen. Ein Top-Ten-Resultat wäre ein super Ergebnis gewesen - es war ja schließlich ein starkes Feld am Start. Nach meiner unfreiwilligen Pause wollte ich noch in die Top 20, um einige Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Am Ende sind es dann als 26. zwar nur fünf geworden, aber auch die können entscheidend sein. Je nachdem wie knapp die Bundesliga ausgeht, kann ich sagen, es war richtig, noch einmal aufs Rad gestiegen zu sein.

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Nächstes Rennen in Albstadt
Jetzt mache ich erst einmal eine kleine Pause. Bisher ist die Saison ja erfolgreich verlaufen und jedes Wochenende saß ich auf dem Bock. Diese Woche habe ich dann mehr Zeit für meine Familie und zur Regeneration. In Albstadt greife ich dann wieder an!

Bis dahin,

Euer

Karl


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