
Sabine Spitz

Sabine Spitz
Kein Guter Tag für Sabine Spitz
Ralf Schäuble/bike2b-Redaktion am 07.05.2007 - 08:01 Uhr
Eigentlich lief die Vorbereitung auf den ersten Saisonhöhepunkt - den Weltcup in Offenburg am 27. Mai - bisher optimal für Sabine Spitz (Murg-Niederhof) vom Team Ghost International. Vier Saisonsiege und gute Trainingskilometer sind die Eckpunkte einer bisher rundum gelungenen Saison, die mit dem Sprung auf Platz eins in der UCI Mountainbike-Weltrangliste seine Bestätigung fand. Einen leichten Rückschlag gab es für Olympiadritte nun am letzten Wochenende. Beim dritten Lauf zur MTB-Bundesliga in Heubach belegte die Deutsche Meisterin lediglich Rang neun.
Der Kampf gegen den Monsterberg
Von Beginn an fand Sabine Spitz nicht richtig ins Rennen, das international top besetzt war. Die Folge, schon nach der ersten Runde hatte Sabine Spitz als 14. einen großen Rückstand auf die Führende Gunn-Rita Dahle (NOR). "Es war schlimm, ich konnte mich gerade am Anfang einfach nicht belasten", erklärte Sabine Spitz später. Auch wenn sie im weiteren Verlauf etwas besser in Schwung kam und sich noch bis auf Rang neun vorgearbeitet hat, konnte Sabine Spitz ihre Enttäuschung nicht verhehlen. "Ich habe mich einfach nicht gut gefühlt, was besonders auf einer Strecke wie in Heubach mit diesem Monsterberg natürlich eine Katastrophe ist und sich dann besonders drastisch auswirkt", sagte die Deutsche Meisterin im Ziel. Grund für das unbefriedigende Abschneiden könnte die etwas chaotischen Tage vor dem Rennen sein.
Ungereimtheiten mit dem Straßenteam
Eigentlich wollte Sabine Spitz in Heubach gar nicht starten, wobei die Tatsache der eher ungeliebten 4,5 km Runde da erstmal keine Rolle gespielt hat. Geplant war zur optimalen Vorbereitung für den MTB-Weltcup in Offenburg bei der Gracia Straßenrundfahrt in Tschechien an den Start zu gehen. Aufgrund von Problemen mit dem Straßenteam für das Sabine Spitz eigentlich fährt wurde eine Teilnahme jedoch kurzfristig vereitelt. "Das war eine echte Hiobsbotschaft, die mich Anfang letzter Woche erreichte und mich schon ziemlich geärgert, irritiert und auch ein Stück weit frustriert hat. Eine Rundfahrt ist durch nichts zu ersetzen, sodass das Trainingskonzept erst einmal gründlich durcheinander gewirbelt wurde", berichtet Sabine Spitz. Kurzfristig blieb nichts anderes übrig, als das Training umzustellen und das schwere MTB-Rennen in Heubach als Kompensation zu bestreiten. "Ich wollte nach Trainingseinheiten Anfang der Woche gut erholt in das Rennen gehen, um eine echte Spitzenbelastung zu haben." Dass das nicht geklappt hat, kann sich die Deutsche Meisterin erst einmal nicht erklären, wobei sie sich schon die gesamte letzte Woche nicht optimal gefühlt hat. "Vielleicht war auch die Wochen davor mit Weltcup und Swisspower Cup in der gleichen Woche etwas zuviel", so die Mutmaßung für die unbefriedigende Performance.
Blick bleibt optimistisch nach vorne gerichtet
Im Blick nach vorne bleibt Sabine Spitz aber optimistisch. Den Heimweltcup hat sie nach wie vor fest im Visier: "Ich werde jetzt nicht nervös oder lasse mich verrückt machen. In Offenburg bin ich fit, dort will ich aufs Podium. Ich war auf einem guten Weg und das kann jetzt nicht einfach weg sein." Noch hat Sabine Spitz zwei Wochen Zeit bis dahin. Nachdem sie auch den geplanten Straßenweltcup am kommenden Sonntag in Bern wohl nicht bestreiten kann - derzeit gibt es noch einen Vermittlungsversuch, um die Ungereimtheiten mit dem Straßenteam zu bereinigen - wird Sabine Spitz vermutlich eine Rennpause einlegen. Am Sonntag vor dem Weltcup ist als letzter Test dann das MTB Bundesliga-Rennen in Albstadt am 20. Mai geplant. Vielleicht ein gutes Omen: Denn dort holte sich Sabine Spitz in den letzten beiden Jahren jeweils den Deutschen Meistertitel.
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