3. Sella Ronda Bike Day war Festtag für alle Radfahrer
Gröden am 07.07.2008 - 09:51 Uhr
Der Sella Ronda Bike Day ist heuer in die dritte Runde gegangen. Motorenlärm und Auspuffabgase waren am 6. Juli 2008 tabu: Gleich vier Dolomitenpässe wurden ausschließlich für Liebhaber des Drahtesels reserviert. Von Gröden, Alta Badia, Arabba und Fassa aus konnten unzählige Radfahrer auf der weltberühmten Panoramastrecke der Sellaronda pedalieren ohne dabei auf motorisierte Verkehrsteilnehmer achten zu müssen.
Startschuss um 9 Uhr
"Morgenstund' hat Gold im Mund" - unter diesem Motto und vollgetankt mit Motivation und guter Laune fanden sich so schon sehr früh zahlreiche Radfahrer in Gröden und in den anderen Tälern rund um den Sellastock ein. Bereits ab den frühen Morgenstunden konnte man beobachten, wie sich zahlreiche Radsportfans Richtung St. Christina aufmachten um startklar zu sein, wenn um 9.00 Uhr der Startschuss zum Volksradltag ertönte.
Teilnehmer und Fans werden herzlich begrüßt
"Vielen Dank für Eure Teilnahme und herzlichen Dank an alle Autoritäten, die diesen Event ermöglicht haben. Vor allem bedanke ich mich bei der Landesregierung mit Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, Dr. Thomas Widmann und Dr. Florian Mussner, sowie den Grödner Bürgermeistern." Mit diesen Worten begrüßte Josef Kelder, Vize - Präsident des Tourismusverbandes Gröden all jene, die sich um 9.00 Uhr an der Kreuzung Maciaconi zwischen St. Christina und Wolkenstein eingefunden hatten. Kelder wünschte noch allen Teilnehmern viel Spaß und lud diese ein, nach der sportlichen Betätigung das Kirchweihfest von St. Ulrich zu besuchen, wo den ganzen Tag lang für Speis und Trank sowie gute Laune gesorgt war.
Für ein kulturelles Highlight sorgte außerdem ein folkloristischer Trachtenumzug, bei dem die schmucken Grödner Trachten zur Schau gestellt wurden.
Auch der Bürgermeister von Wolkenstein Roland Demetz wollte es nicht missen, die vielen Radler aus ganz Europa und die zahlreichen Südtiroler Sportler zu begrüßen und ihnen einen angenehmen Tag ganz im Zeichen des Drahtesels zu wünschen. Sogleich ertönte dann auch der Startschuss und so ging es für die Radler statt mit Mineralöl mit reinem Muskelschmalz über Sella, Campolongo, Pordoi und Grödnerjoch.
12.500 Biker rasen über autofreie Passtraßen
Die schätzungsweise 12.500 Teilnehmer waren allesamt begeistert und versprachen bereits heute, auch im nächsten Jahr wiederum mit dabei zu sein, denn autofreie Passstraßen erlebt man eben nicht alle Tage. Das Schöne daran, so der O-Ton zahlreicher Teilnehmer, ist die Freiheit, den Rhythmus selbst zu bestimmen und nicht unter Wettkampfzwang zu stehen. Mal schneller, mal langsamer und zwischendurch eine entspannte Pause an de zahlreichen Aussichtspunkten, von denen aus man traumhafte Blicke auf das herrliche Dolomitenpanorama genießen kann. Genießen konnte man auch ausgezeichnete Speisen, denn alle Radler, die einen Tagesteller in einem der Restaurants entlang der gesperrten Strecke konsumierten, bekamen ein baumwollenes T-shirt des "Sellaronda Bike Day" bzw. eine personalisierte Enervit-Trinkflasche gleich mitgeschenkt. Die Initiative "Gratis T-Shirt und Trinkflasche nach dem Mittagessen" mauserte sich auch zugleich zu einem Publikumshit, und so war es dann auch, dass man unzählige Radfahrer im einheitlichen Look in die Pedale treten sehen konnte, die sich zwischendurch immer wieder mit kühlen Erfrischungsgetränken aus der neuen Trinkflasche stärkten. Unter die vielen Radfahrer mischten sich übrigens auch so manche bekannte Gesichter aus der lokalen Sportwelt, so z.B. die Skifahrerinnen des italienischen Nationalkaders Manuela Mölgg und Verena Stuffer und die Piloten des ISPA KTM Aran Lorenzo Zanetti und Tomoyoshi Koyama.
1.780 Höhenmeter auf 55 Kilometer-Strecke
Insgesamt konnten 55 Straßenkilometer mit einem Höhenunterschied von 1.780 m bewältigt werden. Von 8.30 bis 15.00 Uhr waren alle Passstraßen gesperrt; in Gröden sogar schon ab der Kreuzung Maciaconi (SS 242) zwischen St. Christina und Wolkenstein. Für all jene, die es nicht wieder geschafft haben, zum Ausgangspunkt zurückzukehren, wurde ein Shuttle- Bus organisiert, der übermüdete Radler gemütlich wieder nach Hause brachte.