Specials Themenspecials Doping im Leistungssport?

Tim Böhme

Karl Platt

Andi Seeli

Statements zum Offenen Brief

bike2b-Redaktion am 26.05.2008 - 12:18 Uhr

In St. Wendel haben einige Athleten einen Offenen Brief zum Anti-Doping-Kontrollsystem geschrieben. Hier sind noch ein paar Statements zum Thema.

Tim Böhme, MTB-Profi Team Alb-Gold:
"Die meisten von uns sind nicht konform mit der Meinung von Lado und Manuel Fumic. Wir brauchen ein System, auch wenn es noch lückenhaft ist, sonst sind wir wieder in den 1990er Jahren."

Karl Platt, MTB-Profi Team Bulls:
"Man hat mich auch gefragt, ob ich den Offenen Brief unterschreiben möchte. Allerdings will ich mich hier neutral verhalten. Ich habe meine Meinung, welche ich aber nicht öffentlich kundtun werde."

Anzeige

Florian Eschenbach, Teammanager Team Alb-Gold:
"Der Brief ging in der Szene rum. Und wir vom Team Alb-Gold sind der Meinung, dass wir so was unterstützen müssen. Es ging vor allem darum, zu verdeutlichen, dass Lado und Manuel Fumic nicht für alle sprechen. So kam es teilweise in den Medien aber herüber. Das Kontrollsystem kann man sicherlich an einigen Stellen verbessern. Der Mountainbike-Sport kann froh sein, nicht in die Schusslinie geraten zu sein, wie der Straßenradsport. Man muss in einem Krieg ja nicht auf mit einer roten Fahne auf ein Schlachtfeld rennen und schreien 'Hier bin ich!'. Ich glaube nicht, dass Lado und Mani dopen, aber Leute die lesen, dass sie sich gegen das Kontrollsystem stellen, ziehen diesen Schluss."

Andi Seeli, Teammanager Swisspower Team:
"Die Unterzeichnung des Offenen Briefes hat wenig mit den Personen Manuel und Lado zu tun, sondern soll die Glaubwürdigkeit des Mountainbike-Sports festigen. Wenn wir Biker uns gegen die Dopingkontrollen stellen, wird das von der Öffentlichkeit als Bekenntnis zum Dopingmissbrauch interpretiert. Ich denke nicht, dass Lado und Manuel dopen, aber durch ihr Verhalten wurde das von vielen so interpretiert, als hätten sie etwas zu verstecken, dadurch haben sie sich selbst am meisten Schaden zugefügt und dem MTB-Sport auch. Im Straßenradsport ist genau das passiert: Fahrer haben sich gegen Kontrollen gewehrt, haben sich darüber immer negativ geäußert und gleichzeitig sind viele erwischt worden und nun ist das Image des Straßenrennsports nicht mehr zu retten. Das darf im MTB-Sport auf keinen Fall passieren, wir unterstützen deshalb Kontrollen und die Bemühungen der Verbände jeden fehlbaren Athleten, egal mit welchen Mitteln, zu erwischen und deshalb hat das ganze Swisspower Team den Offenen Brief unterschrieben. Auch für uns sind die Kontrollen manchmal unangenehm, aber wir lassen uns gerne kontrollieren, denn mit jeder negativen Kontrolle steigt die Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit."

wird fortgesetzt...


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Bike2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeigen
Google Anzeigen