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Früchteteller

Erdbeeren
Lebensmittelauswahl
bike2b-Redaktion am 25.05.2007 - 14:38 Uhr
Wie eine richtige Ernährung funktioniert, ist nun geklärt. Aber eines haben wir noch vergessen. Was für Lebensmittel gehören in die Einkaufstasche? Ist es notwendig, stets teure Produkte vom Markt zu holen oder reicht es aus, den Einkaufswagen im Supermarkt um die Ecke zu füllen und mit den dort vorhandenen Nahrungsmitteln ein ebenso gutes Menü hinzubekommen? Auch hier kann uns unsere Sporternährungsexpertin Andrea Stensitzky-Thielemans mit einigen Tipps zur Seite stehen.
Frische Produkte liefern beste Inhaltsstoffe
Worauf sollte man bei der Lebensmittelauswahl, also beim Einkaufen achten? Hier setzt Andrea Stensitzky-Thielemans klar auf Qualität. Bioprodukte stehen hier an erster Stelle: „Je frischer ein Produkt ist, desto besser und je weniger die Lebensmittel verarbeitet sind, desto mehr Inhaltsstoffe liefern sie dem Menschen.“ Frische Produkte sollten unbedingt den Vorzug finden. „Beim Gemüse wissen wir allerdings, dass Tiefkühlprodukte oft vitaminreicher sind als ‚frische’ Produkte, die bereits eine weite Reise oder lange Lagerung hinter sich haben. Sie erleichtern die Zubereitung schon extrem. Konserven sind weniger geeignet, allerdings sind die Tomaten im Tetrapack für eine schnelle Tomatensauce auch akzeptabel“, ergänzt die Fachfrau.
Fisch und Fleisch – nur mager sollte es sein
Was das Fleisch angeht, so ist Frische auch ein großes Kriterium. An der Fleischtheke im Supermarkt kann man sich die Produkte nicht nur ansehen, auch der Fachverkäufer gibt gerne Auskunft. Abgepacktes Fleisch ist nicht generell schlecht, aber - denkt man an den Gammelfleischskandal - es besteht Unsicherheit darüber, wie lange es schon im Kühlregal liegt. Neben dem Aspekt der Frische, zählt auch der Fettgehalt des Fleisches. Zu fettiges Fleisch und Wurstsorten wie Leberwurst, Bratwurst oder Salami gehören nicht in den Einkaufswagen. Magere Fleischsorten sind zu bevorzugen. Dazu gehören Geflügel oder mageres Kalb-, Rind- und Schweinefleisch. Ist ein guter Fischhändler in der Nähe, empfiehlt es sich frischen Fisch zu kaufen. Seelachs, Scholle und Forelle zählen zu den mageren Fischsorten, während Lachs, Makrele und Hering die etwas fettigeren Varianten sind, die jedoch Omega-3-Fettsäuren beinhalten. Omega-3-Fettsäuren zählen zu den ungesättigten und essenziellen Fettsäuren und sind für den Menschen lebensnotwendig. Der Mensch kann sie nicht selbst produzieren, weshalb sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Nun hat nicht jeder die Gelegenheit, frischen Fisch zu kaufen, deshalb ist auch Fisch aus der Tiefkühltruhe akzeptabel. Übermäßiger Genuss von Schalen- und Krustentieren treibt den Cholesterinspiegel in die Höhe.
Obst und Gemüse - Nicht nur eine Frage der Saison
Unter anderem ist der Kauf von frischem Obst und Gemüse abhängig von der Jahreszeit. Natürlich gibt es im Winter eine geringere Auswahl an frischen Nahrungsmitteln als in den Erntezeiten der Frühlings- und Sommermonate. Zwar ist die Obst- und Gemüsetheke auch im Winter nicht leer, da viele Produkte aus südlichen Ländern eingeflogen werden, trotzdem kann es passieren, dass sie beim Eintreffen im Laden schon überreif oder von der Reise angeschlagen sind. Reife ist das nächste Stichwort. Hier kann man sich zuerst auf die eigenen Sinne verlassen. Hat Obst oder Gemüse eine gesunde Farbe und duftet es gut, ist es zum Verzehr geeignet. Auch gilt es, auf die Festigkeit der Früchte zu achten. Sie sollten keine bräunlichen Flecken aufweisen, die auf Fäulnis hindeuten. Sind die Früchte fest, kann das bedeuten, dass man sie zuhause noch einige Tage lagern kann, bis sie ihre volle Reife erreichen. In diese Kategorie gehören Äpfel, Birnen, Bananen, Pflaumen und Tomaten. Anders verhält es sich bei Erdbeeren, Himbeeren, Auberginen, Paprika, Trauben und Zitrusfrüchten. Sie sollte man besser kaufen, wenn sie ihre volle Reife erreicht haben, um sie umgehend zu verzehren. Diese Sorten reifen nämlich nicht mehr nach. Oft hört man von gespritztem Obst und Gemüse, dass mit Pestiziden verseucht ist. Sicher geht hier, wer die Früchte schält.
Deutschland ist für Brotvielfalt bekannt
Auch Getreideprodukte spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle. Morgens zum Frühstück oder beim Essen als Beilage isst jeder gerne Brot und Brötchen. Für die große Auswahl an unterschiedlichen Brotsorten ist Deutschland bekannt. Gerade deshalb ist es sinnvoll, sie auch zu nutzen und nicht nur zum Weißbrot oder den normalen Brötchen zu greifen. Wie der Name schon sagt, steckt das Wörtchen „weiß“ im Weißbrot. In Teil zwei des Specials haben wir bereits gelernt, dass weißes Mehl keine Nährstoffe mehr besitzt. Die richtige Wahl sind hier Vollkornbrot und Vollkornbrötchen. Mindestens die Hälfte der Getreideprodukte, die am Tag gegessen werden, sollte idealerweise aus dem vollen Korn bestehen.
Mythen das Alltags: Hat der Volksmund immer recht?
Wer kennt sie nicht, die berühmt berüchtigten Weisheiten, die unsere Ernährung betreffen. Aber sind es nur schlaue Sprüche oder steckt wirklich ein Fünkchen Wahrheit dahinter? Uns quält sofort ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal über die Strenge schlagen und mehr essen, als der Hunger einfordert. Aber vielleicht muss das gar nicht sein. Möglicherweise profitieren Körper und Seele davon, sich nicht immer an Regeln zu halten.
Drei oder fünf Mahlzeiten pro Tag?
Oft streiten Experten darüber, welche Methode nun die bessere ist. Dabei spielt es im Wesentlichen keine entscheidende Rolle, ob drei große oder fünf kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Bei kleineren Mahlzeiten ist das Hungergefühl zwischendurch nicht so groß und man läuft nicht Gefahr, zu viel auf einmal zu essen. Wenn man drei Mahlzeiten zu festen Zeiten gewohnt ist, hat das auch positive Seiten, weil regelmäßiges Essen der Gesundheit entgegen kommt. Was die Regelmäßigkeit und die Häufigkeit des Essens angeht, gibt es zu viele Faktoren, die vom Alltag und Umfeld des Menschen bestimmt werden und eine feste Größe des Tagesablaufs sind. Daher kann die Frage nicht pauschal beantwortet werden.
Spätes Essen ist ungesund!
Abends nach 18.00 Uhr nichts mehr essen: Warum nicht? Insofern man die kalorische Gesamtzufuhr eines Tages nicht überschreitet, ist nichts dagegen zu sagen. Aufgrund unterschiedlicher Lebensform oder Trainingszeiten, geht es doch oft nicht anders, als dass am Abend noch gegessen wird. Was hat es mit rohem Gemüse oder Salaten auf sich? Das hängt von der individuellen Verträglichkeit ab. Wer nach diesen Speisen am Abend keine Unverträglichkeiten verspürt und keine Schlafstörungen bekommt, kann essen, was er verträgt.
Kleine „Sünden“ im Ernährungsplan oder Süßigkeiten
„Sofern keine Gewichtsprobleme bestehen, warum nicht? Für manchen Sportler ist die Schokolade der liebste und beste Snack zwischen mehreren Wettkämpfen“, schließt Andrea Stensitzky-Thielemans eine „Sünde“ nicht aus. Und selbst, wenn jemand ein recht strenges Ernährungskonzept verfolgt, ist die Schokolade nicht zwingend zu eliminieren. Manchem tut sie extrem gut. Wie immer gilt auch hier: Die Menge machts. Man sollte auch nicht von „Sünde“ sprechen, sondern, wenn Schokolade, dann bitte mit Genuss. Oft reicht dann schon eine kleine Menge.
Damit schließen wir den sechsten Teil. Mit den richtigen Tipps sollte es nun möglich sein, die richtigen und gesunden Lebensmittel einzukaufen. Im nächsten Teil des Sporternährungs-Specials gehen wir darauf ein, dass man gewisse Mängel auch durch sogenannte Nahrungsergänzung behoben werden können. Hierbei wird geklärt, welche Produkte helfen und was sie bewirken.
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