
Groupie

Peters Knie

Zieleinlauf
Singletrails + Schlamm = Crashs
Till Gottbrath am 12.06.2007 - 19:20 Uhr
Heute ist Halbzeit. Die ersten vier Tage liegen hinter uns – und so langsam verspürt das Feld kollektiv, dass ein Rennen über eine Woche eben doch etwas anderes ist, als ein Rennen über einen Tag. Man leckt sich kollektiv die Wunden. Bei den einen befinden sich diese am Gesäß (bei mir gibt es dank Holgers Wundercreme für Beinamputierte zum Glück keine Probleme), beim nächsten ist es das Knie, beim Dritten sind es allgemeine Erschöpfung und dicke Beine. Und dann gibt es noch jene mit den frischen Wunden... Und davon gibt es heute reichlich.
Einige Fahrer hat es "sauber aufgestellt"
Heute erwarteten uns mehrere sehr schlammige, steinige und steile Abfahrten. Auf den langsamen, sehr steilen Schlammstücken gab es recht viele Ausrutscher, die größtenteils ohne Folgen blieben, weil man da nicht so schnell fährt. Aber es gab auch einige Abfahrten, die zwar relativ gerade und eben waren, aber mit nur einer schmalen Fahrspur! Ersteres verführt zu hohem Tempo, letzteres zu Stürzen. Von den Teams, die zu "Craft & Friends" gehören, hat es Peter Brodschelm vom Team "Craft Fahrtwind" am übelsten erwischt: Knie und vor allem Ellenbogen sehen gar nicht schön aus (siehe Foto)… ihn hat es, wie man auf gut Bayrisch sagt, "sauber aufgestellt". Auch Peggy Klose von Zwillingscraft hat es erwischt, Holger machte auf dem Kreuzberg, dem höchsten Punkt heute mit 923 Metern, einen Purzelbaum über den Lenker und hat jetzt eine malade Schulter. Und ich weiß nicht, ob das schon alle Crashs waren... Ich bin jedenfalls immer mit Sicherheitsreserve gefahren.
Federung bügelt viele Schläge weg
Außerdem muss ich auch mal eine Lanze für mein
Scott Genius brechen (für alle, die es nicht wissen: Das ist ein ziemlich gutes, nicht ganz billiges Mountainbike mit Federung vorne und hinten). Auf den vielen Wegen und Trails mit den vielen Schlägen bügelt die Federung alles weg. Ich sitze entspannt und habe jederzeit Vortrieb. Auf den Abfahrten fährt es sich einfach wesentlich sicherer, man hat mehr Kontrolle. Auch die Bremskräfte werden auch besser übertragen.
Holger kriegt keinen Druck auf die Pedale
Holger und ich hatten heute einen weniger guten Tag (ich weiß zwar unsere Platzierung nicht, aber ich glaube, sie ist schlecht). Holgers Beine sind zu. "Ich kriege einfach keinen Druck auf die Pedale", sagt er, "ich habe einfach nicht mehr Kraft. Und zum Antreten langt es schon gar nicht." Das ist zwar nicht schön, aber es ist halt so. Außerdem lässt er sich zum Glück nicht von mir unter Druck setzen und fährt gemütlich seinen Stiefel. Hier ist sie wieder: Die mentale Stärke langsam zu fahren!
Beinahe als Sechserpack ins Ziel gerollt
Was Nettes am Ende: Wir sind heute schon wieder zusammen mit dem Jungs von
Craft Modi-Sport reingekommen. Und wieder war das mit Uwe und Rolf nicht abgesprochen. Um ein Haar wären wir sogar zusammen mit Kerstin und Claudia von "Lady’s CRAFTakt" im Sechserpack über das Ziel in Bischofsheim gesaust... äääh, gerollt.
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