Specials Eventspecials 2007 Transalp Challenge

Klose-Zwillinge

Klose-Zwillinge

Klose-Zwillinge

Sandra Klose

Peggy Klose

Im alpinen Gelände sind sie die Schnellsten

Team Zwillingscraft am 25.07.2007 - 14:12 Uhr

Auf dem Weg von Mittenwald nach Riva del Garda präsentierte sich die Transalp Challenge wieder mal als echte Herausforderung für alle der gestarteten Zweierteams.

Titelverteidigung durch andere in Frage gestellt
Wir waren zwar als Vorjahressiegerinnen, aber nicht als absolute Favoritinnen für den Sieg in das Rennen gegangen. Wir, das Team Zwillingscraft, hatten uns mit dem achttägigen Etappenrennen Trans Germany, optimal auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. In diesem Jahr durfte erstmals nicht mehr der schwächere Partner geschleppt werden. Im Vorfeld gab es viele, die deshalb eine Titelverteidigung in Frage stellten. Uns hat das aber scheinbar noch mehr motiviert, zu zeigen wie schnell die Bikes mit dem Namen "Gemsen" in den Bergen wirklich sind. Die Konkurrenz war noch stärker als erwartet. Besonders das kanadische Team Reaven mit den Siegerinnen der Trans Rockies und das deutsch-französiche Team Fiat Rotwild mit Kerstin Brachtendorf und Danielle Troesch hielten das Tempo während der gesamten acht Tage hoch.

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Erste Kerbe kommt am zweiten Tag
Das Glück, komplett ohne Defekte durch die Transalp Challenge zu kommen, war wohl langsam auch aufgebraucht. Auf der ersten Etappe kostete ein gebrochener Umwerfer Zeit, durch eine rasante Aufholjagd wurde das Führungstrikot am ersten Tag um nur sechs Sekunden verfehlt. Nach eher schlechtem Start in Alpbach schlugen wir am zweiten Tag die erste Kerbe ins Holz. In einer sehr technischen Passage nach Hochfügen und dem Loissattel konnten wir die Führung übernehmen. Auf der extrem langen und schwersten Etappe von Reith im Alpbachtal nach Mayrhofen (3.431 hm) hatten wir beim Blick von der Weidener Hütte zum weit entfernten Geiseljoch wieder einmal die besten Nerven. Im Ziel zeigte die Stoppuhr ganze neun Minuten Vorsprung an. Wir tauschten die hellblauen Trikots gegen rosa Führungstrikots ein. Doch das Rennen sollte weiterhin spannend bleiben!

Man muss die Konkurrenz beeindrucken und hoffen
Nach dem Start zur dritten Etappe mussten wir am Fuße des Schlegeisspeichers erst mal Peggys Kette flicken, bevor wir mit extremem Tempo zum Pfitscher-Joch jagten. Der Kettenriss war dann schließlich gar nicht entscheidend für das Tagesergebnis, höchstens für schwere Beine am ersten Anstieg der folgenden Etappe. Das kanadische Team und Team Fuji machten gewaltig Tempo. Aufgrund unseres noch nicht wirklich bequemen Vorsprunges tobte hinter uns ein harter Kampf um jeden Meter. Am ersten endlos langen Anstieg der vierten Etappe duellierten sich die Spitzenteams als wenn der erste Gipfel der letzte des Tages war. Wir waren darauf eingestellt. Manchmal muss man die Konkurrenz nur beeindrucken, und darauf hoffen, dass man sich selbst schneller erholt als die anderen. Im Etappenziel war der Vorsprung auf die Konkurrenz ausgebaut. Nur das kanadische Team, welches an den ersten zwei Tagen Zeit verloren hatte, war vor uns im Ziel. Auf der finalen Abfahrt vom Kronplatz auf den Marktplatz von St. Vigil konnten wir den Vorsprung im Gesamtklassement nochmals ausbauen.

23 Minuten Vorsprung waren Peggy zu wenig
Die Konkurrenz war platt. Eigentlich wollten wir während der fünften Etappe das Feld kontrollieren, um uns auszuruhen. Doch 23 Minuten Vorsprung waren Peggy wohl zu wenig, um nur zu schauen, was die anderen tun. Auf dem Zielstrich in Arraba feierte das ganze Team den zweiten Etappensieg. Die Strategie für die folgenden drei Tage war nun klar: konzentriert fahren, die Abstände kontrollieren, und sich für einen Etappensieg in Riva schonen.

Erkältung bei Sandra verhindert Sieg in Riva del Garda
Die letzten Etappen waren dennoch besonders hart. Vor allem für Sandra, die sich trotz der extremen Hitze ein Erkältung eingefangen hatte. Peggy war weiterhin unglaublich schnell. Während der letzten Etappe nach Riva del Garda musste sie den "Rennbär", der sehr geschwächt war unterstützen. Aus dem Etappensieg in Riva wurde nur ein zweiter Platz. Im Ziel warteten unglaublich viele Fans auf die neuen und die alten Transalp-Sieger. Den zweiten Platz belegte, sehr verdient, das Team Fiat Rotwild (Kerstin Brachtendorf/Danielle Troesch), gefolgt vom kanadischen Team Reaven, die die Viertplatzierten um nur 1,5 Sekunden vom Stockerlplatz verdrängten. Damit sind wir mit guter Form, optimaler Strategie und viel Rennerfahrung zum zweiten Mal in Folge das schnellste Team im hochalpinen Gelände geworden.


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