
Impressionen
Polster ist größer geworden
Karl Platt am 18.07.2007 - 16:02 Uhr
Heute war es eine kurze Etappe für uns. Aber wer gedacht hätte, dass es einfacher werden würde, nur weil es 50 Kilometer und nicht 70 Kilometer waren, der sieht sich getäuscht.
Nervös fahren im Feld
Gerade bei einer so kurzen Etappe, wenn man schon nach etwas mehr als 2,5 Stunden im Ziel ist, denken einige, dass man früh und viel attackieren muss. Daher wird am Anfang einer solchen Etappe immer nervöser gefahren und einige Teams versuchen, wegzukommen und wollen halt auch mal gewinnen. Daher war auch diese Etappe heute wieder schnell. Aber trotz der kompakten Etappe waren es ja immer noch über 2.000 Höhenmeter, die wir überwinden mussten. Das zehrt ja auch und die Alpen sind nicht für jedermann!
Sturz von Strobel nicht gesehen
Mein Partner Stefan und ich sind heute eigentlich die ganze Zeit vorne mitgefahren und hatten keine Probleme. Bei der Mitte des Rennens ist dann auch noch Andreas Strobel schwer gestürzt. Ich bin vorne gefahren, dahinter Strobel, dann Stefan. Strobel wollte in einer Abfahrt meine Linie halten, doch das ist ihm nicht ganz gelungen und es hat ihm in einer Spurrille das Vorderrad weggezogen. Er ist mit ca. 40-45 km/h kopfüber in den Schotter gestürzt. Wir haben dann auf ihn gewartet und haben geschaut, was los ist. Den letzten Anstieg sind Stefan und ich dann mit unserem normalen Rhythmus hochgefahren und da ist Strobel nicht mehr mitgekommen. Die Schmerzen waren wohl zu groß.
Neun Minuten Vorsprung
Am Schluss hatten wir dann drei Minuten Vorsprung und das Polster von fast neun Minuten jetzt gibt uns noch mehr Sicherheit. Nun müssen wir in den letzten drei Etappen auf der Hut sein, dass wir immer vorne dabei sind und das keiner davonzieht. Aber wir sind beide körperlich fit und sehen dem ganzen positiv entgegen. Eine Taktik haben wir eigentlich vor den Rennen nicht. Wir entscheiden da immer aus dem Bauch heraus, wie es uns gerade geht, was die anderen machen. Damit sind wir bislang gut gefahren.
Same Procedure as every day
Nun waren wir gerade zum fünften Mal hintereinander auf dem Podium, denn wir waren ja bislang nach jeder Etappe unter den ersten drei. Manchmal denke ich, dass die Zuschauer auch mal jemand anderes sehen wollen da oben, aber dafür müssten die anderen Teams halt schneller fahren und dies tun sie nicht. Also stehen Stefan und ich jeden Tag da oben. Aber das ist natürlich auf der anderen Seite auch schön. Das muss ich wohl sagen!
Vielleicht stehe ich ja morgen zum sechsten Mal 2007 auf dem Podium bei der Transalp.
Ich werde euch morgen natürlich davon berichten.
Euer
Karl
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