Specials Eventspecials 2007 Transalp Challenge

Karl Platt

Sieg trotz Sturz

Karl Platt am 14.07.2007 - 17:06 Uhr

Heute war es also endlich soweit: Die Transalp 2007 hat für uns begonnen und für mich war es das erste Rennen nach zwei Wochen Pause. Die Etappe war insgesamt sehr schön, aber es war auch ganz schön heiß. Ich habe im Ziel gesehen, dass einer der Teilnehmer sogar umgekippt ist.

Grandiose Stimmung in Mittenwald
Doch erstmal zum Start: In Mittenwald zu starten ist immer ein Genuss für uns Rennfahrer. Man kommt sich vor wie bei der Tour de France, denn die Stimmung ist wirklich grandios dort. Wir sind beim Start durch ein Spalier gefahren und wurden von den vielen Zuschauern regelrecht gefeiert. Da bekommt man richtig Appetit auf das Rennfahren.

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Strobel gibt richtig Gas
Ich hatte heute bei den heißen Temperaturen eigentlich damit gerechnet, dass es eine ruhige Etappe wird, aber da hatte ich die Rechnung ohne Andreas Strobel gemacht. Von Andi, der aus der Region kommt, waren viele Fans an der Strecke und er fühlte sich wohl in der Pflicht, denen etwas Besonderes zu bieten. Er ist mit seinem Partner gleich losgerast und hat das Feld schnell auseinandergebracht. Wir waren dann nur noch zwei Teams vorne und an einem Anstieg mussten wir etwas abreißen lassen und waren rund 50 Meter dahinter.

Mit zwei Minuten Vorsprung ins Ziel
Mein Partner Stefan hatte ein bisschen Probleme mit dem Magen, doch wir ließen uns nicht hängen und holten die beiden Führenden bei der Abfahrt wieder ein. Dann hatten sie auch noch einen Platten und wir sind ganz normal weitergefahren. Am letzten Berg fuhren wir unseren normalen Rhythmus und hatten am Ende zwei Minuten Vorsprung.

Stefan übersteht Sturz
Doch eine Schrecksekunde hatten wir auch zu überstehen: Bei der letzten Abfahrt gab es einen Schotter-Weg und Stefan hatte wohl noch zu viel Speed von der Asphalt-Strecke. Ich habe zu einer Spitzkehre gebremst und er war wohl zu spät dran und ist ziemlich schwer gestürzt. Er hat offene Wunden am Arm und Knie davongetragen und ist nach der Etappe direkt ins Krankenhaus gefahren, wo es genäht wurde. Zum Glück ist aber nichts Schlimmes passiert und wir können weiterfahren! Wir Rennfahrer sind halt hart im nehmen!

Morgen wartet schon die nächste schwere Etappe auf uns und ich bin mal gespannt, wie Andi Strobel die heutige Etappe verkraftet hat. Das ist schwer einzuschätzen.

Ich werde morgen davon berichten.

Euer

Karl


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