
Jochen Käß

Tim Böhme

Torsten Marx
Keine Medaille bei der DM, aber ein gutes Mannschaftsergebnis
Team Alb-Gold am 24.07.2007 - 11:17 Uhr
Für das Team Alb-Gold war es eine Deutsche Meisterschaft ohne Medaille. Jochen Käß verpasste als Vierter nur knapp das Podest, Tim Böhme fuhr ein starkes Comeback und wurde Sechster. Torsten Marx sicherte sich in der letzten Runde den neunten Rang. Trotz des verpassten Edelmetalls zeigten die Schwaben eine gute Mannschaftsleistung.
Käß wollte wenigstens alles versuchen
Jochen Käß war gehandicapt ins Rennen gestartet, denn eine Erkältung hatte ihn in der Vorbereitung gebremst. Dennoch nahm sich der Mann aus Weil im Schönbuch viel vor: "Ich werde versuchen vorne mitzufahren. Wenn es klappt lande ich auf dem Podest, wenn nicht geh' ich halt ein und habe wenigstens alles versucht." Gesagt, getan. Käß startete gut und zeigte sich vom Start weg auf der Höhe mit allen Favoriten. Erst als Wolfram Kurschat, der spätere Sieger, antrat und nur noch Manuel Fumic folgen konnte, fiel Käß etwas zurück und lag mit wenig Abstand auf Rang drei.
Holzmedaille für Käß
In der sechsten von acht zu fahrenden Runden trat der ehemalige Deutsche Crossmeister Johannes Sickmüller, der seit seiner Verwicklung in die Dopingaffäre um das Hamburger Stevens Team in Mountainbike-Kreisen als umstritten gilt und sich speziell auf diese DM vorbereitet hatte, aus der Verfolgergruppe an. Schnell schloss er zu Käß auf und setzte sich ab. Für Käß blieb nur die Holzmedaille. "Schade. Ich hatte alles versucht und leider nichts gewonnen. Die beiden Ersten waren heute zu stark, aber der dritte Platz hätte drin sein können", zeigte sich Käß etwas enttäuscht nach dem Rennen.
Platz sechs bei XC-Comeback
Hinter den Medaillenrängen fuhr Tim Böhme bei seinem ersten XC-Rennen nach seiner Verletzungspause ein sehr starkes Rennen. Nur wenig fehlte am Ende für die Top Five, mit Platz sechs konnte der Singener zufrieden sein. "Ich hab Lado vor mir gesehen, aber er hat mich auch kommen sehen und hat sich wieder etwas Luft verschafft. Trotzdem bin ich zufrieden", meinte Böhme zu seiner Leistung.
Marx braucht dringend eine Pause
Torsten Marx war bereits mit gedämpften Erwartungen ins Rennen gegangen. "Die EM hat mir gezeigt, dass ich dringend eine Pause brauche", so Marx noch vor dem Start. Im Rennen kämpfte der Hechinger auf Rang zehn. Mit einer starken Schlussrunde fing Marx noch den Titelverteidiger Milatz ab und sicherte sich Rang neun.
Formaufbau für den Herbst steht an
Für den Deutsche Marathonmeister Hannes Genze war das Rennen bereits nach der dritten Runde beendet: "Ich wurde nur noch überholt und konnte nirgends mitfahren. Ich glaube, ich brauch' jetzt erst mal ein paar Tag frei und dann beginnt der Formaufbau für den Herbst."
Die ersten Zehn zur Dopingkontrolle
Den Kampf gegen Doping scheint der Bund Deutscher Randfahrer ernst zu nehmen. Die obligatorischen Dopingkontrollen nach dem Rennen verliefen etwas anders als sonst. Nicht wie üblich der Sieger plus zwei geloste mussten zur Kontrolle erscheinen, sondern gleich die ersten Zehn! Eine Initiative die bei den Fahrern vollste Unterstützung fand, auch wenn dadurch einige erst ziemlich spät die Heimreise antreten konnten.
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