Specials Eventspecials 2007 WM Fort William

Sabine Spitz

Irina Kalentieva

Marie-Helene Premont

Nina Göhl

Jose Hermida

Julien Absalon

Fredrik Kessiakoff

Wolfram Kurschat

Impressionen

Mountainbike-WM: Spannung bei der Elite - Spitz will Gold

bike2b-Redaktion am 07.09.2007 - 11:14 Uhr

Am Samstag kommt es bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Fort William zum Showdown der Elite-Biker. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren kann man ein spannendes Rennen erwarten - denn Favoriten gibt es viele.

Spitz will den Titel
Die Damen haben wie immer den Vortritt. Sie gehen um 11 Uhr auf die circa 8 km lange Strecke am Ben Nevis. Hier können auch die Deutschen auf eine Medaille hoffen, denn mit Sabine Spitz hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) eine Mitfavoritin in seinen Reihen. Die amtierende Europameisterin macht keinen Hehl daraus, dass sie nach 2003 zum zweiten Mal ganz oben auf das Treppchen will: "Ich bin guter Dinge, wenn die Bedingungen für mich stimmen und mir das notwenige Quäntchen Glück nicht versagt bleibt, ist alles möglich. Ich werde auf jeden Fall alles geben, um mir mein zweiten Regenbogen-Traum zu erfüllen." Die 35-Jährige weiß aber um die starke Konkurrenz: "Es gibt ein gutes Dutzend Sportlerinnen die realistische Chancen haben auf dem Podium zu stehen."

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Kalentieva größte Konkurrentin?
Zu diesem Dutzend gehört in jedem Fall Irina Kalentieva. Die Russin musste sich zwar bei der EM in der Türkei geschlagen geben, hat aber diesen Sommer im Weltcup schon bewiesen, dass sie in Abwesenheit der Titelverteidigerin Gunn-Rita Dahle-Flesja ganz nach vorne fahren kann. So gewann die 29-Jährige in Offenburg, St. Felicien und Mont-Sainte-Anne (beide CAN) ihre ersten Weltcup-Rennen. "Ich möchte gerne eine Medaille holen, egal welche. Hauptsache ich komme unter die Top Drei", verrät Kalentieva auf ihrer Homepage. Zu den weiteren Favoritinnen zählen Marie-Helene Premont (CAN), Marga Fullana (ESP) und die Polin Maja Wloszczowska.

Göhl nicht in der Verfassung wie 2006
Im vergangenen Jahr sorgte nicht Spitz für Schlagzeilen in Fort William, sondern Nina Göhl. Die BDR-Pilotin gewann auf ihrer Lieblingsstrecke ihren ersten und bisher einzigen Weltcup. Derzeit ist sie aber nicht in der Verfassung, um vorne mitmischen zu können. Ivonne Kraft könnte durchaus ein Top-Ten-Ergebnis erreichen, Katrin Schwing hofft auf eine Position unter den besten 20.

Hermida, Absalon, Kessiakoff oder ein anderer?
Anders als im vergangenen Jahr, als Julien Absalon als haushoher Favorit in das WM-Rennen ging, gibt es dieses Jahr wie bei den Damen etliche Biker, die ab 15 Uhr das Zeug zum Sieg haben. In den bisherigen Saisonrennen musste sich der französische Ausnahmebiker Absalon häufiger geschlagen geben als ihm lieb war. Sein vermeintlich größter Konkurrent ist José Hermida. Der Spanier durfte im vergangenen Jahr nicht in Neuseeland starten, nachdem er in den Dopingskandal um den Arzt Fuentes verwickelt gewesen sein sollte. Daher dürfte der mehrfache Europameister in Schottland darauf brennen, endlich Weltmeister zu werden. Aber auch Fredrik Kessiakoff (SWE), der bei der EM in der Türkei hinter den beiden Bronze gewann, hat beim Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth gezeigt, dass er gegen Hermida und Absalon gewinnen kann. Neben diesen Drei darf man aber auch das starke Schweizer Team nicht vergessen: Florian Vogel, Christoph Sauser, Ralph Näf, Thomas Frischknecht, Lukas Flückiger, Martin Gujan und Jürg Graf können taktisch sicherlich einiges bewegen.

Fumic will in die Top Sechs
Anders als bei den Damen haben die deutschen Herren keine realistischen Medaillenchancen. In der Staffel zeigte Wolfram Kurschat bereits, dass er vorne mitfahren kann. Die Form stimmt. Vor der WM zählte aber vor allem Manuel Fumic zur absoluten Weltspitze. Daher ist sein Ziel auch nicht weit hergeholt, wenn er sagt: "Mein Ziel ist Top Sechs." Jochen Käß zeigte vor Wochenfrist in Muttenz beim Finale des Swisspower Cups, wo er Siebter wurde, dass auch bei ihm die Leistung zum Saisonhöhepunkt stimmt. Die weiteren Starter sind Moritz Milatz, Lado Fumic, Stefan Sahm und Karl Platt. "Da meine Beine derzeit wirklich gut sind, hoffe ich, ein Ergebnis wie zu Saisonbeginn beim Weltcup in Houffalize (BEL) erreichen zu können. Da bin ich 13. geworden. Also die Top 15 wären super gut und sind schon mein Ziel", schätzt Platt seine Chancen ein. Bei Lado Fumic muss man abwarten, wie er mit seinem Oberschenkel klar kommt, den er sich in Muttenz verletzt hat. Auch Moritz Mialtz war in den Massensturz verwickelt, ihm geht es aber besser. "Ich bin bereit am Samstag 110% zu geben", ist Milatz voller Tatendrang.

Schottisches Wetter mitentscheidend?
Ein Fragezeichen steht in den schottischen Highlands immer hinter dem Wetter. Für die Athleten bleibt zu hoffen, dass es ein faires Rennen gibt und das Wetter keine entscheidende Rolle spielt. Besonders Sabine Spitz wird darauf Acht geben, denn sie mag es lieber warm - wie bei der EM in der Türkei, wo sie sich den Titel sicherte.

Quellen:
PM Sabine Spitz
PM Team Rothaus-Cube
PR Moritz Milatz
Homepage Irina Kalentieva



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