
Hermida und Näf

Ralph Näf

Jose Hermida

Moritz Milatz - WM 2007

Nina Göhl
Näf gewinnt bei der Mountainbike-WM die Silbermedaille
Team Multivan Merida am 10.09.2007 - 11:41 Uhr
Noch keine drei Wochen ist der erste Prototyp des Beijing-Bikes von Merida im Einsatz, schon wurde mit dem Bike die erste Weltmeisterschaftsmedaille erzielt. Bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Fort William (Schottland) holte der Schweizer Ralph Näf hinter Julien Absalon die Silbermedaille. Der Mitfavorit José Hermida verlor nach einer starken ersten Rennhälfte an der Spitze einige Positionen und wurde Zehnter.
Start verlief nicht gewünscht
Ralph Näf zählte zwar zu den großen Favoriten, beim Start kam der Schweizer aber nicht wie gewünscht weg. "Ich wollte eigentlich superschnell starten, musste dann aber feststellen: Die anderen starteten noch viel schneller als ich", erläuterte Näf die Startphase. Die anschließende Aufholjagd hat sich darauf ausbezahlt, bis auf 25 Sekunden kam er an den in Führung liegenden Absalon heran. Über die gewonnene Silbermedaille zeigte er sich überglücklich, geholfen habe ihm dabei unter anderem sein neues Bike. Für das Rennen hat er ein brandneues, vollgefedertes Carbon-Bike von Merida eingesetzt, von dem einzig Näf einen Prototypen besitzt.
Keine gute Zusammenarbeit mit Vogel
Den umgekehrten Rennverlauf erwischte José Hermida, der in der ersten Rennhälfte zusammen mit Florian Vogel und Julien Absalon in Führung lag. Als Absalon nach einem Sturz Hermidas angriff, konnte dieser dem hohen Tempo nichts entgegen setzen. Die Zusammenarbeit mit Vogel habe darauf nicht gut funktioniert, meinet Hermida später. Vielleicht hätte man zusammen den in Führung liegenden Absalon wieder stellen können. "Als mich dann aber Ralph Näf überholte, habe ich bewusst nicht mehr geführt, um niemanden darin zu unterstützen, meinen Team-Kollegen einholen zu können", meinte Hermida im Ziel.
Bestes WM-Ergebnis für Milatz
Zufrieden zeigte sich auch Moritz Milatz mit dem 17. Platz. Zwar hat man dem Deutschen durchaus einen Platz unter den besten Zehn zugetraut, die Strecke habe ihm aber nicht gepasst. Auf den langen Geraden hat Milatz immer wieder etwas Zeit verloren, allgemein sei der Rundkurs einfach zu wenig selektiv gewesen. Unter diesen Umständen sei er als zweitbester Deutscher mit dem 17. Platz zufrieden. Es ist das beste Ergebnis, das Milatz bisher bei Weltmeisterschaften erzielt hat.
Gemischte Gefühle bei Göhl
Mit gemischten Gefühlen beendete zuvor Nina Göhl das Damenrennen. Mit Platz 37 lag sie zwar weit hinter ihrem Potenzial, nach den schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen in dieser Saison sei sie aber einigermassen zufrieden. "Ich habe gekämpft und kann mit einem guten Gewissen nach Hause fahren. Ich werde nun erst mal eine Pause einlegen, um meine Gesundheit wieder vollständig herstellen zu können", erklärte Göhl im Ziel ihre Situation.
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