
Sabine Spitz

Sabine Spitz

Sabine Spitz

Maja Wloszczowska

Irina Kalentieva

Catherine Pendrel

Margarita Fullana

Gunn-Rita Dahle-Flesjå

Adelheid Morath

Podium Damen
Großer Olympia-Jubel: Sabine Spitz gewinnt Gold!
bike2b-Redaktion am 23.08.2008 - 05:56 Uhr
Wahnsinn! Sabine Spitz ist am Ziel ihrer Träume. Die deutsche Ausnahme-Mountainbikerin hat die Goldmedaille im olympischen Cross Country gewonnen. Auf dem Laoshan Mountainbike-Kurs zeigte sie eine eindrucksvolle Leistung und ließ Maja Wloszczowska und Irina Kalentieva hinter sich.
Gould mit Blitzstart
Direkt nach dem Start um 4:00 Uhr MESZ setzte sich zunächst die US-Amerikanerin Georgia Gould an die Spitze. Durch diese frühe Tempoverschärfung zog sich das Feld schnell weit auseinander. Auf der ersten Hälfte der ersten der sechs zu fahrenen Runden bildete sich eine Spitzengruppe mit den Favoritinnen Sabine Spitz, Marga Fullana, Irina Kalentieva und Marie-Helene Premont. Die Titelverteidigerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa konnte hier nicht mitgehen und lag nur auf Rang 17.
Attacke von Spitz in der ersten Runde
Am Ende der ersten Runde, nach 13 gefahrenen Minuten, attackierte Spitz dann und riss schnell ein Loch zwischen sich und den anderen aus der Spitzengruppe. Auf den letzten Metern der 4,3 Kilometer langen Runde fuhr die Deutsche Meisterin noch 20 Sekunden auf das Trio Fullana, Kalentieva und Wloszczowska heraus.
Einsames Rennen zu Olympia-Gold
In der zweiten Runde baute Spitz ihren Vorsprung auf 50 Sekunden aus. Hinter ihr schlossen die Chinesin Ying Liu und Catherine Pendrel aus Kanda zum Verfolgertrio auf. An der Spitze drehte Sabine Spitz einsam ihre Runden. Während der gesamten Renndistanz fuhr Spitz mit einem Vorsprung von knapp einer Minute. Nach 1:45,11 Stunden durfte sie sich dann freuen: "Das ist das größte, einfach Wahnsinn!" Mit der deutschen Fahne in der Hand trug sie ihr Mountaibike ins Ziel. 2003 hatte Spitz mit dem Weltmeistertitel ihren bisher größten Erfolg gefeiert. 2007 und 2008 wurde sie Europameisterin. Ihren letzten Weltcup-Sieg feierte die 36-Jährige 2002 in Vancouver (CAN). "Nach dem Verlauf der Saison war ihr Sieg eigentlich nicht unbedingt eine Überraschung", sagte Bundestrainer Frank Brückner nach Spitz' Triumph. "Überraschender war die Souveränität und Selbstsicherheit, mit der sie das Rennen dominiert hat."
Viele Favoritinnen geben auf
Wie vorher erwartet erreichten nicht alle Top-Fahrerinnen das Ziel. Bereits in der ersten Runde stieg die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Tereza Hurikova aus. Zu ihr gesellte sich dann mit Marie-Helene Premont eine absolute Medaillenkandidatin an den Streckenrand. Die kanadische Weltcup-Führende, die in Athen vor vier Jahren noch Olympia-Silber gewann, stürzte und beendete danach das Rennen. Aber auch der 4,3 Kilometer lange mit 250 Höhenmetern gespickte Kurs forderte mit seinen konditionellen und technischen Anforderungen seinen Tribut bei den Bikerinnen. Das Wetter zeigte sich mit 30 Grad Celsius und "nur" 60 Prozent Luftfeuchtigkeit von seiner besseren Seite. In der dritten Runde gab Weltmeisterin Marga Fullana auf, in der fünften dann Dahle-Flesjaa, die während des ganzen Rennens keine echte Medaillenchance hatte.
Polin souverän zu Silber
Sabine Spitz ging mit 55 Sekunden Vorsprung in die sechste und letzte Runde. Dabei musste sie noch einmal eine Schrecksekunde überstehen, als sie in einer technsichen Passage kurz aus der Pedale kam. Dadurch kam Maja Wloszczowska noch einmal etwas näher heran, aber gefährden konnte die Polin Spitz nicht mehr. Wloszczowska hatte sich zunächst mit Liu von Kalentieva und Pendrel gelöst. In der vierten Runde fiel die Chinesin dann zurück, sodass Wloszczowska alleine auf Rang zwei lag. Mit knapp 40 Sekunden auf Kalentieva und Pendrel spulte sie ihr Programm in den Runden fünf und sechs herunter und freute sich sichtlich über Silber.
Zweikampf um Bronze
Bronze wurde dann in einem Zweikampf zwischen Irina Kalentieva und Catherine Pendrel vergeben. In der sechsten Runde konnte sich die kleine Russin, die in Aalen lebt, von der Kanadierin lösen und erreichte das Ziel 1:17 Minuten später als Spitz. Pendrel blieb so nur der undankbare vierte Rang. Die Chinesinnen, deren Ziel eine Medaille war, gingen leer aus. Liu brach am Ende noch ein und wurde nur Zwölfte, sodass Chengyuan Ren auf Rang fünf beste Frau aus dem Reich der Mitte war.
Morath trotz Sturz in den Top 20
Ih Ziel war ein Platz in den Top 15. Am Ende reichte es für die zweite deutsche Starterin Adelheid Morath immerhin zu Rang 18. Damit kann die Freiburgerin durchaus zufrieden sein, bestätigte sie ihr Nominierung doch mit einem Platz unter den 20 besten der Welt. In der ersten und letzten Runde musste Morath vom Rad. Erst stürzte sie über Tereza Hurikova, die vor ihr vom Rad ging. In der vorletzten Abfahrt flog sie dann kopfüber von ihrem Mountainbike, nachdem sie eine etwas zu optimistische Runde gewählt hatte. Der Hinterreifen war defekt, sodass sie den letzten Kilometer zu Fuß bewältigen musste. Dadurch verlor sie noch einen Rang an Ex-Weltmeisterin Laurence Leboucher.
Quelle:
BDR
Zurück