
Adelheid Morath

Adelheid Morath
Gute Stimmung ohne Handy
Team Rothaus-Cube am 14.08.2008 - 09:09 Uhr
Seit Sonntag befindet sich Rothaus-Cube-Bikerin Adelheid Morath gemeinsam mit den vier anderen deutschen MTB-Olympioniken in der Nähe von Nagano, genauer in Hakuba. Nachdem die ersten organisatorischen Klippen überwunden sind, konzentrieren sich Morath und Co. auf die sportliche Vorbereitung.
Zum ersten Mal in Japan
Mountainbiker kommen ja ziemlich viel in der Welt herum. Neuseeland, Australien, Curaçao, Kanada zum Beispiel. Aber in Japan haben bis dato nur die Downhiller gastiert.
Mit dem Zug gings weiter
Vielleicht hätte man sich bei der Abfahrtsfraktion über die Besonderheiten in Nippon informieren sollen. Jedenfalls bekam die deutsche olympische Cross-Country-Delegation mit ihren Führerscheinen der Europäischen Union die bestellten Leihwägen in Tokio nicht ausgehändigt. Ein Lieferwagen wurde organisiert und Zugtickets besorgt, so dass sich der Tross nach langen drei Stunden des Wartens in Richtung Nagano in Bewegung setzen konnte.
Handy funktioniert nicht
Die zweite unliebsame Überraschung gab es beim Griff zum Handy. Die europäischen Modelle funktionieren in Japan nicht. Aus diesem Grund gab es von Adelheid Morath auch (noch) keine täglichen SMS.
Inzwischen haben sich die deutschen Mountainbiker mit Mechaniker Martin Welz, Physiotherapeutin Konstanze Kühne und Bundestrainer Frank Brückner in Hakuba eingerichtet und per Email kann der Kontakt in die Heimat aufrecht erhalten werden. "Ohne Handy, das ist ganz schön komisch und ungewohnt. Aber es hat auch was Positives", kommentiert Adelheid Morath das Leben in der Mobilfunk-Diaspora und setzte ein Smiley-Icon dahinter.
"Alles super hier"
In Hakuba, wo bei den Olympischen Winterspielen 1998 unter anderem die Langlaufwettbewerbe und die Skisprung-Wettbewerbe statt fanden, ist man in einem kleinen Hotel bei einem gebürtigen Holländer einquartiert, der einst nach Neuseeland ausgewandert ist und mit seiner japanischen Frau dann in deren Heimat umgesiedelt ist. Nicht nur Unterkunft und Verpflegung sind dort von allererster Güte. Albert, so heißt der Hausherr, ist selbst begeisterter Mountainbiker und hat für die Deutschen schon mal Trainingsgelände ausgesucht. "Alles super hier", findet Adelheid Morath.
So gut wie kein Probleme
Die ersten Tage kam die Freiburgerin mit Zeitumstellung und Klima prima zurecht. Am Mittwoch, dem Ruhetag, weniger. "Die Zeitumstellung und das Klima machen mir heute mehr zu schaffen", berichtet die 24-Jährige. Den Ruhetag nutzte sie, um gemeinsam mit Sabine Spitz die Olympiastrecke noch einmal auf Video anzuschauen. Zehn Tage vor dem Tag X verengt sich der Blick mehr und mehr auf das olympische Rennen. "Morgen will ich das erste intensive Training im Gelände machen", kündigte sie an. Damit beginnt der letzte Teil der körperlichen Vorbereitung.
Die Stimmung ist prima
Die Atmosphäre im deutschen Team scheint indes prima zu sein. Zumindest berichtet das nicht nur Adelheid Morath sondern auch Bundestrainer Brückner. "Die Stimmung ist ausgesprochen positiv und sehr konzentriert. Ich hoffe das bleibt so, auch wenn wir in Peking sind", so Brückner.
Zurück