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Sabine Spitz

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Interview mit Sabine Spitz - "Rennen wird hart und schnell"

bike2b-Redaktion am 28.01.2008 - 12:31 Uhr

Für Sabine Spitz sind Olympische Spiele kein Neuland. Die amtierende Europameisterin nahm schon in Sydney (AUS) und Athen (GRE) an Sommerspielen teil. In Athen gewann sie sogar eine Medaille. Dies ist auch für Peking (CHN) der große Traum der mehrfachen Deutschen Meisterin.

bike2b.com: In diesem Jahr finden in Peking die Olympischen Sommerspiele statt. Was macht für dich die Faszination Olympia aus?
Sabine Spitz: Die Besonderheit liegt im "Event" selbst. Es ist die nur alle vier Jahre wiederkehrende Möglichkeit, beim größten Sportereignis der Welt dabei zu sein. Es ist eine einmalige Plattform für den Sport. Das ganze Umfeld, die einzelnen Wettkämpfe, die vielen Sportler aus unterschiedlichsten Disziplinen und aus der gesamten Welt, die Zuschauer, das allgemeine Interesse der Medien, all das macht für mich den viel besagten aber wirklich existierenden Olympic Spirit aus.

bike2b: Du hast selbst schon zwei Mal an Olympischen Spielen teilgenommen und in Athen die Bronzemedaille gewonnen. Was bedeutet es für einen Sportler beim größten Sportevent der Welt dabei zu sein?
Sabine: Es bedeutet natürlich, vor allem zu den besten Sportlern der Welt zu gehören. Selbst die Teilnahme stellt ja schon eine sehr hohe Hürde dar, die nur ganz wenige überwinden. Es ist fast ein wenig wie ein sportlicher Ritterschlag und es ist ein schönes Gefühl, zur olympischen Familie dazuzugehören. Für mich ist es eine Erfahrung, die ich nicht missen wollte. Gerade die Spiele in Sydney haben entscheidend dazu beigetragen, dass ich den Weg an die Weltspitze geschafft habe. Ich habe 2000 extrem viel Motivation von den Olympischen Spielen mitgenommen und mir damals zum Ziel gesetzt, vier Jahre später eine Medaille zu gewinnen.

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bike2b: Du wurdest vom Bund Deutscher Radfahrer bereits vornominiert. Was heißt das für dich?
Sabine: Formal heißt das, dass ich vor den Spielen noch einmal unter den ersten 15 sein muss bei Weltcup, EM oder WM, um in Peking dabei zu sein. Wenn ich gesund bleibe, sollte das zu machen sein.

bike2b: Beim Testrennen in Peking bist du Zweite geworden. Wie ist die Strecke? Wo siehst du die Schwierigkeiten und die entscheidenden Kriterien?
Sabine: Das entscheidende Kriterium wird die Form sein. Die Strecke ist nicht über die Maßen schwierig, aber umso härter und schneller wird das Rennen werden, weil auf der Olympia-Runde einfach viele schnell fahren können und werden. Die Schwierigkeit ist, dass es so gut wie keine Erholungsphasen auf den fünf Kilometern gibt.

bike2b: Gewonnen hat das Rennen Ying Liu. Außerdem durften die starken Chinesinnen Ren Chengyuan und Jingjing Wang starten. Vom BDR wurdest nur du eingeladen. Welchen Vorteil haben die Chinesinnen davon und wie schätzt du ihre Chancen ein?
Sabine: Die Chinesinnen wohnen direkt neben der Strecke. Was das heißt ist wohl klar, zumal man in der Ecke von Peking sonst auch gar nicht trainieren kann. Die kennen deshalb jeden noch so kleinen Stein auf der Strecke und wissen ganz genau, wie das Rennen zu bestreiten ist. Es ist ein entscheidender Vorteil, wenn du den Strecken-Rhythmus zu 100% intus hast. Die Chancen sind für sie natürlich entsprechend gut und man muss kein großer Prophet sein, um zu wissen, dass die zwei Chinesinnen – egal welche es den letztlich sind - um den Sieg und die Medaillen fahren werden.

bike2b: Wen siehst du noch als Medaillenanwärterin?
Sabine: Das kann man differenzieren in Sieganwärterinnen und Medaillenanwärterinnen. Dabei sehe ich Gunn-Rita Dahle, Marga Fullana, Irina Kalentieva und Marie Helene Premont als die heißesten Kandidatinnen. Den Sprung aufs Podium könnten auch Maja Wloszczowska, Georgia Gould oder Petra Henzi schaffen. Auch die eine oder andere Überraschung ist durchaus nicht ausgeschlossen. Ich glaube, dass wird eine ganz enge und spannende Geschichte.

bike2b: Die langfristige Vorbereitung auf Peking läuft ja schon länger. Wie hat sich dein Trainings- und Wettkampfplan im Gegensatz zu den anderen Jahren verändert?
Sabine: Eigentlich gar nicht. Wir haben auf das Jahr 2007 hin das Training ein wenig verändert. Das war sozusagen die Generalprobe. Die hat super funktioniert. Deshalb wird es jetzt keine entscheidenden Veränderungen mehr geben.

bike2b: Welches Ziel hast du dir für die Olympischen Spiele gesetzt?
Sabine: Dabei sein ist alles! Aber den Traum nochmals eine olympische Medaille zu gewinnen, habe ich schon noch...

bike2b: Wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen dir viel Erfolg in der Saison 2008!


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