
Rosara Joseph

Elisabeth Osl
Joseph in den Top Ten - Osl auf Rang elf
Ghost Int. Racing am 27.08.2008 - 09:05 Uhr
Es hätte das Rennen ihres Lebens werden sollen – was es am Ende trotz Platz neun auch war. Ungewollten Ruhm erlang Rosara Joseph aus Neuseeland, die während der Saison für das Offenburger Team GHOST International in die Pedale tritt, beim olympischen Cross-Country-Rennen in Beijing am vergangenen Wochenende. Auf der enorm anspruchsvollen Strecke, mit außergewöhnlich vielen Anstiegen und Abfahrten, kam es zu zahlreichen Stürzen, zwei davon besonders schwer.
Schockmoment bringt ungewollten TV-Ruhm
Einer davon ging auf das Konto der jungen Neuseeländerin. Unmittelbar nach dem Start war es bereits zu einer Massenkarambolage gekommen, die Joseph weit zurückfallen ließ. Die Sportlerin kämpfte sich jedoch Schritt für Schritt wieder nach vorne, überholte Fahrerin für Fahrerin. Dann in Runde vier der große Schockmoment, der ihr zweifelhaften TV-Ruhm einbrachte: Bei einer drei Meter hohen, extrem steilen Abfahrt flog die Sportlerin förmlich über ihren Lenker und blieb mit viel Glück von schweren Verletzungen verschont. Von ihrem kurzen Flug schien sie jedoch wie beflügelt und begann in den letzten zwei Runden eine Aufholjagd, die eigentlich in die olympische Geschichte eingehen müsste. Ihr Kampfgeist wurde belohnt: Trotz des schweren Sturzes blieb sie am Ende nicht hinter ihren Erwartungen zurück und erreichte mit Platz neun eine Top-Ten-Platzierung.
Was-wäre-wenn-Frage muss gestellt werden
Nach einer schweren Saison, die mit einem Wadenbeinbruch begann, ist Rosara Joseph zwar glücklich über den Ausgang des Rennens, aber kommt um die Was-wäre-wenn-Frage nicht herum. "Platz neun ist toll, aber ich frage mich doch, was gewesen wäre, wenn ich nicht gleich am Anfang soweit zurück gefallen wäre", erzählte die Neuseeländerin nach dem Rennen erschöpft.
Solide Leistung bei Olympiadebüt
Für die zweite Fahrerin des Team GHOST International bei Olympia verlief der Rundkurs in Laoshan nicht wie geplant. Zu Beginn des Rennens mischte Lisi Osl aus Österreich noch ganz vorne mit. Am Ende reichte es jedoch nur für Rang elf. Nach einer sehr erfolgreichen Saison mit mehreren Weltcup-Platzierungen unter den ersten Zehn, hatte sich Osl auch für Olympia eine Top-Ten-Platzierung vorgenommen. Aber trotz alle dem eine solide Leistung der 23-Jährigem bei ihrem ersten Auftritt bei Olympia.
Canberra und Schladming die nächsten Stationen
Doch die beiden "Team GHOST International"-Fahrerinnen haben wenig Zeit, den schwierigen Olympiakurs zu verarbeiten, denn Rosara Joseph fährt bereits dieses Wochenende einen Weltcup in Canberra (30.08. - 31.08.2008) und Lisi Osl in zweieinhalb Wochen in Schladming (13.09. - 14.09.2008).
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