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Irina Kalentieva

Irina Kalentieva

Podium Damen

Kalentieva erkämpft sich Bronze bei Olympia

Team Topeak-ERGON am 25.08.2008 - 10:36 Uhr

Erschöpft, aber überglücklich war Irina Kalentieva nach dem Rennen in Laoshan bei den Olympischen Spielen. Erst beim letzten Anstieg in der finalen Runde fuhr die Russin auf Bronze-Kurs. "Ich bin super zufrieden. Es war nicht so leicht, denn die Strecke war sehr, sehr schwer. Es gab kaum, eigentlich gar keine, Phasen zum Ausruhen. Es war das Rennen, was am meisten Kraft gekostet hat. Ich würde sagen, sogar doppelt so schwer wie zum Beispiel der Weltcup in Offenburg. Dazu kam noch die Hitze", berichtete die 30-Jährige, die sich bei ihrer zweiten Teilnahme an den Olympischen Spielen die erste Medaille ergatterte. Damit setzte die Weltmeisterin von 2007 einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere.

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Sturz kostet Rhythmuss und Kraft
Direkt nach dem Start reihte sich Kalentieva gemeinsam mit fünf weiteren Fahrerinnen in die Verfolgergruppe zur Führenden und späteren Siegerin Sabine Spitz ein. Doch dann kam erstmal ein kleiner Rückschlag. In der zweiten Runde stürzte Kalentieva. "Ich habe dadurch fast 40 Sekunden und auch erstmal meinen Rhythmus verloren. Zum Glück ist aber nichts passiert und ich konnte unversehrt weiterfahren", so die achtmalige Landesmeisterin. In der vierten Runde kämpfte sich "Ira" wieder an die Verfolgergruppe, die mittlerweile auf drei Fahrerinnen geschmolzen war, ran. "In diesem Moment habe ich auch wieder meine Chance gewittert, eine Medaille zu gewinnen. Ich spürte, dass ich es packen kann."

Medaille sorgt für zusätzliche Motivation
Von diesem Gedanken beflügelt machte die Topeak-Ergon-Racerin Meter für Meter gegenüber ihren Konkurrentinnen gut. In der letzten Runde legte sich Kalentieva nur noch die Drittplatzierte Kanadierin Catharine Pendrel zurecht. "Ich wusste, ich kann am letzten Uphill kurz vor dem Ziel an ihr vorbeiziehen. Dann habe ich mit Schwung Cathrine überholt. In diesem Moment hatte ich schon eine kleine Gänsehaut", freute sich Kalentieva, die nur noch wenige Meter bis zum Finish vor sich hatte. Ihre akribische Vorbereitung nannte Kalentieva den Schlüssel zum Erfolg. Auf diesen Event richtete die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres alles aus. "Olympia war für mich das wichtigste Ziel in der Saison. Alles andere habe ich hinten angestellt – auch die Weltcup-Rennen." Die Lust auf weitere Triumphe ist jetzt noch mal richtig in Kalentieva entbrannt. "Die Medaille hat mich extrem motiviert. Ich fliege nach Australien zum Weltcup nächste Woche. Dort will ich wieder vorne dabei sein", sagte Kalentieva voller Optimismus.

"Wolfman" nicht bissig genug
Auf dem konditionell sehr anspruchvollen Kurs in Laoshan hat sich Wolfram Kurschat nicht bissig genug gezeigt. Das lag zum einen an der Strecke, die ihm nicht so sehr lag und zum anderen fehlte dem Deutschen Meister von 2007 die nötige Frische. "Ich habe den Stecker nicht gefunden und einfach nicht genug Power in den Beinen gehabt, um mich hier weiter nach vorne zu kämpfen", analysierte der 33-Jährige anschließend. Platz 33 ist dem akribischen Mountainbiker einfach nicht genug. Zumal sich der Neustädter auch mehr vorgenommen hatte. "Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Aber wie sagt man doch so schön, dabei sein ist alles", blickte der Topeak-Ergon-Fahrer auch schon wieder ein bisschen optimistischer nach vorne. Schon vom Start weg kam Kurschat nicht richtig in Tritt. Über die gesamte Renndistanz machte "Wolfman" nur wenige Plätze gut. "Wenn der Kopf mehr will als die Beine können, ist das schon ärgerlich", so Kurschat. Neues Selbstvertrauen will der Bundesliga-Gesamtsieger von 2007 bei den nächsten Events tanken, um dann am Saisonende noch mal richtig aufdrehen zu können.


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