
Und noch mehr essen!

Moritz Milatz

Deutsche Olympia-Team

Deutsche Olympia-Team

Immer nur essen!

Moritz Milatz

Moritz Milatz
Moritz' Olympia-Tagebuch - Eine MTB-Strecke für's Herz!
PR - Moritz Milatz am 18.08.2008 - 18:23 Uhr
Ja, so ist das ja leider immer: Erst bemängele ich im letzten Bericht die 'Sprach-Askese' von Moritz und kaum ist das entsprechende 'Stenogramm' dann draußen, empfange ich 5 Minuten später eine Mail von Moritz mit einer wahren Informationsflut, die eigentlich wunderbar in den kargen Vorbericht gepasst hätte. Aber sei es drum, dann gibt's die restliche Portion 'Sushi' samt Bilder über den Aufenthalt in Japan halt jetzt, wohl wissend das Moritz bereits Sonntag in Peking eingetrudelt ist. Aber auch dazu in diesem Bericht mehr!
BDR-Erlebnisreisen disponiert mal wieder um!
"Ursprünglich wollten wir ja erst am Sonntag aufbrechen, da aber hier in Japan die Ferien anfangen, der Weg zum Flughafen weit ist, das mit den Mietwagen nicht geklappt hat, der Schnellzug wohl komplett ausgebucht ist, die Fahrt mit einem Bus bis zu zwölf Stunden dauern würde (wegen des Verkehrs), fahren wir morgen mit einem Regionalzug Richtung Tokio und übernachten dort im Flughafenhotel. Unser Gepäck nimmt den langen Weg über die vollen Straßen Japans zum Flughafen. Und am Sonntag geht's dann Richtung Peking!" Soweit Moritz Informationsflut! Weiter lässt er uns wissen: "Heute haben wir nochmal richtig hart trainiert, insgesamt saß ich bei den beiden Einheiten vier Stunden auf dem Rad, deswegen schreib ich erst jetzt... war zu müde den ganzen Tag!" Ah, verstehe... daher die spärlichen Informationen, oder vielleicht doch nicht?
Von Gastfamilien mit Hotel und viel frischem Fisch!
Das das Essen in Japan sehr lecker sein muss, vermutete ich ja bereits im Vorbericht. Hier erzählt uns Moritz nun den eigentlichen Grund, warum er nach dem Training so gar keine Zeit für's Schreiben fand. Denn nur die Müdigkeit war es, wie sich herausstellte, natürlich nicht: "Unsere Gastfamilie (also die Hotelbesitzer) haben uns -
wie die ganze Woche schon - nochmals richtig gut bekocht. Japanisches Essen ist super, viel Reis, viel frischer Fisch, zum Teil roh, also alles sehr gesund! Eigentlich fühlt man sich hier auch nicht wie im Hotel sondern eher wie bei einer Gastfamilie. Schade, dass wir schon wieder abreisen mussten." Gut jetzt klärt sich einiges! Wer Moritz beim Aufnehmen von Speisen kennt, weiß das dies sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann ;-)
8 h Zugfahrt nach Tokio - 4 h Flug nach Peking
Also alles andere als ein Kurztrip für die deutschen Olympia-Mountainbiker! Und damit war Moritz noch nicht im olympischen Dorf angekommen. Denn zuvor standen ja noch die Visa-Formalitäten an. Da Moritz durch seine kurzfristige Nachnominierung lediglich über eine Art Einreise-Voranmeldung verfügte, musste er am Flughafen von Peking die eigentliche Prozedur für die Erteilung des Visa über sich ergehen lassen. Was bei den deutschen Straßenfahrern vor zwei Wochen noch problemlos geklappt hatte, schien nun von Seiten der chinesischen Behörden plötzlich ein Problem. Nach einiger Zeit war dann auch diese Hürde beseitigt und es folgte die Fahrt ins olympische Dorf, wo Moritz mit Wolfram Kurschat nun ein Zimmer teilt.
Alles riesig hier in Peking...
...sowohl das Athleten-Dorf wie auch die Kantine! Wobei wir wieder bei einem der Lieblingsthemen von Moritz angekommen wären ;-) Näher lässt uns Moritz hierzu wissen: "Das olympische Dorf ist klasse gemacht. Sechs- bis zehnstöckige Häuser bilden einen riesigen Komplex in dem alle Athleten untergebracht sind. In der Kantine gibt es so viel verschiedene Dinge zu essen, dass man richtige Laufwege hat. Smog hat es übrigens derzeit in Peking auch nicht, was wohl am Regen der vergangenen Tage liegen dürfte."
Ich mag die Strecke - Ein Rennkurs für's Herz!
"In einem halbstündigen 'Bus-Shuttle' sind wir heute das erste Mal zur Olympia-Strecke zum trainieren. Die Stecke ist technisch super anspruchsvoll, richtig was für's Herz, ich mag diesen Kurs!", so Moritz heute per Telefon. "Am Anfang haben alle die Strecke als zu leicht befunden, aber was die da inzwischen reingebaut haben, ist super anspruchsvoll. Da sind ein paar richtige Mutproben dabei!" Und Moritz erzählt mit freudig erregter Stimme von Drops mit mehreren Metern Falltiefe und Stufen auf denen man das große Kettenblatt gezwungener Maßen aufsetzen muss und dass er trotz drei Trainingsrunden heute nicht in der Lage war, sich die vielen Richtungswechsel zu merken, so viele gibt es davon. Und dann ist das Telefonat auch schon zu Ende, denn im Hintergrund höre ich mehrfach die Aufforderung zum Essen zu gehen und dem kann sich Moritz dann letztlich doch nicht entziehen, aber versprach mich weiter auf dem Laufenden zu halten, (sofern dies die Pausen zwischen den Mahlzeiten zulassen ;-)
Zurück