
Moritz Milatz

Moritz Milatz - Peking 2008

Olympiakurs in Peking

Moritz Milatz

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Moritz Milatz
Moritz' Olympia-Tagebuch - die Entscheidung rückt näher!
PR - Moritz Milatz am 20.08.2008 - 19:24 Uhr
Es gibt wieder Neues vom Freiburger Mountainbikeprofi Moritz Milatz aus Peking zu berichten. Bei einem längeren Telefonat am heutigen Mittwoch gab Moritz eine erste Einschätzung seiner Chancen beim Olympia-Rennen am Samstagmorgen und seine Überlegungen zur geplanten Strategie, die er hierzu im Wettkampf anwenden will. Außerdem spricht er über die klimatischen Verhältnisse, die in Peking vorherrschen und wie er damit zurechtkommt!
Übler Sturz nach Einfädler an einem Ast auf der Olympia-Strecke!
Als ob die technischen Schwierigkeiten der Strecke nicht ausreichen würden, um den ein oder anderen kapitalen Salto zu schlagen, versucht nun auch noch die gemeine 'Botanik' sich aktiv in’s Sturzrisiko einzumischen. Denn gleich die erste Mitteilung von Moritz war, dass er sich beim Training mit dem Lenkerhörnchen an einem in die Spur ragenden Ast eingehakt hatte und dabei äußerst schmerzhaft zu Boden katapultiert wurde. Nichts Ernsthaftes immerhin, aber doch so, dass ihn Schulter und Rücken schmerzen. An gleicher Stelle hat sich nach Moritz' Angaben, übrigens auch seine Multivan-Merida-Teamkollegin Gunn-Rita Dahle aus Norwegen zu Boden geworfen!
Update 21.08. Die in der Presse geschilderte Verletzung von Moritz kann zwar so bestätigt werden, ist aber in keiner Weise als dramatisch anzusehen, noch wird sie den 26-jährigen bei seinem Rennen am Samstag in irgendeiner Weise beeinträchtigen!
“Rundenzeiten von knapp über 14 Minuten sind zwar machbar,…
… funktionieren aber keine 8 Runden am Stück“, ist sich Moritz sicher. „Das ist einfach zu schnell!“ Und das Ganze auch immer unter der Maßgabe gesehen, dass die Rennleitung nicht statt der geplanten 8 Runden, sogar 9 Runden anberaumt. Denn dann dürfte es noch weit schwieriger werden, einen gleichmäßigen Speed auf der sowieso schon konditionell sehr anspruchsvollen Strecke zu halten. Die Zauberformel könnte also daher lauten, auf dem sehr unrhythmischen Kurs von Peking so schnell als möglich seinen Rhythmus zu finden! Moritz sieht das Rennen am Samstag denn auch vergleichbar mit dem Rennen der Weltmeisterschaft im italienischen 'Val di Sole' in diesem Jahr, wo er bei ähnlich schwülen Bedingungen über das Schlussdrittel des Rennens seine Stärke ausspielen konnte. „Wenn alles perfekt läuft, sollte eine Platzierung unter den besten Zehn drin sein!“, gibt sich Moritz zuversichtlich. „Ich fühle mich körperlich gut und komme mit der Strecke bestens zurecht, warum sollte ich daraus nichts Zählbares machen. Wichtig wird sein, am Start – der sich leider schnell verengt – mit vorne dabei zu sein. Danach zählt eine intelligente Renneinteilung!“
Klimatische Bedingungen weit weniger schlimm als befürchtet!
So betragen die momentanen Temperaturen im Schnitt zwischen 25 und 30 Grad, was eigentlich auszuhalten ist. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent wird das jedoch schnell unangenehm, da der Körperschweiß nur noch unzureichend auf der Haut verdunstet und somit dem Körper die dringend notwendige Kühlung verwehrt wird! Glücklichweise ist zumindest das Thema Smog bisher kein Thema, sodass die Athleten wenigstens ihre Lungen nicht mit zusätzlichem Feinstaub belasten müssen. Das kann sich natürlich die nächsten Tage alles noch ändern, hoffen wollen wir es im Interesse aller Athleten freilich nicht!
Viel Technik am Start – TV-Übertragung könnte Maßstäbe setzen!
Die Veranstalter sind bereits mächtig bemüht, für die kommende Liveübertragung am Wochenende die passenden Strukturen zu schaffen. So wurde im Start-Zielbereich bereits eine Schwebe-Kamera eingerichtet, die mit den Fahrern gemeinsam die Startsequenz begleitet und so dem Fernsehzuschauer ein realistisches Empfinden vermitteln soll. Auch der schon beschriebene Streckenabschnitt ‚für’s Herz‘ - die spektakuläre Downhill-Passage mit der Gratisflugeinheit – soll in ebensolcher Weise in Szene gesetzt werden, damit der Zuschauer vor seinem Fernsehgerät in den Genuss eines kribbelnden Magens kommen kann.
Morgen gibt es sicher wieder Neues von M&M aus Peking zu berichten! Wir alle sind darauf gespannt und schließen mit Moritz Lieblingssatz: "Wenig Neues und kein Stress hier - bis dann mal!"
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