Specials Eventspecials 2008 Olympia 2008

Adelheid Morath

Adelheid Morath

Adelheid Morath

OlympiAdel: Rhythmus gefunden, durchgekommen, mitgejubelt

Team Rothaus-Cube am 23.08.2008 - 09:34 Uhr

Rothaus-Cube-Bikerin Adelheid Morath beendete das olympische Mountainbike-Rennen auf Platz 18 und war damit zufrieden. Durch einen Sturz in der letzten Runde verlor die Freiburgerin noch eine Position. Die Goldmedaille für Sabine Spitz bedeutete auch für Morath ein Glücksmoment.

Defensiv ins Rennen gegangen
Adelheid Morath ist ein sehr selbstkritischer Mensch. Fast immer findet sie noch ein Haar in der Suppe ihrer eigenen Leistung. Aber nach dem olympischen Rennen und Platz 18 war von Enttäuschung nichts zu hören, auch nicht zwischen den Zeilen. Und das obwohl sie für sich selbst von Rang 15 geträumt hatte. "Ich bin noch nie ein härteres Rennen gefahren. Es war so brutal heiß, das war von Anfang an ein Problem. Ich bin froh, dass ich zu Ende fahren konnte und bin mit meiner Leistung zufrieden", bilanzierte Morath. Deshalb habe sie sich gleich zu Beginn entschieden defensiv ins Rennen zu gehen, um nicht zu überziehen.

Anzeige

Nach Sturz zu Fuß ins Ziel
Bereits in der ersten Runde musste sie ein Handicap einstecken. Die Tschechin Tereza Hurikova stürzte vor Morath. Die hatte keine Chance mehr auszuweichen und stürzte ebenfalls. Danach arbeitete sich die 24-Jährige von Platz 22 nach einer Runde bis auf Rang 17 stetig nach vorne. "Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu finden. Es ging nur ums Durchkommen", so Morath. In der letzten Runde erwischte Adelheid Morath in der vorletzten Abfahrt eine falsche Linie und flog kopfüber aus der Strecke. "Das war etwas optimistisch, wie sie da runter gefahren ist", meinte Co- und Technik-Bundestrainer Peter Schaupp beim Anblick der Fernsehbilder, die den Sturz einfingen, trocken. Neben ein paar Prellungen am Körper der Sportlerin wurde auch das Bike in Mitleidenschaft gezogen. Vom Hinterrad hatte es den Reifen herunter gezogen, sodass Adelheid Morath den letzten Kilometer zu Fuß bewältigen musste. Dadurch verlor sie ihre Position noch an die französische Ex-Weltmeisterin Laurence Leboucher. Mit 17:14 Minuten Rückstand auf Sabine Spitz (Murg-Niederhof) marschierte die Rothaus-Cube-Bikerin nach 2:02:25 Stunden über die Ziellinie.

Begeistert vom Olympiasieg der Kollegin
Erst da erfuhr sie, dass ihre Mannschaftskollegin Sabine Spitz für Deutschland die Goldmedaille geholt hatte. Ein freudiger Schauer lief ihr über den Rücken und sie konnte voller Freude mitjubeln. "Das ist der Wahnsinn. Ich freue mich so für sie. Im Training hat sie schon einen super starken Eindruck gemacht", zeigte sich Morath begeistert über den Olympiasieg von Spitz, mit der sie die gesamte Olympiavorbereitung bestritten hatte. Sabine Spitz hatte sich bereits in der ersten Runde abgesetzt, ihren Vorsprung auf eine Minute ausgebaut und ihn dann souverän vor der überraschend starken Polin Maja Wloszczowska verteidigt. Spitz siegte in 1:45:11 Stunden mit 41 Sekunden Differenz auf die zweimalige Vize-Weltmeisterin (2004, 2005) und 1:17 Stunden vor Irina Kalentieva (Aalen/Russland), die sich in der letzten Runde gegen die Kanadierin Catherine Pendrel (1:26 zurück) durchsetzte.

Trainer und Teamchef zufrieden mit Leistung
Rothaus-Cube-Teamchef Patrik Faller war hochzufrieden mit seiner Sportlerin. "Top 20 bei Olympia, das ist prima. Man hat ja gesehen, wie hart das Rennen war", sagte Faller, der sich das Rennen gemeinsam mit anderen Team-Mitgliedern am Olympiastützpunkt Freiburg angesehen hatte. "Wir sind natürlich auch stolz auf Sabine", meinte er zum Olympiasieg der Hotzenwälderin, die ja auch vom Olympiastützpunkt Freiburg betreut wird. Teamcoach Toni Uecker, der ja selbst bis 2000 Sabine Spitz betreut und in die Weltspitze geführt hat, freute sich ebenfalls über Mountainbike-Gold für Deutschland. Im Blick auf Adelheid Morath hoffte er, dass "die gesammelten Erfahrungen ihr für die Zukunft Hilfe und Motivation sein werden".

"Rest-Olympia" genießen und mit Sabine feiern
Die wollte jetzt erst mal noch das "Rest-Olympia" genießen, das Herrenrennen verfolgen und am Abend "mit Sabine feiern". Am Sonntag will sie noch die Abschlussfeier besuchen und damit ihrer ersten Olympiateilnahme einen würdigen Abschluss verleihen.


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Ergebnisse bei Bike2b:
Verwandte Artikel bei Bike2b:
Verwandte Bildergalerien bei Bike2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeigen
Google Anzeigen