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Sahm und Platt

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Platt und Sahm

Bulls-Express

Sahm vor Platt

Beim Weltcup gefahren bis ich schwarz war

Karl Platt am 17.03.2008 - 12:37 Uhr

Das letzte Rennen in Zypern verlief für mich nicht so wie erwartet. Wir hatten die Woche noch richtig gut trainiert und auch genügend Pause gemacht, um wieder frisch für das letzte Rennen zu sein. Doch samstags beim Strecke-Abfahren merkte ich schon, dass es nicht geht, mein Körper war irgendwie ausgelaugt und ich konnte mich nicht mehr so richtig belasten. Nach der ersten Runde, die ich so richtig am Anschlag gefahren bin, war die Luft alle und ich habe das Rennen vorzeitig beendet. Mein Körper hat nach Ruhe gerufen.

Es hat Klick gemacht
Zuhause angekommen habe ich die ganze Woche gebraucht, um wieder hochzukommen, Donnerstagabend flogen wir mit dem Team in die Türkei, um noch mal den letzten Schliff für das Cape Epic zu holen. Am Freitag holten wir uns die ersten Eindrücke von der Strecke, doch mein Allgemeinzustand war immer noch nicht auf Quälen eingestellt. Nach einer richtig guten und intensiven Behandlung von unserer Physioterapheutin Konstanze hatts dann über Nacht Klick gemacht und der Samstag war wie ausgewechselt.

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Ich fuhr mein Ding
Relativ gelassen ging ich zum Start zum ersten und vorletzten Marathon-Weltcup dieses Jahres. Ich hatte ein gutes Gefühl, schon vor dem Start, und wollte einfach nur ein schönes Rennen fahren. Gleich zu Beginn vom ersten Anstieg setzte ich mich an die Spitze und fuhr ohne mich umzudrehen mein Ding. Nach einiger Zeit wunderte ich mich schon, dass keiner vorbeigefahren ist und merkte, dass wir nur noch zu viert waren, Thomas Dietsch, Miguel Martinez und mein Teamkollege und Freund Stefan war auch dabei. Das hat mich riesig gefreut, weil jetzt konnten wir wieder den Bulls-Express aufmachen. Zur Mitte des Rennens schloßen noch drei Fahrer zu uns auf und am längsten Anstieg des Tages wurde noch mal neu gemischt. In der Abfahrt konnten wir nochmal useren Trumpf mit den neuen Rock Shox Gabeln mit 100 mm Federweg und den 2.25 Racing Ralph Tubeless Reifen voll ausspielen.

Nichts mehr wahrgenommen, außer treten und lenken
Gegen Kilometer 70 bekahm ich mal wieder Krämpfe und bin etwas unkontrolliert in einem Bachbett mit dem Pedal aufgesetzt. Dabei habe ich mir den Sattel so in den Unterschenkel geknallt, dass ich fast vom Rad gefallen bin. Nachdem ich zu Stefan wieder aufschließen konnte fuhren wir die letzten Kilometer in gewohnter Manier dem Ziel entgegen. Doch ich war schon so schwarz, dass ich eigentlich nichts mehr wahrgenommen hatte, außer treten und lenken. Wir durchfuhren die Ziellinie zusammen und hofften das es vielleicht zweimal einen dritten Platz gibt, doch ich war anscheinend 2 mm vor ihm. Thomas Dietsch gewann vor Alban Lakata und wir waren Dritter und Vierter.

Wir sind bereit für das Cape Epic
Einen Weltcup auf dem Podium zu beenden, ist ein riesen Erfolg und zudem haben wir angekündigt, dass wir bereit sind für das Cape Epic in zwei Wochen!

Bis denn

Euer Karl


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