
Moritz Milatz

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Moritz Milatz kann Chance in Andorra nicht nutzen
PR - Moritz Milatz am 31.05.2008 - 16:12 Uhr
Trotz einem couragierten und kämpferischen Auftritt, bei dem Moritz Milatz erkennbar alles gab, konnte er leider auch in Andorra seine Chance - wenn auch knapp - nicht nutzen. Er wurde schlussendlich als bester deutscher Fahrer 23. und verpasste damit die Norm zur Olympia-Qualifikation um gerade Mal sieben Plätze. Es gewann in einem enorm kraftraubenden Rennen auf großer Höhe (1800 Meter) der Schweizer Christoph Sauser vor dem Südafrikaner Burry Stander und dem Kanadier Kabush. Die einzelnen Platzierungen in dieser Höhe, konnten dem Betrachter teils nur ungläubiges Staunen entlocken, wenn man bedenkt das sogar der Weltmeister, Olympiasieger und Führende des diesjährigen Worldcups nur 11. wurde oder der frisch gebackene Europameister Florian Vogel gar nur 17. Einige Fahrer wussten jedenfalls in dieser großen Höhe besonders zu brillieren!
Jetzt wird es knapp - nur ein Wunder kann helfen!
Mit dem heutigen Rennen sind die Chancen für eine erfolgreiche Olympia-Nominierung für alle deutschen Herren äußerst eng geworden, wenn nicht sogar schon eher aussichtslos. Nur noch ein Platz unter die 6 Besten am nächsten Wochenende beim Worldcup im schottischen Fort William kann zumindest für Moritz noch das Ticket lösen. Einzig Manuel Fumic konnte ja bisher die vom DOSB auf Anraten des BDR gesetzte Norm erfüllen, wobei bei ihm aber nicht wirklich sicher ist, ob er aus bereits bekannten Gründen letztlich auch nominiert wird. Auch der amtierende Deutsche Meister Wolfram Kurschat konnte sich nicht wie von ihm angekündigt in Szene setzen und musste zum Schluss gar eine Überrundung hinnehmen.
Ist der Nominierungsdruck zu hoch?
Vielleicht sollten wir uns langsam daran gewöhnen, dass mit wachsender Wahrscheinlichkeit, eventuell keine deutschen Herren in Peking am Start stehen werden, sofern es kein mildes Einsehen beim DOSB geben wird. Klar gelten für die Fahrer aller Nationen die von ihren jeweiligen nationalen olympischen Fachverbänden vorgegebenen Nominierungskriterien und damit ein 'gewisser' sportlicher Erwartungszustand. Aber ob hier allzu großer Druck bei den Vorgaben wirklich förderlich ist, bleibt besonders unter der anhaltenden Diskussion um Doping im Leistungssport, letztlich sehr fragwürdig.
Zeitabstände auf Sieger unter normalen Umständen gut
Insgesamt bleibt festzustellen das Moritz mit nur lediglich 6 Minuten Abstand auf den Sieger, bei normalen Worldcups, außerhalb der Olympia-Saison, zum Schluss in der Regel ca. 10 Plätze weiter vorne gewesen wäre... auf den anvisierten 15. Platz waren es zum Schluss lediglich 90 Sekunden, wobei sich Moritz davon mindestens 30 Sekunden auf der Schlussrunde dank totaler Erschöpfung 'eingefangen' hatte! "Das Rennen begann schlecht..." sagte Moritz am Telefon, wieder einmal wurde er nach dem Start eingeklemmt und verlor so wichtige Plätze um ganz nach vorne Anschluss halten zu können.
So konnte man einen Worldcup noch nie verfolgen!
Das er aber an diesem Tag nicht aufgeben würde, war klar ausgemachte Sache! So konnte man auch dieses Mal, vom Logenplatz mehrerer Kamera-Einstellungen aus, das Rennen bequem und sogar besser als direkt vor Ort, live per Internet-Stream verfolgen. Schön dabei zu sehen, wie Moritz' Körpersprache deutlich zeigte, was er sich für diesen Tag vorgenommen hatte, nämlich vorne dabei zu sein. Das es zum Schluss leider nicht ganz geklappt hat ist zwar enttäuschend, aber Moritz Stimmung war doch dank seiner guten Leistung, sehr passabel. Jetzt wird der nächste und alles entscheidende Worldcup im schottischen Fort William zum Olympia-Roulette, schwarz oder rot - Olympia oder nicht! Solange aber noch eine theoretische Möglichkeit besteht, wird Moritz weiter an seine Chance glauben. Immerhin hat er genau in Schottland schon einmal einen 6. Platz im Worldcup erreicht. Warum sollte das nicht noch einmal klappen!
Ergebnisse Herren - Andorra:
1. Christoph Sauser SUI 2:02:16
2. Burry Stander* RSA +0:08
3. Geoff Kabush CAN + 0:17
4. Lukas Flückiger SUI +1:08
5. Cédric Ravanel FRA +1:41
6. Todd Wells USA +2:16
7. Tony Longo ITA +2:27
8. Sergio Mantecon Gutierrez ESP +2:51
9. Inaki Lejaretta ESP +3:01
10. Fredrik Kessiakoff SWE +3:13
11. Julien Absalon FRA +3:47
12. Roel Paulissen BEL +3:57
13. Kashi Leuchs NZL +4:15
14. Jakob Fuglsang DEN +4:23
15. Nino Schurter* SUI +4:33
16. Adam Craig USA +4:36
17. Florian Vogel SUI +4:45
18. Ralph Näf SUI +5:00
19. Thomas Frischknecht SUI +5:12
20. Emil Lindgren SWE +5:19
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23. Moritz Milatz GER +6:03
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