Sabine Spitz (Murg-Niederhof) kommt immer besser in Fahrt. Beim dritten Lauf zum Mountainbike-Weltcup in Madrid fehlten der "central Ghost"-Starterin nach 39 km nur noch 24 Sekunden bis auf das Podium, das damit zumindest schon in Sichtweite war.
Aufholjagd endet erst auf Rang vier
In der ersten von fünf Runden hatte die Europameisterin Probleme, das hohe Tempo an der Spitze mitzugehen und fiel bis auf Rang zwölf zurück. Danach fand Sabine Spitz ihren Rhythmus und starte eine Aufholjagd, die sie bis auf Rang vier brachte, als sie sich nach halber Distanz aus einer dreiköpfigen Verfolgergruppe absetzen konnte. Bis ins Ziel hatte sie dann keine Probleme mehr, diese Position zu halten. Bei der Verfolgung der drei Führenden war sie allerdings ganz auf sich alleine gestellt. Das war gerade auf den vielen flachen Passagen der schnellen Strecke im "Casa des Campo" ein Nachteil, da sie keinen Windschatten hatte, während das Spitzentrio gut zusammen gearbeitet hat. "Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, in den Steilstücken das Tempo zu halten und verlor so viel Boden. Da fehlt mir vielleicht noch ein wenig. Schade, denn später konnte ich gut Tempo machen und den Abstand nach vorne teilweise sogar wieder verkürzen", sagte Sabine Spitz im Ziel.
Anzeige
Ein Ergebnis zum Aufbauen
Gewonnen wurde das Rennen von der Norwegerin Gunn-Rita Dahle (1:48.14 Stunden) im Fotofinish vor Maria-Helene Premont (CAN). Lokalmatadorin Marga Fullana (ESP) wurde mit 1.13 Minuten Rückstand Dritte, 24 Sekunden vor Sabine Spitz, die letztlich eine positive Bilanz zog: "Ich bin zufrieden. Es war auf jeden Fall richtig, hier zu fahren, denn das Olympiarennen in Peking wird ganz ähnlich von der Belastung her sein. Auf diesem Ergebnis kann ich aufbauen."