
Moritz Milatz

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Moritz Milatz

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WC Offenburg für Moritz Milatz mit versöhnlichem Ausgang
PR - Moritz Milatz am 28.04.2008 - 17:53 Uhr
Gut, Superklasse, besser geht’s nicht! Die lobenden Attribute lassen sich problemlos fortsetzen, wenn es um eine Bewertung der Arbeit von Jörg Scheiderbauer und seiner Crew geht. Das Massenspektakel Mountainbike-Worldcup in Offenburg sprengte in der zweiten Auflage alle bisher bekannten Grenzen. Tausende enthusiastische Zuschauer füllten den angrenzenden Wald im Stadtteil Rammersweier bei Offenburg, um auf der vielleicht spektakulärsten Strecke des gesamten Worldcups richtig großen Sport zu sehen. MTB-Gott Julien Absalon (FRA) aus dem nahe gelegenen Elsaß wiederholte in seiner unvergleichlichen Art seinen Vorjahressieg. Moritz Milatz litt krankheitsbedingt in der ersten Hälfte des Rennens und zeigte in der zweiten Hälfte durch seine kämpferische Leistung und Platz 28 große Moral. Als zweitbester deutscher Fahrer kam er nur 20 Meter hinter Manuel Fumic ins Ziel.
Die Sonne strahlte mit den Veranstaltern um die Wette
Endlich zeigte die badische Südwestecke das, mit dem sie üblicherweise in Verbindung gebracht wird, nämlich Sonne pur! Cheforganisator Jörg Scheiderbauer durfte sich daher nicht nur mit dem höchst offiziellen Lob einer absolut gelungenen Veranstaltung schmücken, sondern hatte in diesem Jahr auch das nötige Wetterglück, das ihm im Vorjahr noch verwehrt war. Bei traumhaften, warmen Frühlingstemperaturen, zeigte die 'Ortenau' ein Sport-Event, dass in seiner Perfektion so kaum zu überbieten sein dürfte. Zuschauer in Massen, eine Strecke, die alle Superlative außer Kraft setzt, und das Ganze dabei so effizient und unaufdringlich organisiert, dass man getrost vom Maß der Dinge sprechen kann, wenn es um den perfekten MTB-Worldcup geht.
"Spätestens ab Platz 60 wollte ich das Rennen aufgeben ..."
so Moritz Milatz nach der Zieldurchfahrt. "Ich hatte mich die ganze Woche mit einer Erkältung herum geplagt, die ich mir in Houffalize wie viele Andere eingefangen hatte. Noch am Morgen fühlte ich mich schlapp und unausgeruht, meine Beine fühlten sich kraftlos an. Der Start war höllisch schnell und ich war bemüht Anschluss und meine Position um Platz 30 zu halten. Ich bekam kaum Luft und einer nach dem anderen überholte mich im langen Anstieg. In Runde drei war ich dann irgendwann auf Position 50 und dachte ernsthaft an Rennaufgabe, um meine Gesundheit nicht weiter zu gefährden. Ab da kam dann plötzlich keiner mehr von hinten und ich schloss nach vorne auf und konnte meinerseits nun überholen. Die 4. Runde war dann der eigentliche Wendepunkt. Ich hatte meinen Körper nun 'freigefahren', mein Rhythmus stimmte und ich konnte endlich Gas geben. Ab da ging's nur noch vorwärts!"
Ein herzliches Danke an meine Fans – Euer Anfeuern war gigantisch und es tat mir so gut!
"Offenburg ist mein absolutes Lieblingsrennen, ich liebe diese Strecke und ich liebe die Massen der Fans. Nur hier wird mir wirklich bewusst, was das Wort Heimvorteil bedeutet. Dieser Rausch, wenn dich die Leute auf einer akustischen Woge den Berg hinauf und hinunter gleiten lassen, ist einmalig und durch kein anderes Gefühl zu ersetzen. Danke an alle die mich begleitet haben!" Eine weitere Premiere fand zudem in Offenburg statt: Moritz fuhr zum ersten Mal einen Worldcup mit dem neuen Merida-Fully '96'! "Das Bike hat mir die zweite Rennhälfte gerettet", so Moritz. "Ich benötigte wesentlich weniger Kraft und meine Muskeln verkrampften spürbar weniger, besonders auf diesem harten Kurs von Offenburg. Bergauf, die Federung blockiert, ist es so steif wie ein normales 'Hardtail'. Aber bergab, bei diesen vielen Schlägen, bin ich damit wirklich viel schneller unterwegs und spare noch Kraft!"
Der Worldcup geht nächstes Wochenende in Madrid weiter
Wenig Zeit zum Ausruhen bleibt Moritz Milatz diese Woche. Die restliche Erkältung noch auskurieren und schon geht es Mitte der Woche mit dem Flieger weiter in die spanische Hauptstadt Madrid, wo Worldcup Nummer drei ansteht. Hier erwartet die Fahrer ein völlig anderes Rennen, geprägt von schnellen Windschatten-Passagen, viel weniger technisch und eher einem Straßenrennen ähnlich. Hier hofft Moritz dann endlich und wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, den ersten Teil der Olympia-Qualifikation schaffen zu können. Daumen drücken hilft bekanntlich!
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