Specials/Eventspecials 2008/Weltcup

Karl Platt

Impressionen

Karl Platt

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Madrid Worldcup

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Worldcup Madrid

Karl Platt am 07.05.2008 - 16:42 Uhr

Oh Mann!

Irgendwie will es dieses Jahr nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt hat. Man investiert sein komplettes Engagement und Erfahrung und dann kommt nur so ein Gemurkse heraus. Aber manchmal ist es halt so und man kann es leider nicht ändern. Zum Enttäuschen aller Fans und Freunde die einem jedes Wochenende aufs neue die Daumen drücken. Aber ich habe noch nicht aufgegeben, im Gegenteil bin voll motiviert und werde bis zum letzten kämpfen und alles geben.

Familie und Rundstreckenrennen als Vorbereitung
Wollte noch etwas zu Madrid los werden. Aufgrund des müden Eindrucks in Offenburg habe ich mich erstmal drei Tage nur mit ganz lockerem Training beschäftigt. Ich habe mehr Zeit mit meiner Familie verbracht, um etwas Abstand zu gewinnen. Am Donnerstag bin ich dann als Vorbelastung ein Rundstreckenrennen in Offenbach Queich gefahren. Ich fühlte mich sehr gut und konnte nach 120 km als Vierter das Rennen beenden, ohne ans Limit zu gehen. Mit gutem Gefühl bin ich dann Freitag nach Madrid geflogen und wollte wieder voll attackieren.

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Rechte Spur bleibt komplett stehen
Der Start in Madrid ist immer abartig brutal. Man überlegt beim Call up, stell ich mich rechts oder links oder in die Mitte? Ich entschied mich für rechts, da ich dachte, dass es in der ersten Linkskurve kracht und es einen Stau gibt und man außen vielleicht vorbei kommt. Falsch gedacht! Bevor überhaupt der Startschuss fiel, habe ich schon 20 Positionen verloren, weil die Fahrer sich alle so nach vorne drängten und die rechte Spur komplett stehen geblieben ist. Auf einmal war ich zwischen 90 und 100. Na ja, ich bin ruhig geblieben und hab' versucht kontrolliert vorzufahren. Dieses gelang mir ziemlich gut bis zur dritten Runde.

Stoß haut Arm aus der Schulter
Ich war gerade eine halbe Runde mit Frischi unterwegs, als ich etwas getrunken habe und die Flasche nicht direkt wieder einstecken konnte, übersah ich beim Herunterschauen zum Flaschenhalter ein großes Loch in der Wiese und bin da volle Klamotte mit einer Hand und blockierter Gabel reingeknallt. Der Stoß war so heftig, dass es mir direkt den Arm aus der Schulter gehauen hat. Das ich mich nicht überschlagen habe war echt Glück. Aber es muss schon witzig ausgesehen haben wie ich den Hampelmann gemacht habe. Aber witzig war es gar nicht, schmerzvoll war es. Nachdem ich die Schulter wieder drin hatte, kamen mir fast die Tränen und wieder waren 25 Mann vorbei. Irgendwie arbeitet alles gegen mich. Beine waren gut, Puls ging hoch, in der zweiten Runde fahr ich die 19. Zeit ohne Vollgas und dann die Kacke. Ich entschied mich dann, zu Ende zu fahren so gut es ging. So richtig vorgekommen bin ich leider nicht, aber es ist ein Aufwärtstrend da.

Genieße ein paar freie Tage
Die Nacht hab ich dann schlecht geschlafen, weil die Schmerzen dann doch heftiger waren als ich zuerst wahrgenommen habe. Doch ich bin schon auf dem Weg der Besserung und genieße gerade ein paar freie Tage in endlich gutem Wetter hier in Deutschland. Am Wochenende werde ich einige Straßenrennen zum Training fahren und bin gespannt, wie es weiter geht!

Ich halt euch auf dem Laufenden

Karl


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