
Agnes Naumann

Felix Euteneuer

Agnes Naumann

Hanna Klein

Agnes Naumann
Naumann gewinnt U23-Wertung vor Klein
Team Rothaus-Cube am 14.04.2008 - 11:21 Uhr
Rothaus-Cube-Biker Felix Euteneuer sorgte beim Bundesliga-Auftakt in Münsingen für eine positive Überraschung. Er belegte Rang 19 und wurde Dritter der U23-Wertung. Bei den Damen war Agnes Naumann die schnellste Nachwuchsfahrerin. Sie wurde Elfte, direkt hinter Adelheid Morath.
Krämpfe verhindern besseres Ergebnis
Felix Euteneuer präsentierte sich in Münsingen angriffslustig wie man ihn kennt. Der Freiburger nahm die erste von sieben Runden etwas verhalten, preschte dann aber mehr und mehr nach vorne. In der vierten Runde war er sogar bis auf Platz 14 nach vorne gefahren, bevor er zum Schluss Krämpfe bekam und noch ein paar Plätze verlor. Platz 19 mit 11:14 Minuten Differenz auf den Sieger Wolfram Kurschat (Neustadt/W., 1:38:08 Stunden) stand am Ende in der Ergebnisliste. "Ich bin in der ersten Runde nicht Volllgas gefahren, weil ich sehen wollte, wie ich den Sprint vom Vortag verkrafte. Aber dann lief es richtig super bis zur vorletzten Runde, als ich Krämpfe bekam. Ich bin super zufrieden", erklärte Euteneuer. Trainer Toni Uecker war es auch. "Felix hat gezeigt, dass er schnell fahren kann. Es fehlt ihm lediglich noch ein bißchen Substanz", sagte Uecker über Euteneuer, der hinter Fabian Giger (Schweiz) und dem gleichaltrigen Andy Eyring (Münnerstadt) in der U23-Wertung Platz drei belegte.
Aus der letzten Startreihe auf Platz 37
Uecker war auch von der kämpferischen Leistung Heiko Gutmanns angetan. Der Münstertäler hatte aus der letzten Startreihe das Rennen aufnehmen müssen und hatte sich bis auf Platz 37 nach vorne gekämpft. "Das war schon blöd, so weit hinten starten zu müssen. Die ersten Runden ging es gut, aber die Überholvorgänge haben mich viel Kraft gekostet", sagte Gutmann, nachdem er mit 17:49 Minuten Rückstand ins Ziel gekommen war.
Frank Lehmann kann nicht richtig Gas geben
Vor ihm landete noch Frank Lehmann (Freiburg). Der wurde 26., war damit aber nicht glücklich. "Ich kann einfach nicht richtig Gas geben", schüttelte er etwas ratlos den Kopf und fügte hinzu: "Marathon-Fahrer eben." Während Benjamin Rudiger (Stegen) das Rennen wegen muskulären Problemen aufgab, mühte sich Uwe Hardter (Freiburg) in seinem zweiten Rennen binnen zwei Tagen redlich. Im 90-köpfigen Fahrerfeld ebenfalls von ganz hinten in die Konkurrenz gegangen schob er sich mit konstanten Rundenzeiten bis auf Platz 43 nach vorne. Den Sieg landete Wolfram Kurschat, der von zwei Defekten beim Spanier José Hermida profitierte. Hermida fuhr die letzten beiden Runden mit weniger werdender Luft im Reifen und kam mit 46 Sekunden Verspätung ins Ziel. Dritter wurde der Schweizer Ralph Näf mit 3:10 Minuten Rückstand. Nächster Deutscher war der Freiburger Moritz Milatz mit 5:04 Minuten Differenz.
Naumann "pennt" und gewinnt dennoch U23-Wertung
Im Damen-Rennen hatte Adelheid Morath (Freiburg) mehr Mühe als ihr lieb war. "Es ging heute gar nichts, vom Start weg nicht. Ich hatte keine Kraft und habe den Puls nicht hoch bekommen", erzählte sie im Ziel enttäuscht. Schon am Donnerstag hatte sie sich im Training nicht gut gefühlt. So blieb ihr nur Schadensbegrenzung. Als Zehnte mit 9:51 Minuten Rückstand war sie immerhin noch viertbeste Deutsche. Nur 43 Sekunden hinter ihr, fuhr Agnes Naumann (Freiburg) als Elfte über die Ziellinie. Sie hatte sich im Rennen langsam nach vorne gearbeitet und war am Ende schnellste U23-Dame. "Ich habe am Anfang voll gepennt, dann ging es ganz gut und am Ende bin ich eingebrochen und musste mich noch voll gegen Hanna wehren." Die Rundenzeiten bestätigen die subjektive Wahrnehmung eines Einbruchs allerdings nicht. Und ihre Teamkollegin Hanna Klein (Freiburg) hatte immerhin noch 26 Sekunden Rückstand auf Naumann.
Hundertmark hat Probeme mit schlammigem Untergrund
Die 20-Jährige Klein erwischte wie üblich einen weniger guten Start und kam als 20. aus der ersten von fünf Runden. Dann schob sie sich mit immer besser werdenden Rundenzeiten bis auf Platz zwölf nach vorne und wurde damit auch zweitbeste U23-Bikerin. "Ich hatte anfangs kalte Beine, aber dann ging es besser als ich dachte. Nach dem Abi habe ich jetzt den Kopf frei. Wenn es so weitergeht, ist das prima", kommentierte Klein. Heike Hundertmark (Tübingen) hatte zum Schluss mit Krämpfen zu tun, konnte sich nach eigener Aussage aber auch nicht richtig quälen. "Das Fahren auf schlammigen Untergrund muss ich wohl noch üben, da habe ich immer Zeit verloren." Sie belegte Rang 15 mit einer Differenz von 12:56 Minuten. Auch bei den Damen siegte nach fünf Jahren wieder einmal eine Deutsche. Sabine Spitz (Murg-Niederhof) distanzierte die überraschend starke Französin Sabrina Enaux um 19 Sekunden und Weltmeisterin Irina Kalentieva (Russland) um 51 Sekunden. Spitz' Sieg war allerdings deutlicher als das Ergebnis vermuten ließ. Nachdem Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle (Norwegen) das Rennen an zweiter Stelle liegend, verlassen hatte, gab es für die Europameisterin keine echte Gegnerin mehr.
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