
Benjamin Schmieg

Marathonstart

Impressionen

Schmieg vor Schneidawind

Martina Höllige
Schmieg und Höllige gewinnen Frühjahrsmarathon
bike2b-Redaktion am 12.04.2008 - 17:39 Uhr
Benjamin Schmieg und Martina Höllige heißen die Sieger des 6. Uralan Frühjahrsmarathon. Schmieg setzte sich gegen Christian Schneidawind und gegen seinen
Vaude-Simplon-Teamkollegen Markus Kaufmann durch. Höllige war schneller als Kerstin Brachtendorf und Gabi Stanger vom Team Alb-Gold. Mit 328 Startern blieb der
Marathon unter dem Vorjahresniveau. Die kühle Witterung scheint die Kurzentschlossenen abgehalten zu haben.
Quartett setzt sich früh ab
Der Uralan-Frühjahrsmarathon über 43 Kilometer wurde dominiert vom Team
Vaude-Simplon. Nach rund zwölf Kilometern entstand nach einem längeren Anstieg eine vierköpfige Spitzengruppe mit den drei Fahrern aus der oberschwäbischen Equipe. Als Einzelkämpfer mit dabei: Christian Schneidawind (Gerbrunn) vom Team Texpa-Simplon. Das Quartett hatte schnell einen komfortablen Vorsprung. Einen guten Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung. Benjamin Schmieg (Gomaringen) kam als Erster auf den Schlussabschnitt, der über die Cross-Country-Strecke führte. "Ich bin einmal besser um eine Kurve gekommen und hatte eine kleine Lücke. Dann wusste ich, jetzt muss ich durchziehen", erzählte Benjamin Schmieg von der entscheidenden Situation. Mit drei Sekunden Vorsprung auf Schneidawind kam er nach 1:38:33 Stunden ins Ziel.
Vaude-Simplon-Express zu stark für Schneidawind
"Das war super Teamarbeit", freute sich Schmieg über seinen ersten Sieg beim Uralan-Frühjahrsmarathon. Christian Schneidawind war nicht unglücklich über seinen zweiten Platz. "Es war das Beste, was in dieser Konstellation möglich war", meinte der Bayer. Auf Platz drei kam 18 Sekunden später mit Markus Kaufmann (Tuttlingen) der nächste
Vaude-Simplon-Fahrer. "Für uns war der Sieg das Ziel, dass noch ein dritter Platz dabei raus kam, ist natürlich erfreulich", sagte Kaufmann.
Lokalmatador kommt zu spät in die Gänge
Der Münsinger Lokalmatador Uwe Hardter vom Team Rothaus-Cube kam erst nach der Hälfte des Rennens in Schwung. Da war die Spitzengruppe aber schon weg. In der Verfolgergruppe kam der Ex-Gerolsteiner-Profi gut mit und wurde schließlich mit 2:26 Minuten Rückstand Achter. "In der zweiten Hälfte war es okay. Als wir am Schluss auf die schlammigen Passagen kamen, bin ich ein wenig zurück gefallen. Aber ich bin nicht unzufrieden", sagte Hardter.
Brachtendorf stürzt, Höllige ist überrascht
Bei den Damen war Martina Höllige (Team Strassacker) die Schnellste. Die Bönnigheimerin, die meistens bei Straßenrennen unterwegs ist, hielt sich zu Beginn an Vorjahressiegerin Gabi Stanger (Dettingen). Die steht jedoch nach einer Krankheit erst seit vier Wochen wieder im Training und war nicht in der Lage, dagegen zu halten. Höllige ging vorbei und zog davon. Die
Marathon-DM-Dritte Kerstin Brachtendorf (Breitbrunn) blieb in Sichtkontakt, fiel aber durch einen Sturz entscheidend zurück. "Ich habe gedacht, wenn ich an Gabi schon mal vorbei komme, dann fahre ich halt zu", zeigte sich Höllige überrascht von ihrem Sieg und strahlte entsprechend aus dem dreckverschmierten Gesicht. Kerstin Brachtendorf vom Team Rotwild hatte nach dem Sturz Probleme mit ihrem Bike und keine Chance mehr, Höllige zu gefährden. Gabi Stanger indes war auch nicht unglücklich ihren Titel nicht verteidigt zu haben. "Mehr zu erwarten, war nicht realistisch", sagte Stanger.
Quelle:
PM TSG Münsingen
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