
Sundstedt und Dietsch

Impressionen

Impressionen

Thomas Dietsch

Andi Strobel

Podium damen

Martin Kiechle

Markus Kaufmann
Dietsch und Sundstedt in der Türkei vorne
bike2b-Redaktion am 17.03.2008 - 11:02 Uhr
Die Gesamtsieger des vergangenen Jahres im Marathon-Weltcup haben gleich beim ersten der beiden Rennen die Zeichen auf Titelverteidigung gesetzt. Bei den Herren fuhr Thomas Dietsch als Sieger über die Ziellinie, im Damenrennen gewann Pia Sundtstedt.
Dietsch siegt deutlich
Die Strecke des Manavgat Marathons in der Türkei bot einige knackige Anstiege, insgesamt waren auf den 89 Kilometern 2.300 Höhenmeter zurückzulegen. Der Start war unglaublich schnell, da es nach circa 5 km über eine schmale Steinbrücke ging, auf der immer nur ein Fahrer Platz hatte. Da wollte jeder der Erste sein. Bei den Herren setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe mit Karl Platt, Thomas Dietsch, Miguel Martinez und Stefan Sahm ab. Am letzten Anstieg schlossen einige weitere Fahrer auf, sodass das Rennen vorne neu gemischt wurde. Miguel Martinez konnte sich vorne absetzen, wurde aber durch einen Defekt weit zurückgeworfen. Am Ende gewann Thomas Dietsch nach 3:38,54 Stunden. Der Franzsoe lag 21 Sekunden vor dem Österreicher Alban Lakata. Die deutschen Biker sorgten für ein insgesamt ansprechendes Ergebnis. Als Dritter fuhr Karl Platt auf das Podium. Vier Deutsche kamen in die Top Ten.
Platt und Sahm proben für Cape Epic
Platt probte zusammen mit seinem Bulls-Teampartner Stefan Sahm für das Etappenrennen Cape Epic in Südafrika. Dort will das Duo seinen Titel verteidigen. So traten die beiden auch in der Türkei als Team auf und fuhren das Rennen gemeinsam. 2:19 Minuten beziehungsweise 2:20 Minuten kamen Platt und Sahm im Ziel an und belegten damit die Plätze drei und vier. Jochen Käß und Hannes Genze erreichten die Plätze sieben und acht.
Strobel scheidet mit Defekt aus
Andi Strobel, der im vergangenen Jahr den Manavgat Marathon ohne Weltcup-Status gewinnen konnte, musste das Rennen aufgrund eines Defekts vorzeitig beenden. "Mein Experiment, mit circa 300 Saisonkilometern das erste große Rennen zu bestreiten, ist zumindest bis zur Hälfte des Rennens überraschend gut gelungen. Scheinbar ist das Skibergsteigen gar keine so schlechte Vorbereitung fürs Radeln. Nach einem erst mal super schlechten Start konnte ich Vollgas geben und es hat richtig Spaß gemacht. Am längsten Anstieg habe ich dann aber schon gemerkt, dass es nicht mehr so ganz rund läuft. Ob das bis zum Ende noch gut gegangen wäre? Vielleicht hat mich ja auch mein etwas komplizierter technischer Defekt vorm Eingehen bewahrt. Zu der Zeit war ich noch mit Hannes Genze unterwegs, der dann zum Schluss noch Achter geworden ist. So eine Leistung wäre bei mir sicher nicht mehr möglich gewesen. Wie auch immer, trotzdem hat es richtig Spaß gemacht, mal wieder am Radl Gas zu geben!", berichtet Strobel nach seinem Mountainbike-Auftakt.
Knapper Sieg für Sundstedt
Bei den Damen gab es eine knappe Entscheidung. Nach 78 Kilometern und 3:28,16 Stunden erreichte Pia Sundstedt das Ziel. Zwischen der Finnin als Siegerin und Annabella Stropparo aus Italien lagen nur fünf Sekunden. Sundstedt nutzte eine günstige Gelegenheit, um sich auf den letzten Metern im Sprint den Sieg zu sichern. Mit mehr als sieben Minuten Rückstand beendete Esther Süss den ersten Weltcup der Langstreckenspezialisten. Beste deutsche Dame wurde Kerstin Brachtendorf, die als Zehnte noch so gerade die Top Ten erreichte. Sie brauchte 20:10 Minuten länger als Sundstedt.
Stimmen zum Rennen:
Martin Kiechle, Rang 20: "Ich habe versucht von Anfang an mit großem Respekt an die lange, kraftraubende strecke ran zu gehen und mir die Sache heute gut einzuteilen. Im Vergleich zu den Konkurrenten lief es aber überraschend gut für mich, auch in den steilen Abschnitten konnte ich ohne Vollgas ganz gut mithalten und habe dann in den technischen Passagen meinen Vorteil durch das neue Fully ausspielen können. Nach der Hälfte der Strecke konnte ich dann noch mal richtig eins drauflegen und hab mich vermutlich und hoffentlich in die Top 20 reinschieben können."
Markus Kaufmann, Rang 37: "Mir ist ein sensationeller Start geglückt und ich konnte knapp hinter der Spitze durch die Engstelle an der Steinbrücke. Nach etwa 30 Minuten hat sich mein Freilauf blockiert und ich hatte quasi eine starre Nabe, das heißt treten, treten, treten, nie mehr aufhören zu treten, bis endlich das Ziel kommt. Und weil das noch nicht genug Quälerei war, habe ich mir dann auch noch den Reifen aufgeschlitzt, prima! Schade drum, zusammen mit Martin und auch noch etwas mehr Glück bei Andi, hätten wir heute miteinander einen tollen Saisonstart für unser Team hinlegen können."
Quellen:
Andi Strobel
Karl Platt
UCI
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