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Fort William

Sabine Spitz

Platt und Fumic

Wolfram Kurschat

Ivonne Kraft

Sauser und Stander

Nino Schurter

Florian Vogel

Julien Absalon

Marie-Helene Premont

Marga Fullana

Letzte Chance beim Weltcup in Fort William

bike2b-Redaktion am 07.06.2008 - 11:39 Uhr

In den schottischen Highlands findet der Showdown der Olympia-Qualifikation statt. Beim Cross-Country-Weltcup geht es in Fort William noch einmal um alles. Die Karten der Deutschen auf das Erreichen der Qualifikationsnorm sind aber eher gering.

Bleiben drei Startplätze unbesetzt?
Vor der Qualifikationsphase erkämpften sich die deutschen Biker fünf Startplätze für die Olympischen Sommerspiele in Peking. Nun scheint es so, als ob nur für zwei Startplätze die Nominierungskriterien erfüllt werden könnten. Sabine Spitz hat ihren Startplatz sicher. Manuel Fumic, der das Rennen am Ben Nevis, dem höchsten Berg Schottlands, auslässt, qualifizierte sich als bisher einziger Mann sportlich. Über dem ehemaligen U23-Weltmeister schwebt allerdings das Damokles-Schwert des Streits über das Whereabout-System mit dem BDR. Wolfram Kurschat hat immerhin die halbe Norm eingefahren, ist aber vor seiner letzten Chance nicht 100% fit: "Ich hadere zwar immer noch mit dem Infekt von Offenburg. Die Form ist nicht wirklich da. Zurzeit fühle ich mich ganz gut. Ich hoffe nur, dass nicht plötzlich wieder der Stecker raus ist, so wie bei den Rennen zuvor."

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Platz unter den ersten Sechs gefordert
Alle anderen Deutschen müssen beim Weltcup am Samstag unter die ersten Sechs fahren. Das scheint in der derzeitigen Verfassung der meisten eher utopisch. Karl Platts Leistungskurve zeigte in Andorra deutlich nach oben, auch wenn er selber eingesteht: "Top 15 wäre, glaube ich, auch ohne Defekte nicht drin gewesen. Aber in Fort William... bis dahin kommt mein Training voll durch!" Wie für Platt bleibt für Moritz Milatz, Jochen Käß und Tim Böhme nur das Prinzip Hoffnung. Auch die Damen werden es sehr schwer haben, einen Platz in den Top Sechs zu erreichen. Zwar gewann Nina Wrobel 2006 den Weltcup in Fort William, aber von dieser Form ist sie weit entfernt. Am vergangenen Wochenende musste sie bereits nach einer Runde entkräftet aufgeben. Adelheid Morath und Ivonne Kraft müssen sich wohl auch damit abfinden, die Kriterien nicht erfüllen zu können.

Schweizer mit Luxusproblem
Die Schweizer haben eher das andere Problem. Sie haben wie Deutschland das Maximum an Startplätzen. Allerdings haben bei den Schweizern schon zahlreiche Athleten die Kriterien erfüllt, sodass man hier gespannt sein darf, wer letztendlich nominiert wird. Die besten Karten dürften derzeit Christoph Sauser, der in Vallnord (AND) den Weltcup vergangenen Samstag gewann, Nino Schurter und Florian Vogel haben. Bei den Damen von Swiss Cycling sieht es nach dem Duo Nathalie Schneitter und Petra Henzi aus. Auch in Fort William werden die Schweizer nicht die Beine hoch nehmen, sondern weiter für sich Werbung machen wollen, sodass man sie wieder zahlreich an der Spitze antreffen wird.

Offenes Rennen bei den Herren
Wie so oft in einer olympischen Saison tauchen im Weltcup auf einmal Namen vorne auf, die man sonst eher selten liest. Geoff Kabush (CAN) und Todd Wells (USA) überzeugten zuletzt in Andorra. Ganz anders als Julien Absalon, der in den letzten Rennen ungeahnte Schwächen zeigte. Beim Franzosen dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis er wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Dafür verzichtet er auf einen Start in Schottland und baut seine Form neu auf. Mit Cedric Ravanel und Jean-Christophe Peraud treten aber noch zwei weitere starke Franzosen in die Pedale. Überraschend gut präsentierte sich in den Pyrenäen Burry Stander. Der U23-Biker aus Südafrika hätte es beinahe zu seinem ersten Weltcup-Sieg gebracht, musste sich am Ende aber knapp Sauser geschlagen geben. So offen wie derzeit war der Ausgang eines Weltcup-Rennens der Herren schon lange nicht mehr.

Premont und Fullana favorisiert
Bei den Damen hat Marie-Helene Premont mit Rang drei einen großen Sprung in Richtung Gesamtweltcup gemacht. Die Kanadierin war Nutznießerin der Abwesenheit von Weltmeisterin Irina Kalentieva. Auch an diesem Wochenende kann Premont punkten, während die kleine Russin auf Teneriffa trainiert. Eva Lechner (ITA) überraschte in Andorra mit Rang zwei und möchte dieses Ergebnis am Ben Nevis bestätigen. Die Spanierin Marga Fullana will dagegen einen weiteren Weltcup-Erfolg einfahren und könnte damit die Führung von Premont übernehmen.

www.massive-mag.tv überträgt die Cross-Country-Rennen live im Netz!

Das Programm von Fort William im Überblick:

Freitag, 6. Juni:
20.30 Uhr Four-Cross Damen/Herren

Samstag, 7. Juni:
12 Uhr Cross-Country Damen
15.30 Uhr Cross-Country Herren

Sonntag, 8. Juni:
15 Uhr Downhill Damen und Herren

UCI Fort WIlliam 08 Live Webcast


Quellen:
UCI
freecaster.tv



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