
Wolfram Kurschat

Julien Absalon

Christoph Sauser

Marie-Helene Premont

Margarita Fullana

Gunn-Rita Dahle Flesja
Reduzierte Standortbestimmung in Übersee
bike2b-Redaktion am 24.07.2008 - 14:03 Uhr
Mont-Sainte-Anne ist das Urgestein der Weltcup-Austragungsorte. Seit dem Beginn der weltweiten Mountainbike-Serie im Jahr 1991 war der Ort immer auf der Terminliste für mindestens einen Weltcup oder eine Weltmeisterschaft vertreten. Das riesige Festival Velirium bietet auch dieses Jahr einen ansprechenden Rahmen für die Veranstaltung, bei der bis zu 50.000 Zuschauer erwartet werden. Neben dem Cross Country Rennen finden auch dieses Jahr die Downhill und Four Cross Wettbewerbe dort statt.
Olympia vor der Nase
Am 8. August beginnen die Olympischen Spiele in Peking und damit nähert sich die Mountainbike-Welt mit Riesenschritten dem Saisonhighlight. In der Vorbereitung auf die Spiele werden einige Starter auf den Weltcup verzichten und deshalb wird sich das Favoritenfeld vielleicht lichten und einigen Fahrern ungeahnte Chancen eröffnen. Allerdings werden diese wohl nicht aus Deutschland oder der Schweiz kommen.
Verzicht wird zur Regel
Wolfram Kurschat ist der einzige Deutsche, der sich auf den Weg in die kanadische Fahrradstadt macht, um dort sein Training für die Olympischen Spiele weiter voranzutreiben. Im Gegensatz zum restlichen Kader des BDR ist er der Meinung, dass sich dieses Weltcup-Rennen nicht mit der Vorbereitung beißt, sondern sieht es als gute, zusätzliche Trainingsmöglichkeit. Seine beiden Kollegen in Peking dagegen, Manuel Fumic und Moritz Milatz, bereiten sich weiterhin persönlich auf die Fahrt unter den fünf Ringen vor.
Situation bei den deutschen Damen ähnlich
Die deutsche Damenelite bleibt dem Weltcup sogar komplett fern: Sabine Spitz ist nach ihrem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft in Thüringen unterwegs und Adelheid Morath hatte schon vor ihrem dritten Platz in St. Märgen drei Wochen Höhentrainingslager hinter sich und setzt das Training für die Spiele nun fort. Auch die in Deutschland lebende Russin Irina Kalentieva hatte schon vor einigen Wochen angekündigt, neben einer eventuellen Teilnahme am Swisspower Cup, den kompletten Sommer auf Olympia auszurichten.
Internationale Topfavoriten geben sich keine Blöße
Die Fahrerelite im Herrenbereich ist zumindest mit dem Franzosen Julien Absalon und dem Schweizer Christoph Sauser ansprechend vertreten. Während sich die Experten streiten, ob Absalons Formtief in den letzten Wochen von der Vorbereitung beeinflusst oder gar gewollt war, hielt Sauser bei mehreren Wettbewerben konsequent seine gute Form und schaffte es dementsprechend beim letzten Weltcup im schottischen Fort William Absalon in der Gesamtwertung zu überflügeln. Seine Landsmänner Florian Vogel und Nino Schurter, die in den Highlands noch vor ihm landeten, verzichten dagegen auch auf die Teilnahme.
Auch reduziertes Damenfeld
Auch bei den Damen ziehen die Olympischen Spiele die Fahrerinnen wie ein Magnet vom Weltcup ab. Zwar sind auch hier die beiden Weltcup-Bestplatzierten am Start: Marie-Helene Premont wohnt nur einige Kilometer vom Austragungsort entfernt und möchte natürlich als Lokalmatadorin siegen und die Spanierin Margarita Fullana möchte ihren 60 Punkte-Rückstand nicht größer werden lassen. Allerdings tauchen weder die bereits erwähnten gut platzierten Deutschen, noch die beiden Chinesinnen Chengyuan Ren und Ying Liu auf der Starterliste auf. Allerdings ist die Norwegerin Gunn-Rita Dahle erneut mit von der Partie und kann vielleicht für ein großes Comeback sorgen.
Zeitplan (Kanada – 6 Stunden Zeitverschiebung):
Freitag, 25. Juli
14.00 Uhr – Downhill Finale
Samstag, 26. Juli
19.00 Uhr – 4-Cross Finale
Sonntag, 27. Juli
11.00 Uhr – Cross Country Damen
14.00 Uhr – Cross Country Herren
Quellen:
UCI
BDR
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