
Julien Absalon

Irina Kalentieva

Sabine Spitz

Christoph Sauser

Gefragt!

Jose Hermida

Ralph Näf

Sauser und Stander

Kurschat und Fumic

Moritz Milatz

Karl Platt

Sabine Spitz

Irina Kalentieva

Marie-Helene Premont
Weltcup Offenburg: Absalon und Kalentieva siegen
bike2b-Redaktion am 28.04.2008 - 11:05 Uhr
Beim zweiten Weltcup der Cross-Country-Mountainbiker in Offenburg konnte sich im Herrenrennen erneut Weltmeister Julien Absalon durchsetzen. Im Damenrennen gewann Irina Kalentieva. Sabine Spitz war als Sechste beste Deutsche, die Herren enttäuschten bei ihrem Heimspiel.
10.000 Zuschauer sehen Absalons Sieg
Vor 10.000 Zuschauern zeigte Julien Absalon einmal mehr, dass er der derzeit stärkste XC-Mountainbiker der Welt ist. Der Olympiasieger beobachtete eine Runde die Konkurrenz und entschied sich dann zur entscheidenden Attacke. Nach einem souveränen Rennen, das er ab der vierten Runde alleine an der Spitze fuhr, rollte Absalon nach 37,9 Kilometern und 1:58.42 Stunden über den Zielstrich. Mit 50 Sekunden Vorsprung auf Christoph Sauser wiederholte Absalon seinen Triumph aus dem Vorjahr in der Ortenau. Mit Florian Vogel (+54 Sekunden) komplettierten erneut zwei Schweizer die Ränge, die bei Olympia für die Medaillen reichen. Sauser, der in Houffalize Dritter war, hat dank der zwei Podestplätze gute Karten, ein Ticket für Peking zu erhalten.
Hermida im Pech - Stander überzeugt
Pech hatten dagegen einige Mitfavoriten. Ralph Näf gab krankheitsbedingt schon früh im Rennen auf. José Hermida riss bei einer Tempoverschärfung die Kette. "Ich musste dann sehr weit zu Fuß gehen, da verliert man unglaublich viele Plätze", meinte der Spanier im Ziel. "Ich habe mich wirklich sehr gut gefühlt und da wäre noch alles möglich gewesen. Aber bei einem Kettenriss in der letzten Runde kann man kaum noch Plätze wieder gutmachen", kommentierte er seine Situation. Am Ende kam der Europameister als 24. an. Auf Rang vier fuhr Nino Schurter, der damit wieder bester U23-Athlet wurde. Hinter Jean-Christophe Peraud (FRA) und Fredrik Kessiakoff (SWE) zeigte Burry Stander aus Südafrika eine bärenstarke Leistung und freute sich am Ende über Platz sieben. Beim Cape Epic hatte er auf den ersten Etappen mit seinem Partner Christoph Sauser schon für Furore gesorgt, musste dann aber wegen Knieschmerzen aufgeben.
Kein Dampf bei den Deutschen
Bei den deutschen Herren sorgte Manuel Fumic als 26. für die beste Platzierung, dicht gefolgt von dem gesundheitlich angeschlagenen Moritz Milatz (28.) und seinem Bruder Lado (33.). Wolfram Kurschat, der sich mit einem Platz unter den ersten 15 das Olympia-Ticket sichern wollte, musste in der dritten Runde entkräftet aufgeben. "Ich bin zwar als 18. gut weggekommen, aber nach einer halben Stunde war der Strom weg. Es ging nichts mehr. Ich konnte noch nicht
mal mehr Flüssigkeit aufnehmen", sagte der 32-Jährige sichtlich enttäuscht. Karl Platt wurde 64. und suchte Gründe für das schlechte Abschneiden: "Im Moment habe ich keine Erklärung für die schlechte Leistung. Ich habe mich die ganze Woche gut gefühlt. Meim Vorbereitung ist sehr gut verlaufen, ich kann nicht sagen, woran es gerade liegt, es kommt momentan einfach kein Dampf raus. Wie irgendwie bei fast allen Deutschen..."
Spitz trotz Infekt vorne dran
Ein Podestplatz war für die deutschen Mountainbiker auch bei den Damen außer Reichweite, mit Platz sechs bestätigte Sabine Spitz als beste BDR-Fahrerin allerdings ihre Olympia-Fahrkarte. Mit 2:27 Minuten Rückstand auf Siegerin Irina Kalentieva (2:00:19 Stunden) traf Spitz, die in der ersten Runde noch auf Rang drei gelegen hatte, im Ziel ein. "Ich merke, dass ich nach dem Infekt in der letzten Woche noch nicht ganz fit bin. Wenn man sieht, wie eng die Weltspitze ist, bin ich sehr zufrieden trotz des Defizits vorne mit dabei zu sein", so die Europameisterin. "Die vielen Fans an der Strecke haben mir Kraft und Motivation gegeben."
Premont und Chengyuan auf dem Podest
Zweite wurde nach 32,8 km die Kanadierin Marie-Helene Prémont vor der Chinesin Ren Chengyuan. Beide hatten sich zusammen mit Kalentieva und der Spanierin Margarita Fullana frühzeitig abgesetzt, Prémont war allerdings die Einzige, die den Abstand (33 Sekunden) auf die Weltmeisterin halbwegs gering halten konnte. Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle Flesjå war von einer Erkältung geschwächt und gab das Rennen nach zwei Runden auf, um für den Weltcup in Madrid am kommenden Wochenende Kräfte sparen zu können.
Wrobel muss auch aufgeben
Die anderen deutschen Damen konnten die Olympia-Norm nicht erreichen. Adelheid Morath hatte direkt zu Beginn des Rennens den Anschluss verpasst, lieferte danach zwar noch eine gute Leistung ab, kam aber über Platz 27 nicht hinaus. "Ab der zweiten Runde ging es besser, aber da war ich schon zu weit hinten", bedauerte sie. Ivonne Kraft, die bereits beim Weltcup-Auftakt in Houffalize mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte, fuhr gesundheitlich angeschlagen nur einen 52. Rang ein, während Nina Wrobel das Rennen aus gesundheitlichen Gründen nach der Hälfte vorzeitig beendete.
Absalon und Kalentieva im Weltcup vorne
In der Weltcup-Gesamtwertung rückte Sabine Spitz nach dem zweiten Rennen mit 225 Punkten hinter Kalentieva (450), Chengyuan (410), Prémont (360) und Fullana (300) auf Rang fünf vor. Bei den Herren führt Absalon die Gesamtwertung mit 500 Punkten vor Sauser (360) und Nino Schurter (350) aus der Schweiz an. Bester Deutscher ist hier Moritz Milatz als 27. mit 94 Zählern.
Quellen:
BDR
UCI
Team Bulls
Team Multivan-Merida
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