WC Madrid: Soukup im wahrsten Sinne des Wortes furios
Bernhard Mollnhauer, Team FUJI am 06.05.2008 - 00:11 Uhr
In einem seiner stärksten Rennen war objektiv ein Podestplatz möglich, doch galt es das A-Limit (Top 8) für eine Olympianominierung abzusichern und ab der letzten Runde nichts mehr zu riskieren.
Soukup mit eigenem Ausrutscher beim Start
Diesmal bewusst progressiver und mit exzellenten Kenntnissen der ersten 500 m in den Start reingegangen, dennoch wurde der Vorwärtsdrang durch einen eigenen Ausrutscher direkt hinter Christoph Sauser unterbrochen. Doch dann, nach der zweiten Hälfte der ersten Runde war Christoph, bei einem der schnellsten World-Cup-Rennen aller Zeiten, schon in der ersten Verfolgergruppe zu sehen. Hier schloß er zum sehr gut gestarteten Seamus Mcgrath auf. Man sah der Lokomotive Soukup an, dass er sich sehr wohl im Rennen fühlte, und auch die Reifenwahl des Teams war vortrefflich und entsprach dem furiosem Rennverlauf: Furios Fred hinten und Racing Ralph vorne (beides 2.25 in den Superleicht-Falt-Versionen) im Tubelesstuning.
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Podestplatz durchaus realistisch
Ab der Mitte des Rennes fuhr Christoph in der Verfolgergruppe ein dominantes Rennen. Er führte, zeitweise auf Platz drei liegend, die Verfolgergruppe an und war dann auch deren Protagonist als sich Absalon und Hermida aus dem Staub machten. Letztendlich ging es für ihn dann um die Absicherung eines A-Limits für Olympia, welches eine Top-Acht-Platzierung ist. Es war ein Podestplatz realistisch, doch das Risiko durch ein Manöver einen Plattfuß zu riskieren oder zu überziehen waren diesmal
noch zu hoch!
Mcgrath bricht am Ende ein
Seamus Mcgrath brach leider die letzten zwei Runden ein und verlor noch zehn Plätze, um dann letztendlich auf dem 27. Platz gewertet zu werden. Mit diesem starken spanischen Auftritt von Christoph katapultierte er sich auf den 13. Platz in der Gesamtwertung des World Cups, auch in der Weltrangliste wird er sicherlich einen Sprung nach vorne machen. Jetzt geht es in zwei Wochen zur EM nach St. Wendel, wo er mit dieser Form ohne Frage wieder erfolgreich "Dampf" ablassen könnte.
Tann macht Neuaufbau
Rene Tann, der nicht in Madrid starten konnte, weil er seine Verletzungen von Offenburg und Houffalize auskuriert und sich wieder spezifisch neu aufbaut, wird bis Ende Mai hoffentlich wieder fit sein.