Specials Eventspecials 2008 Swisspower Cup

Adelheid Morath

Morath und Naumann

Adelheid Morath

Agnes Naumann

Podium Damen

Hundertamrk und Klein

Felix Euteneuer

Rudiger und Lehmann

Morath "wie ein Moped" auf Rang drei

Team Rothaus-Cube am 07.04.2008 - 13:50 Uhr

Das Team Rothaus-Cube hatte auch am Samstag beim zweiten Lauf zum Swisspower Cup in Winterthur Grund zur Freude. Adelheid Morath wurde mit einer fulminanten Schlussrunde Dritte und Agnes Naumann gewann die U23-Wertung. Bei den Herren fuhr Felix Euteneuer ein tolles Rennen, ehe ihn Krämpfe noch weit zurück warfen.

Experiment des Trainers geht auf
Wie angekündigt, war das Rennen in Winterthur für Trainer Toni Uecker ein Experiment. Die ungewöhnliche Vorbereitung, war bei Adelheid Morath in der ersten Runde zu sehen. Sie kam kaum vom Fleck und beendete die Startrunde nach knapp drei Kilometern auf Rang elf. "Am Anfang ging gar nichts, aber es war ja auch als Trainingsrennen eingestuft", erzählte Morath. Dafür ging in der Folge umso mehr. In der zweiten Runde holte sie Nina Wrobel (Freiburg), der es an diesem Tag nicht so gut ging, ein und zog vorbei. Immer näher rückte sie an einen Podiumsplatz heran und als es in die letzte Runde ging, fehlten nur noch 15 Sekunden auf Marielle Saner-Guinchard (Schweiz). Im Anstieg kam Morath mit sauberem Tritt näher, schloss in einer Flachpassage auf, ruhte sich kurz aus und setzte dann eine Attacke. "Adelheid kam wie ein Moped", äußerte die Konkurrentin später im Ziel. Die frühere Downhill-Weltcup-Siegerin kam auf der Abfahrt allerdings noch einmal heran, doch in einem Flachstück attackierte Morath erneut. "Ich habe zuvor gesehen, dass sie auf diesem Stück Mühe hat und habe es probiert", erzählte Morath strahlend. 1:08 Minuten Rückstand hate sie auf Maroussia Rusca, die mit 54 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Petra Henzi gewann. Mit einem dritten Platz bei einem "Trainingsrennen" hatte sie nicht gerechnet.

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Bei Klein wurde am Ende der Stecker gezogen
Trainer Toni Uecker hatte noch mehr Grund zur Freude. Agnes Naumann holte sich als Elfte, nur 19 Sekunden hinter ihrer Ex-WG-Genossin Nina Wrobel, mit einem Rückstand von 7:52 Minuten den Sieg in der U23-Wertung. "Ist nicht so wichtig, aber ich bin sehr zufrieden, nachdem ich mich heute morgen gar nicht gut gefühlt habe", sagte Naumann. Die 21-Jährige setzte die Marschroute von Uecker um und legte zu Beginn gleich mächtig los. "Ich konnte da richtig Druck machen, aber dann habe ich zurück genommen, weil ich wusste, das kann ich nicht halten", erzählte sie. Zwei Plätze hinter ihr kam Heike Hundertmark (Tübingen) ins Ziel. Sie haderte etwas mit ihrer Anfangsphase, freute sich aber, dass sie hinten raus immer stärker wurde. "Das war früher genau umgekehrt. Heute habe ich am Anfang sehr schwer getan, aber ich konnte das Tempo bis zum Schluss halten." Sie fuhr in der letzten Runde die achtschnellste Zeit und kam mit 8:22 Minuten Rückstand ins Ziel. Hanna Klein (Freiburg) belegte Rang 16 mit genau neun Minuten Rückstand. "Ich bin den ersten Berg voll schnell hoch gefahren, aber das war dann doch zu schnell. Zwei Runden vor Schluss hat es mir den Stecker gezogen", erzählte sie. Trainer Uecker war mit seiner Damentruppe jedoch komplett zufrieden.

Rothaus-Herren mit gemischten Leistungen
Auch Felix Euteneuer (Freiburg) bekam anerkennende Worte zu hören. Er hatte einen blendenden Start, ließ dann etwas locker und fuhr dann stetig nach vorne. Als er etwa bei Rang 30 angekommen war, bekam er zwei Runden vor Schluss schlagartig Krämpfe und musste vom Rad. "Es hat sich überhaupt nicht angekündigt. Vielleicht habe ich einmal zu wenig getrunken. Aber bis dahin war es super", zog er als 40. (15:59 Minuten hinter Sieger Florian Vogel) ein gemischtes Fazit. Bei Heiko Gutmann ging es genau andersrum. "In den ersten drei Runden ging gar nichts und dann ging plötzlich der Knoten auf. Ich muss sagen, ich bin nicht zufrieden", meinte der Münstertäler obwohl er sich noch von Rang 60 auf 37 (14:27 Minuten zurück) verbessern konnte. Frank Lehmann (Freiburg) sprach von einem "komischen Rennen". Nie habe er seinen Rhythmus gefunden und nach der ersten Runde habe es ihn "voll verblasen". So legte er unfreiwillig den Rückwärtsgang ein, um in den letzten beiden Runden noch einmal voll aufzudrehen. Als 27. war er am Ende mit 11:25 Minuten Rückstand der beste Rothaus-Cube-Vertreter, obwohl es lange nicht so ausgesehen hatte. Benjamin Rudiger (Stegen) fühlte sich "müde". Er könne einfach nicht aufdrehen. "Es ist wie, wenn der Körper sagen würde, hey Freund von der Mosel, mach mal langsam", benutzte er eine lustige Wendung, um zu beschreiben, dass ihm die höchsten Leistungsbereiche verschlossen blieben. "Immerhin war es schon besser als vergangene Woche", zog er dennoch ein positives Fazit.

Hardter mit erheblichen Startproblemen
Für Uwe Hardter (Freiburg) war sein erstes Cross-Country-Rennen seit 13 Jahren eine wenig erbauliche Angelegenheit. Aus der letzten Reihe gestartet, machte ihm vor allem das Tempo in der Startphase erhebliche Probleme. Der Ex-Straßenfahrer kam als 71. aus der Startrunde. Danach verbesserte er sich allerdings Runde um Runde und in der letzten Schleife fuhr er immerhin die 31. Zeit. Rang 48 mit 17:03 Minuten Rückstand wurden notiert. "Am Anfang hatte ich ganz schlechte Beine. Das war ernüchternd", meinte er selbstkritisch. Bester Deutscher im Rennen war Moritz Milatz (Freiburg), der auf Rang sechs einen guten Saisonstart hatte. Mit 3:01 Minuten Rückstand auf Vogel kam er nach 45,7 Kilometern ins Ziel und war damit "sehr zufrieden". Ihm fehle noch die Rennhärte, meinte Milatz. Vogel siegte mit 1:13 Minuten vor Nino Schurter (Schweiz) und 2:04 Minuten vor dem Australier Daniel McConnell.

Räderklau bei Rothaus-Cube
Während des Swisspower Cups in Winterthur wurden dem Team Rothaus-Cube zwei Räder aus dem Teambus gestohlen. Die Täter gingen mit großer Dreistigkeit ans Werk. Teamchef Patrik Faller war konsterniert. Die Damen des Teams hatten den Teambus, keine 200 Meter vom Start-Zielbereich entfernt, in der letzten Runde des Männer-Rennens verlassen, um ihre Teamkollegen in Empfang zu nehmen. In diesen vielleicht 20 Minuten, ehe der erste Sportler wieder zum Teambus zurück kehrte, müssen die Täter das Fahrzeug aufgebrochen haben. Die Cube-Bikes von Adelheid Morath und Hanna Klein wurden also am hellichten Tag und keineswegs an einem verschwiegenen Ort entwendet.

Große Dreistigkeit am Werk
Gerade Adelheid Morath, die mit ihrem neuen Bike prima zurecht kam, war nach ihrem dritten Platz entsetzt. "Diese Dreistigkeit hat mich schon überrascht. Die Täter müssen Profis gewesen sein. Sie haben alles genau beobachtet und schnell gearbeitet", sagt Patrik Faller, der den Diebstahl bei der Polizei in Winterthur meldete. Die Bikes haben einen Wert von je 4.500 Euro. "Ich will auf diesem Weg die Szene vor den nächsten Rennen warnen. Man muss alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen treffen", fügte Faller hinzu. Er selbst hatte in der Vergangenheit schon viele Vorkehrungen gegen Diebstahl getroffen. Bisher erfolgreich. Doch mit einer solchen Unverfrorenheit hatte auch er nicht gerechnet.


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