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Moritz Milatz

Anna Enoccsson

Moritz Milatz

Martina Deubler

Wolfgang Fasching

Willi Vorderderfler

Außenseitererfolge in Salzkammergut

bike2b-Redaktion am 11.07.2005 - 10:16 Uhr

Als am Samstag das 4. Rennen des UCI MTB Marathon Weltcups gestartet wurde, hatte wohl keiner damit gerechnet, dass Anna Ennocsson und Moritz Milatz oben auf dem Treppchen stehen würden.

Überraschender Erfolg von Ennocsson
Die Schwedin Ennocsson hatte selber nicht mit einem Triumph gerechnet, auch nicht mit einem Platz unter den ersten Drei. Dennoch setzte sie die Favoritinnen von Beginn an mächtig unter Druck. Am Morgen verspürte sie ein gutes Gefühl, das sie dann auch nicht täuschte. Nach 5:12 Stunden und 100 gefahrenen Kilometern überquerte sie als Erste die Ziellinie. Spannung brachte der Kampf um den zweiten Rang. Die Italienerin Alexandra Hober besiegte die Lokalmatadorin Martina Deubler mit einem Vorsprung von 12 Sekunden. Beide Fahrerinnen wurden bei der Einfahrt mit tosendem Beifall bedacht. Die Weltcup-Führende Schweizerin Daniela Louis verteidigte ihre Spitzenposition mit einem fünften Platz.

Milatz siegt über 100 Kilometer
Auch bei den Herren gewann mit dem Deutschen Moritz Milatz ein Außenseiter. Milatz, der nach eigener Aussage nur ein Trainingsrennen bestreiten wollte, gewann das Weltcup-Rennen mit einer Zeit von 4:12 Stunden. Zweiter wurde der Österreichische Staatsmeister Alban Lakata mit einem Rückstand von 3:35 Minuten und den dritten Rang sicherte sich der Kolumbianer Leonardo Paez. Wie bei den Damen fuhr auch hier der Weltcup-Führende, Massimo de Bertolis, auf den fünften Rang.

Vaterfreuden während des Rennens
Einen doppelten Sieg konnte Willi Vorderderfler feiern. Den sportlichen Sieg errang er nach 9:59 Stunden, nachdem er die 200 Kilometer-Strecke mit mehr als 7.000 Höhenmetern bewältigt hatte. Im Ziel angekommen erfuhr Vorderderfler, dass er zudem Vater geworden war. Somit muss man sich um den Nachwuchs auf der Langstrecke keine Sorgen machen. Ganz im Gegensatz dazu verlief das Rennen für den Extrem-Radsportler Wolfgang Fasching. Während einer Abfahrt kam er zu Fall und verletzte sich am Daumen. Als Extremsportler fuhr er natürlich weiter, musste dann aber nach 30 Kilometern passen und absteigen. In Gmunden angekommen wurde ein Daumenbruch mit Bänderriss im Finger diagnostiziert, der anschließend operiert wurde. Ob er mit einer Metallplatte im Finger und Gips weitere Rennen bestreiten kann ist fraglich, jedoch wird er es mit Sicherheit versuchen.

Guter Ruf bestätigt
Die unzähligen Zuschauer, die an der Strecke eine riesen Stimmung verbreiteten, die perfekten Rennbedingungen und die allgemein gute Stimmung auch an der Start-Zielgeraden bestätigten den guten Ruf, der dem Rennen und der Organisation vorrauseilt. Das Innere Salzkammergut gehört nach wie vor zu den Mountainbike-Zentren in Europa.


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