
Julien Absalon

Julien Absalon

Jose Hermida

Jose Hermida

Florian Vogel

Ralph Näf

Christoph Sauser

Jean-Christophe Peraud

Fredrik Kessiakoff

Nino Schurter

Wolfram Kurschat

Manuel Fumic

Marx, Platt und Böhme
EM in St. Wendel: der Favoritencheck
bike2b-Redaktion am 14.05.2008 - 13:00 Uhr
Vom 16. bis zum 18. Mai werden in St. Wendel die neuen Europameister gesucht. Kurz vor dem ersten Startschuss gibt es hier die Favoriten der EM im Cross Country im Überblick.
Duell Absalon - Hermida?
Wann immer es um die Favoriten für eine Europa-, oder auch Weltmeisterschaft geht, wird seit fünf Jahren sein Name immer genannt: Julien Absalon. José Antonio Hermida, der Silbermedaillengewinner von Athen 2004, wird auch in St. Wendel einer der größten Konkurrenten Absalons sein, schon weil sein angriffslustiger Fahrstil dem Franzosen am wenigsten behagt. Es muss am Ende natürlich nicht auf diesen Zweikampf hinaus laufen. Im vergangenen Jahr schlug Hermida den Olympiasieger und sicherte sich den Europameistertitel. Für Absalon blieb nur Silber.
Schweizer "Qualifikationsrallye"
Auf dem Favoritentableau stehen vor allem auch Schweizer Namen. Der WM-Dritte Florian Vogel hat sich zu einer konstanten Größe in der Weltspitze entwickelt. Für Vize-Weltmeister Ralph Näf gilt dasselbe. Und dann gibt es da noch Christoph Sauser, der 2003 in St. Wendel eines seiner bisher elf Weltcup-Rennen gewann. Der
Marathon-Welt- und Europameister gehört als 32-Jähriger inzwischen zu den Routiniers. Das EM-Rennen besitzt für die Eidgenossen ganz besondere Brisanz. Sie befinden sich gerade mitten in der "Qualifikationsrallye" für die Olympischen Spiele. Im Rennen um die drei Schweizer Peking-Tickets ist aber mit U23-Fahrer Nino Schurter mindestens ein weiterer Fahrer.
Péraud in guter Verfassung
Um die Favoritenparade zu komplettieren, müssen auch die Namen von Fredrik Kessiakoff (Schweden, 3. EM 2007), U23-Weltmeister Jakob Fuglsang (Dänemark), Cedric Ravanel und Jean-Christophe Péraud (beide Frankreich) fallen. Der Letztere war 2005 schon Europameister und hat sich zu Beginn der Saison in prima Verfassung gezeigt. Die Franzosen befinden sich auch im Qualifikationsprozess, doch Absalon, Ravanel und Péraud müssen im Grunde keine Konkurrenz fürchten. Bereits nominiert ist der Belgier Roel Paulissen, der ebenfalls zum Kreis der Favoriten zu rechnen ist.
Schurter vor dem nächsten Titel
Vergleichsweise einfach auszumachen ist der Favorit im U23-Rennen der Männer. Nino Schurter (SUI) bräuchte die Nachwuchskategorie gar nicht. Der Titelverteidiger, der vier Tage vor seinem EM-Rennen 22 Jahre alt wurde, hat sich bereits in der Weltklasse etabliert. Schurter wird vom französischen Nationaltrainer Yvon Vauchez sogar als größter Konkurrent von Julien Absalon im Kampf um Olympiagold gehandelt. Beim ersten Weltcup-Rennen in Houffalize, Belgien, hat er diese Einschätzung als Zweiter schon mal bestätigt.
Sorgt ein Außenseiter für eine Überraschung?
Gemessen an den Weltcup-Ergebnissen besitzt Supertalent Schurter eigentlich keine Konkurrenz. Doch wenn es zu einem direkten Aufeinandertreffen kommt, laufen die Dinge manchmal anders. Der zwei Jahre jüngere Franzose Alexis Vuillermoz, sein Landsmann Stéphane Tempier oder der Niederländer Frank Beemer sind Podiumskandidaten. Schurters Teamkollegen Patrik Gallati und Matthias Flückiger, Juniorenweltmeister 2006, zählen da natürlich auch dazu. Die deutschen U23-Fahrer haben noch nicht in der Weise auf sich aufmerksam gemacht, dass man sie in diese Riege hinzu zählen müsste.
Kurschat auf dem Weg in die Weltspitze
Anders sieht dies bei den Herren aus, wo sich Wolfram Kurschat (Neustadt/W.) in den Vordergrund geschoben hat. Der Deutsche Meister ist auf dem besten Wege zur Olympiaqualifikation und wenn alles gut geht, könnte er für eine positive Überraschung sorgen. Frühere Probleme mit den Augen sind behoben, sodass er jetzt auch bergab besser fahren kann. Und in den Anstiegen ist der Pfälzer sowieso bereits zur Weltklasse zu zählen. Nach beendetem Pharmaziestudium konzentriert sich der Familienvater 2008 ganz auf den Sport. Von den Fumic-Brüdern wurde nur Manuel (Kirchheim/T.) von Bundestrainer Frank Brückner berücksichtigt. Die anderen Kandidaten Karl Platt (Osthofen), Torsten Marx (Hechingen), Rene Tann (Suhl), Tim Böhme (Freiburg) oder Jochen Käß (Weil im Schönbuch) kalkulieren eher mit Plätzen unter den besten 20 oder 30, denn mit einem Medaillenrang. "Wenn ich nicht mit dem Ziel antrete, zumindest unter die ersten 30 zu fahren, dann brauche ich auch gar nicht dahin. Eine EM im eigenen Land, das beflügelt natürlich noch mehr", freut sich Böhme auf die Unterstützung der einheimischen Fans.
Im zweiten Teil des EM-Favoritenchecks erfahrt ihr mehr zu den Favoriten bei den Damen und im Juniorenbereich.
Quelle:
PM St. Wendel
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