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Sabine Spitz

Sabine Spitz

Gunn-Rita Dahle-Flesja

Irina Kalentieva

Marga Fullana

Siegerehrung EM 2005

Petra Henzi

Tereza Hurikova

Nathalie Schneitter

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Agnes Naumann

Nina Wrobel

Ivonne Kraft

Mona Eiberweiser

Fabian Strecker

Martin Gluth

EM in St. Wendel: der Favoritencheck - Teil 2

bike2b-Redaktion am 14.05.2008 - 13:01 Uhr

Vom 16. bis zum 18. Mai werden in St. Wendel die neuen Europameister gesucht. Kurz vor dem ersten Startschuss gibt es hier die Favoriten der EM im Cross Country im Überblick.

Vier Weltmeisterinnen im Damenrennen
Vier Weltmeisterinnen sind es, die man sich auf der Startliste des Damenrennes dick anstreichen muss. Angefangen bei Titelverteidigerin Sabine Spitz, die 2003 die Regenbogenstreifen eroberte, über die vierfache Titelträgerin Gunn-Rita Dahle (Norwegen) und die amtierende Weltmeisterin Irina Kalentieva (Russland) bis zur zweifachen Gewinnerin Marga Fullana (Spanien, 1999, 2000) reicht die Palette. Dahle hat ihre dominierende Position vorerst verloren. Die St.-Wendel-Siegerin von 2003 litt vergangene Saison an einem langwierigen Infekt. Dennoch gehört sie bereits wieder zur Weltspitze und man muss im Titelkampf auf jeden Fall mit ihr rechnen. Das gilt auch für Marga Fullana. Die 36-jährige Mallorquinerin hat sich in den letzten Jahren technisch deutlich verbessert, sodass sie in den schwierigen Passagen kaum noch Zeit verliert. Die Russin Irina Kalentieva feierte 2001 mit dem dritten Rang bei der EM in St. Wendel ihren internationalen Durchbruch und mischt seitdem in der Weltklasse mit. Im vergangenen September setzte sie sich in Fort William (GBR) die WM-Krone auf. Überdies gewann sie im vergangenen Jahr gleich drei Weltcup-Rennen.

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Erste internationale Medaille für Spitz in St. Wendel
In diesem Grand mit Vieren gibt es auch einen deutschen Trumpf. Der sticht seit 2001 mit einer fast schon sprichwörtlichen Beständigkeit. Seit der Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2001 in St. Wendel, ihrer ersten internationalen Medaille, steht Sabine Spitz in schöner Regelmäßigkeit bei Groß-Events mit auf dem Podest. Und 2007 war für die 36-Jährige sogar ein Erfolgsmodell. Zwei EM-Titel in Cross Country und Marathon plus zweimal Silber bei den entsprechenden Weltmeisterschaften. Das hat die Südbadenerin zuversichtlich gemacht für ihre dritten Olympischen Spiele, für die sie das Ticket bereits in der Tasche hat. Ernst zu nehmende Konkurrentin ist auf jeden Fall auch Petra Henzi. Sie ist im Grunde die fünfte Weltmeisterin im Bunde. Die Schweizerin sicherte sich 2007 diese Ehren zwar auf der Marathon-Distanz, doch die 38-Jährige war auch 2005 auch schon WM-Dritte in der Cross-Country-Disziplin.

U23: Hurikova oder Schneitter?
Das Damenfeld der U23-Klasse ist hochkarätig besetzt. Es finden sich einige Fahrerinnen, die bereits Anschluss an die Weltklasse der Elite gefunden haben. Die Tschechin Tereza Hurikova ist vielleicht am höchsten einzuschätzen, obwohl sie gerade bei Meisterschaften schon öfter ihre Nerven nicht in den Griff bekam. Als Konkurrentin für die 21-Jährige hat sich die Schweizerin Nathalie Schneitter ins Spiel gebracht. Die Juniorenweltmeisterin von 2004 und damit direkte Vorgängerin von Hurikova überraschte beim Weltcup-Auftakt in Houffalize mit Platz sieben. Damit wurde sie auch zur Olympiakandidatin.

Deutsche U23-Damen wohl ohne Titelchance
Aleksandra Dawidowicz (Polen) und Tanja Zakelj (Slowenien) darf man gewiss auch zu den Medaillenanwärterinnen zählen. Von den deutschen Bikerinnen Hanna Klein, Agnes Naumann (beide Freiburg), Anja Gradl (Kastl), Ines Thoma und Katharina Haase ist ein Eingreifen um die Medaillen nicht zu erwarten.

Neben Spitz nur vage Hoffnungen auf eine Medaille
Über die Mitfavoritin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) hinaus, gibt es aus deutscher Sicht nur vage Hoffnungen auf eine Medaille. Nina Wrobel (frühere Göhl) hätte schon das Potenzial in den Kampf um Edelmetall einzugreifen, doch seit 2007 spielt ihr Körper nicht mehr richtig mit. 2006 gewann sie in Fort William ein Weltcup-Rennen, doch das folgende Jahr versalzte ihr der eigene Organismus die Saison. Ähnlich begann die Saison 2008 und zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht abzusehen, ob die Medizinstudentin aus Freiburg an alte Klasse anknüpfen kann. Ivonne Kraft aus Gaggenau war bereits zweimal EM-Vierte und sie war Mitglied der EM-Silber-Staffel 2004, doch in den vergangenen beiden Jahren konnte sie nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen. Die 23-jährige Adelheid Morath kann für ein gutes Ergebnis sorgen, gegen die absolute Weltklasse hat sie aber im Moment noch keine Chance.

Deutsche Ausichten bei den Junioren
In den Junioren-Rennen sind die Aussichten auf Edelmetall für deutsche Farben gar nicht so schlecht. Gemessen an den internationalen Rennen, die sie bestritten haben, besitzen Mona Eiberweiser (Deggendorf) und Gesa Brüchmann (Buchholz) bei den Juniorinnen, sowie Fabian Strecker (Kirchzarten), Markus Schulte-Lünzum (Haltern a.S.) oder Martin Gluth (Wüstenselbitz) durchaus Möglichkeiten, unter die besten Drei zu fahren. Über Favoriten zu verhandeln, fällt bei den Junioren schwer, treffen sie in dieser Konstellation doch zum ersten Mal aufeinander. Mit den Schweizern ist aber in beiden Rennen auf jeden Fall zu rechnen.

Team-Relay: Schon vier EM-Titel für die Schweiz
Für den Staffel-Wettbewerb, den es erst seit 2002 bei den Europameisterschaften gibt, gelten die Schweizer als Top-Favoriten. Die Eidgenossen sind auf allen Positionen, Männer, Frauen, U23 männlich und Junioren, hervorragend besetzt. Von den sechs Auflagen gewannen die Schweizer allein vier, zweimal wurden sie Zweite. Das Team-Relay ist dennoch eine spannende Angelegenheit, weil es immer wieder Überraschungen gibt und der Verlauf bis zum letzten Fahrer schwer zu kalkulieren ist. Erstens gibt es Fahrer, die eine Runde richtig schnell fahren können und zweitens spielen die Junioren eine wichtige Rolle. Häufig wird auf dieser Position der wichtigste Zeitunterschied gemacht. Was wiederum auf die Schweizer verweist, die seit vier Jahren ununterbrochen den Junioren-Europameister stellen.

Für das Team Verantwortung übernehmen
Frankreich spielt gewöhnlich eine gute Rolle im Team-Wettbewerb und auch die Spanier sind mehrfach vorne aufgetaucht. Deutschland gelang nur einmal, in Polen 2004, der Sprung aufs Siegerpodest, als man mit einer vermeintlichen B-Besetzung überraschend als Zweiter ins Ziel kam. Für sein Team Verantwortung zu übernehmen und sich voll ins Zeug zu legen, das gehört eben auch zu einem Mannschaftswettbewerb.

Zeitplan:

Freitag 16. Mai
14 Uhr Staffel-Rennen

Samstag, 17. Mai
9.00 Uhr Juniorinnen
11.30 Uhr Junioren
14.00 Uhr Damen U23
17.00 Uhr Herren U23

Sonntag, 18. Mai
10.30 Uhr Damen
13.30 Uhr Herren

Quelle:
PM St. Wendel



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