
Filip Meirhaeghe

Lado Fumic

Bart Brentjens

Bart Brentjens auf dem WM-Parcours

Christoph Sauser

Christoph Sauser
Filip Meirhaeghe ist neuer Weltmeister
bike2b-Redaktion am 08.09.2003 - 13:28 Uhr
Bei den Männern gab es am Sonntag Nachmittag eine knappe Entscheidung zugunsten des Belgiers Filip Meirhaeghe, der vor 25.000 begeisterten Zuschauern den WM-Titel vor dem Kanadier Ryder Hesjedal und dem Belgier Roel Paulissen gewann. Bester Deutscher war Lado Fumic auf Rang acht.
Für Lado Fumic wäre mehr drin gewesen:
Die Medaillenhoffnungen von Lado Fumic waren bereits in der zweiten von acht Runden im staubigen Boden des Tessin verschwunden: Ein Sturz warf ihn weit zurück. Eine anschließende Lenker-Reparatur kostete zusätzlich Zeit, so dass er am Ende der dritten Runde nur noch auf dem 16. Platz lag. Von dort startete er eine Aufholjagd, die ihn immerhin noch bis auf Platz acht nach vorne brachte. Das Ergebnis stellte ihn jedoch nicht zufrieden: "Ich bin sehr enttäuscht. Die technischen Probleme haben mich mehr Zeit gekostet als der Sturz selbst. Ansonsten bin ich nicht schlecht gefahren", kommentierte Lado Fumic das Rennen. Tatsächlich zeigte er ab der vierten Runde, dass er an diesem Tag höheres Potenzial gehabt hätte.
Gedämpfter Optimismus Brentjens bestätigt sich:
Sein Teamkollege, der Niederländer Bart Brentjens, hatte vorher wenig Zuversicht ausgestrahlt. Doch je länger das Rennen dauerte, desto besser kam er mit dem Kurs zurecht und landete schließlich im Schlepptau von Fumic noch auf den neunten Platz. In den Kampf um die Medaillen konnte er jedoch nicht eingreifen. Der Schweizer Ralph Näf hatte als erster die Initative ergriffen und sich noch auf der ersten Runde leicht abgesetzt. Zu Beginn der zweiten Schleife schob sich jedoch der Kanadier Ryder Hesjedal heran und ließ den Europameister in eindrucksvoller Manier stehen.
Meirhaeghe dreht auf:
Hesjedal fuhr alleine an der Spitze, bis Filip Meirhaeghe zuerst seinen Landsmann Paulissen überholte und zum Kanadier aufschloss. Der wehrte sich verbissen, musste den Vizeweltmeister des vergangenen Jahres jedoch ziehen lassen. Derweil machte sich der Schweizer Christoph Sauser auf, um noch in den Titelkampf einzugreifen. Er schob sich auf Platz drei und hatte drei Runden vor Schluss nur 30 Sekunden Rückstand auf Meirhaeghe.
Aus für Sauser nach einem Reifendefekt:
Es war ein Aufschrei der Enttäuschung aus vielen tausend Schweizer Kehlen, als über die Großleinwand der platte Reifen an Sausers Rad flimmerte. Er konnte später zwar seine Fahrt fortsetzen, doch mehr als Rang 14 war nicht mehr drin. Das brachte Paulissen wieder auf Rang drei, während Meirhaeghe sich seinen ersten Weltmeistertitel sicherte. "Heute ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Ich habe schon gedacht, Gold ist in diesem Leben nicht mehr für mich drin", sagte Meirhaeghe, der schon in Sydney Silber gewonnen hatte.
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