Grandioses Finale des Swisspower Cups in Muttenz/Basel
bike2b-Redaktion am 03.09.2007 - 09:49 Uhr
Bei herrlichem Wetter traf sich fast die gesamte Mountainbike-Weltelite zum Finale des diesjährigen Swisspower Cups in Muttenz/Basel. Das Ziel und ein Teil der 6 km langen Rundstrecke befand sich im Reitstadion Schänzli. Dem Veranstalter gelang es trotz wenig Höhenmeter eine interesssante und für die Zuschauer spektakuläre Strecke herzurichten. Eindrücklich für Fahrer und Zuschauer waren die Startrunden auf der Rennbahn sowie die technisch anspruchsvollen Stadiondurchfahrten mit Sprüngen und mehrere kniffligen Passagen.
Stadion verwandelt sich in eine Staubwolke
Auf den beiden Startrunden auf der Rennbahn gaben die über 100 Elitefahrer alles, um eine gute Startposition zu erkämpfen, bevor sie in die schmalen technischen Passagen einbogen. Dadurch verwandelte sich das Stadion in eine riesige Staubwolke. Den besten Start erwischte der Schweizer Lukas Flückiger, nicht vorne dabei waren die Favoriten Absalon, Sauser und Kessiakoff. Diese mussten das Feld von hinten aufrollen, was ihnen bis zum Schluss auch fast gelang. Einzig der Spanier Jose Hermida konnte sich an der Spitze behaupten und einen Vorsprung ins Ziel retten. Lukas Flückiger und Manuel Fumic verloren die Führung durch Stürze, andere mussten dem hohe Anfangstempo Tribut zollen.
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Hermida gewinnt Rennen - Absalon Gesamtklassement
Nach rund zwei Stunden überquerte Hermida das Ziel, den Sprint um den zweiten Rang gewann Christoph Sauser knapp vor Jürg Graf und Julien Absalon. Fünfter wurde der Belgier Roel Paulissen vor Manuel Fumic, Jochen Käß und Jakob Fuglsang. Thomas Frischknecht erreichte das Ziel als Elfter. "Ich habe den Start vermasselt, aber meine Beine waren gut und so konnte ich bis auf Hermida alle abhängen. In der letzten Steigung konnte ich auch Absalon ahängen, das stimmt mich sehr zuversichtlich für die WM", meinte ein zufriedener Sauser nach dem Rennen. Die Gesamtwertung gewann Julien Absalon souverän vor den Schweizern Jürg Graf, Laukas Flückiger und Florian Vogel. Aus deutscher Sicht zeigten vor allem Manuel Fumic, der lange mit Hermida an der Spitze lag und nur durch einen Hinterraddefekt zurück fiel, und Jochen Käß, dass sie für die WM gerüstet sind.
Lado Fumic scheidet nach Massensturz aus
Pech hatte dagegen Lado Fumic. Nach der zweiten Startrunde auf der Pferderennbahn gab es einen Massensturz. Darin war auch der Kirchheimer verwickelt. Er zog sich dabei einen Riss im Oberschenkel zu. Fumic musste mit zehn Stichen genäht werden. Sein Einsatz bei der WM scheint trotz der Verletzung nicht gefährdet zu sein, denn es ist offenbar lediglich das oberste Gewebe und nicht die Muskulatur betroffen. Während Lado Fumic das Rennen aufgeben musste, konnte Moritz Milatz, der ebenfalls in die Karambolage verwickelt wurde, die Fahrt wieder aufnehmen, allerdings an der letzten Position. Im Laufe des Rennens arbeitete sich Milatz aber noch auf den guten 15. Platz nach vorne.
Spitz wird Favoritenrolle gerecht
Bei den Damen siegte die Favoritin Sabine Spitz vor Lene Byberg (NOR) und der Schweizerin Katrin Leumann. Allerdings fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Ziel und überraschend knapp aus. Mit diesem Sieg entschied die Deutsche auch die Gesamtwertung für sich, Katrin Leumann rettete in der Gesamtwertung den zweiten Rang vor Renate Bucher. "Das war ein guter Test und eine gute Belastung für mich heute. Die Strecke war schnell und doch in vielen Passagen recht knifflig. Ich denke die Anforderungen in Schottland werden ähnlich sein", freute sich Sabine Spitz über das letzte Rennen vor der WM und schaute gleich nach vorne auf die Titelkämpfe.
Sieg für Israeli bei den Junioren
Im Juniorenrennen gab es einen souveränen Sieg durch den Swisspower-Fahrer Shlomi Haimy aus Israel. Er distanzierte seine Verfolger Konny Looser und Jeremy Huguenin um über eine Minute. Im Gesamtklassement konnte Huguenin seine Leader-Position aber trotzdem verteidigen und siegte vor Shlomi Haimy und dem Europameister Thomas Litscher.