
Gunn Rita Dahle

Gunn Rita Dahle

Sabine Spitz

Alison Sydor

Barbara Blatter

Die Medaille

Die Wettkampfstätten
Gunn-Rita Dahle holt Gold!
bike2b-Redaktion am 27.08.2004 - 12:13 Uhr
Überall hatte die Norwegerin in der Vergangenheit groß abgeräumt. Was ihr fehlte, war eine olympische Medaille. Diesen Traum hat sich Gunn-Rita Dahle am Freitag Mittag auf der Athener Cross Country-Strecke am Fuße des Mount Parnitha nun erfüllt. Aus dem Startloop kommend, bestritt die 31-Jährige Weltcup-Führende im Feld der 30 angetretenen Starterinnen ein einsames Rennen an der Spitze. Nur einmal kam Spannung auf: In der Sie gewann schließlich das Olympia-Rennen 2004 über 32 Kilometer und holte damit das fünfte 'Gold' für ihr Heimatland.
Kanadische Überraschung
Für die Überraschung im Rennen über fünf Runden à 6,1 km plus Startloop sorgte die Kanadierin Marie-Helene Premont, die mit einer knappen Minute Rückstand als Zweite ins Ziel kam und damit Silber für Kanada errang.
Bronze für Deutschland
Nachdem die deutsche Medaillenhoffnung Sabine Spitz lange zwischen sechster und achter Position rangierte, gelang ihr in der vierten Runde der Durchbruch, in der sie die bis dahin auf Platz drei liegende Kanadierin Alison Sydor erst überholte, in der Folge abhängen konnte und schließlich den dritten Platz sicher bis ins Ziel verteidigte. Damit erfüllte sich auch der Wunsch der amtierende Weltmeisterin Spitz bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme nach Sydney 2000 eine Medaille zu ergattern - auch wenn es 'nur' Bronze war.
Mitfavoritin Sydor geht leer aus
Als große Verliererin muss man die 37-Jährige Kanadierin Alison Sydor bezeichnen. Sie hatte lange das Tempo an der Spitze mitbestimmt, sich bei der mediterranen Hitze dabei aber sichtbar übernommen. Am Ende musste sie sich bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.
Ivonne Kraft zeigt gute Leistung
Ivonne Kraft, die zweite Deutsche auf dem Parcours,
beendete das Rennen mit 8:27 Minuten Rückstand auf Platz sieben und blieb damit unter den hochgesteckten eigene Erwartungen: "Das ist nicht ganz das, was ich von mir selbst erwartet habe", meinte die 34-Jährige. Nach eigenen Angaben hatte sie insbesondere in der ersten Rennhälfte Probleme mit einem verklemmten Brustwirbel: "Mir war ein bisschen schwindelig, und ich hatte auf den ersten Kilometern etwas feste Beine, aber das hat sich gebessert, als ich meinen Rhythmus gefunden hatte".
Schweiz und Österreich chancenlos
Von den Fahrerinnen aus Österreich und der Schweiz war unterdessen während des gesamten Rennens wenig zu sehen. Einzig Barbara Blatter konnte sich zwischenzeitlich bis auf Position acht vorschieben. Die für die verletzte Schweizerin Petra Henzi eingesprungene Katrin Leumann konnte sich während des gesamten Rennens ebenso wenig im vorderen Drittel des Feldes behaupten wie die für Österreich startende Bärbel Jungmeier.
Staubtrockenes Rennen
Wie im Vorfeld von den Athleten berichtet, erwies sich der Parcours im Norden der griechischen Hauptstadt als wenig technisch. Dabei hatten die Damen in ihrem Rennen die undankbare Aufgabe, den staubig-losen und rutschigen Untergrund vor dem Herrenrennen am Samstag einzufahren. Zwar blieben die befürchteten Stürze auf ihm weitgehend aus, dafür gestaltete sich das knapp zweistündige Rennen auf dem für Olympische Spiele unwürdigen Parcours genauso 'trocken' und unspektakulär wie der griechische Boden auf dem es ausgetragen wurde. Daneben bereitete den Athletinnen die Athener Hitze auf der durch Haine führenden und mit vielen Singletrails gespickten Strecke sichtbar zusätzliche Probleme.
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