
Sabine Spitz

Schwing + Spitz + Weiß

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Meine erste Deutsche Meisterschaft - durch die Rennbrille betrachtet
Sabine Spitz am 15.06.2001 - 09:51 Uhr
Am Ende kann ich es kaum glauben, es ist tatsächlich war. Nichts kann mich jetzt mehr daran hindern als ich in die letzte Kurve zur Zielgeraden einbiege. Ich habe es tatsächlich geschafft und bin Deutsche Meisterin 2001.
Ein tolles Gefühl:
Einfach ein tolles Gefühl. Erst Tage danach wird das ganze für mich so richtig greifbar. Es waren meine siebten Deutschen Meisterschaften, die ich gefahren bin. Sechsmal kam ich ins Ziel, viermal war ich auf dem Podium, eigentlich eine gute Bilanz, die natürlich nun vom Titelgewinn überstrahlt wird. Bis dahin war es allerdings kein einfacher Weg und die Nervosität vor dem Start war riesig. Ich wusste, dass ich es schaffen kann, aber auch dass alle es erwarten würden nach den guten Ergebnissen in diesem Jahr.
Klickpedal-Salat:
Beim Vorstart gab es dann schon die erste Schrecksekunde. Ich rolle zu meinem Startplatz, will den Fuß vom Pedal nehmen, doch das Klickpedal klemmt und ich denke nur noch: Jetzt fällst Du um. Ein sch ... Gefühl, das viele Biker von den ersten Klickpedalversuchen kennen dürften. Zum Glück kann mich gerade noch ein BDR Funktionär auffangen. Puuh, dass war knapp und ruhiger bin ich dadurch auch nicht geworden.
Die Welle:
Dann der Start: Es geht gut, ich komme sofort weg. Doch nach 30 m rutsche ich nun aus eben diesem Pedal, das zuvor nicht aufgehen wollte. "Schitt", ich fahre eine "Welle" und habe Glück, dass es zu keiner Kollision kommt oder ich zu Boden muss. Was ist bloß los denke ich. Ich versuche die Ruhe zu bewahren. Wertvolle Meter sind natürlich erst einmal dahin. Etwa als fünfte oder sechste Fahrerin kann ich dann ins Gelände einbiegen. Danach läuft es dann aber nach Wunsch. Trotz meines schlechten Starts, komme ich relativ schnell nach vorne, so dass ich bereits Mitte der ersten Runde die Führung übernehmen kann. Hinter mir in Lauerstellung ist, wie erwartet, Regina.
Vorsicht bis zum Schluss:
Ich konzentriere mich nun ganz auf mein Rennen. Mitte der zweiten Runde kann ich mich dann schon ca 30 Sek. von ihr absetzen. Das beruhigt und bestärkt mich die richtige Taktik gewählt zu haben. In der vierten Runde höre ich von Reginas Missgeschick mit der gerissenen Kette. So etwas ist natürlich Pech und kann jedem passieren. Ich werde jetzt automatisch vorsichtiger bei meinen Schaltvorgängen und denke mir, jetzt nur kein Defekt. Der Vorsprung auf die Zweitplazierte ist zwar nun recht komfortabel, aber eine gewisse Unsicherheit bleibt, bis eben zur letzten Kurve vor der Zielgeraden.
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