
Fuglsang und Paulissen

Spitzengruppe

Sahm und Platt

Evans und George

Fuglsang und Platt

Gesamtpodium 2008

Sundstedt und Sydor

Kraft und Pfitzenmaier

Impressionen
Paulissen und Fuglsang gewinnen Cape Epic 2008
bike2b-Redaktion am 06.04.2008 - 09:10 Uhr
Karl Platt und Stefan Sahm durften auf der achten und letzten Etappe des Etappenrennens Absa Cape Epic presented by adidas noch einmal jubeln. Die Titelverteidiger feierten ihren zweiten Tagessieg, mussten im Gesamtklassement aber Roel Paulissen und Jakob Fuglsang den Vortritt lassen.
Sprintentscheidung in Lourensford
Tausende Mountainbike-Fans empfingen die abenteuerlustigen Biker, die sich nun neun Tage durch die Hitze Südafrikas gekämpft hatten, am Zielort Lourensford in Somerset-West. Am Ende lagen Roel Paulissen und Jakob Fuglsang neun Minuten vor Karl Platt und Stefan Sahm. Das Bulls-Gespann sicherte sich am letzten Tag aber noch einmal den Tagessieg. Nach 2:42,21 Stunden gewannen Platt und Sahm den Sprint gegen Jochen Käß und Hannes Genze vom Team Alb-Gold, die im Gesamtranking Vierte wurden. Als Dritte rollten die neuen Gesamtsieger ins Ziel. "Es ist ein süßer Sieg für uns, besonders nach dem letzten Jahr, als wir glaubten, wir könnten gewinnen. Dieses Jahr sind wir zurückkommen, um unser Ziel zu erreichen. Und wir haben es geschafft!", freute sich Paulissen über den Gewinn des Gelben Trikots. Nach dem Sieg 2007 war Karl Platt aber auch über den zweiten Rang glücklich: "Ich habe mich noch nie so gut während eines Cape Epic gefühlt wie dieses Jahr. Stefan hatte einige schwache Tage am Anfang und ich musste ihn mitziehen. Wir sind aber zusammen wieder stärker geworden und haben am Ende den zweiten Platz erreicht."
Evans/George beste Afrikaner
Mit dem Roten Trikot für die besten Afrikaner wurden in diesem Jahr Kevin Evans und David George ausgezeichnet. Die beiden Südafrikaner standen als Team MTN Energade 1 als Dritte auf dem Gesamtpodium und wurden auf der letzten Etappe von Oak Valley durch Weingärten, Staub und Sumpf nach Lourensford Vierte. "David hatte gute Beine und hätte im Sprint sicherlich eine gute Leistung gezeigt. Ich war am Ende der Gruppe und als ich versuchte, nach vorne zu fahren, war es schon zu spät. Wie auch immer, wir sind wirklich stolz auf unseren dritten Gesamtrang und den Gewinn der Afrika-Kategorie", sagte Kevin Evans im Ziel.
Stewart attackiert und hat kurz vor dem Ziel Pech
Die führenden Teams waren sich einig, dass die achte Etappe noch einmal großartig war. Die meiste Zeit fuhren die fünf besten Duos (Bulls, Alb-Gold, Cannondale Vredestein, MTN Energade and USN/adidas) zusammen und setzten sich so vom Rest des Feldes ab. Am Anfang startete allerdings Brandon Stewart von USN/adidas eine Attacke, die Paulissen instinktiv abwehrte, indem er hinterher fuhr. "Unser Renninstinkt setzte ein und wir blieben sofort an ihm dran", beschrieb Paulissen die Situation auf den ersten 20 Kilometern. Danach kontrollierten Paulissen und Fuglsang das Tempo. Pech hatte dann USN/adida einen Kilometer vor dem Ziel, als Brandon Stewart Probleme mit der Kette hatte: "Danach war ich aus dem Sprint und ich bin wirklich traurig darüber. Wir fühlten uns heute so gut, sodass ich glaube, dass wir auf das Podium hätten steigen können."
Sydor und Sundstedt gewinnen Damenkategorie
Auch am letzten Tag fuhren Pia Sundstedt (FIN) und Alison Sydor (CAN) vom Team Rocky Mountain nach 3:23,45 Stunden als Erste über den Zielstrich. Damit gewannen die beiden auch die Gesamtwertung deutlich. Mit ihrer Gesamtzwit liegen Sundstedt und Sydor sogar in den Top 25 der Herren. Allerdings ereignete sich ein folgenschwerer Sturz nach der Zeildurchfahrt der besten Damen. Sydor verschlug es das Vorderrad und Sundstedt stürzte über sie. Dabei fiel die Finnin unglücklich auf die Schulter, in der sie den ganzen Abend starke Schmerzen hatte. Zweite wurde Trek/VW Wsd mit Susan Haywood (USA) und Jennifer Smith (NZL). Als Gesamtdritte standen Jane Seggie und Ischen Stopforth (beide RSA,
Scott Contessa) auf dem Posium. Sydor und Sundstedt kommentierten beide, dass das 2008 Absa Cape Epic ein hartes Rennen in einer wunderschönen Landschaft war. "Ich kann wirklich sagen, dass das Absa Cape Epic das härteste Sport-Event ist, an dem ich jemals teilgenommen habe in meinem Leben. Alles an diesem Rennen ist außergewöhnlich", unterstrich Sydor ihre Aussage.
Doug Brown und Barti Bucher beste Masters
Die Masterskategorie sicherten sich der Südafrikaner Doug Brown und Barti Bucher aus der Schweiz den ersten Platz. Am letzten Tag rollten sie als zweitbestes Mastersteam ins Ziel. Den letzten Tagessieg feierten Adidas William Simpson mit Shan Wilson (RSA) und Walter Platzgummer (ITA), die insgesamt Zweite wurden vor Pragma Masters, M. C. Franken (RSA) und Peter Buggle (ITA).
Deutscher Sieg im Mixed
In der Mixedwertung blieben Ivonne Kraft und Nico Pfitzenmaier auch am achten Tag das Maß der Dinge. Das deutsche Duo vom Team Joybike-Maloja gewann zum Abschluss ihre siebte Etappe und unterstrichen damit ihre Ausnahmestellung im Mixed. Auch im Prolog waren sie die Schnellsten. Mit Kraft und Pfitzenmaier standen Cyclelab Toyota mit Johan Labuschagne und Yolandè de Villiers (beide RSA) und Absa Mixed mit Kobus Barnard und Fienie Barnard (beide RSA) auf dem Gesamtpodium. Pfitzenmaier kommentierte seine Erfahrungen der vergangenen Tage so: "Während des Cape Epics gehst du durch alle Phasen des Lebens. Du erfährst emotionale Hochs und Tiefs, Spaß und Glück sowie Frust und Ärger."
Ankommen allein ist ein Triumph
Neben den Bike-Profis haben am Etapennrennen aber auch zahlreiche Hobby-Biker die Qualen Südafrikas durchlitten. Mike De Beer und Casper van Wyk (beide RSA) vom Team River Group waren die Letzten, die vor dem Zeitschluss die Ziellinie überquerten. Überwältigt von den Emotionen ließen auch sie sich von den Zuschauern feiern und feierten wie viele andere ihren ganz eigenen Triumph. Von 1.198 Teilnehmern haben 968 das Ziel nach neun harten Tagen und 966 Kilometern von Knysna nach Lourensford erreicht. In den neun Tagen bewältigten die Biker 18.529 Höhenmeter. Ds ist vergleichbar mit einer doppelten Besteigung des Mount Everest. 29 Athleten haben das Absa Cape Epic bereits fünfmal seit dem Start 2004 beendet.
Quelle:
Planet Talk
Zurück